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Spielerische Entwicklung und Ratschläge für konstantes Lernen

Selbstreflexion Hilfe Motivation besser werden Tipps

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64 replies to this topic

Evil_Friedel #1 Posted 21 March 2019 - 10:57 PM

    Lieutenant Сolonel

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Ja... noch ein „Guide“. Aber irgendwie auch nicht. Ich musste mich vom Gameplay Forum lösen und da dieser Text bei mir jetzt seit etwas über einem Jahr aufm PC schlummert und immer mal wieder Aufmerksamkeit findet, wollte ich die Sache doch mal zum Ende bringen. Oder ist es ein Anfang? Wir werden sehen wie gut das ankommt.

Als Thema für diesen Thread, mit dem ich mich hier einnisten will, habe ich mir gedacht, ich weiche von den üblichen Meckereien/Verschwörungstheorien mal ab, schreibe jetzt auch nicht die nächste Sammlung von bekannten Tipps, sondern nehme etwas völlig unbelastetes. Meine eigene spielerische Entwicklung in WoT. Damit das Ganze interessant bleibt nehme ich als Aufhänger ein typisches Problem vieler Spieler, die in ihrer Entwicklung Probleme mit ihrer Leistung bzw. ihren gefühlten Erfolgen haben.

Vorsicht, dieser Text ist ziemlich umfangreich geworden. Nehmt euch Zeit, wenn ihr lesen wollt, sonst kommt lieber ein andermal wieder.

Vorab möchte ich noch sagen, dass ich der Meinung bin, dass jeder Spieler, egal wie gut oder schlecht er spielt, natürlich das gute Recht hat dieses Spiel so oft, so gut oder schlecht und auf der Tierstufe die ihm beliebt zu spielen. Solange er sich an die Regeln hält. Nur ist das wichtigste in diesem Spiel, wie bei allen kompetitiven Spielen, Selbstreflexion. Ich bin der Meinung, dass der allergrößte Teil an Frustration und negativen Schwingungen in diesem Spiel genau am Mangel eben dieser liegt. Daher zu meinem Thema:

Selbstreflexion – Wo stehe ich, wie werde ich besser?

Man liest so oder in abgewandelter Form immer wieder: "Ich verliere immer obwohl ich andauernd unter den Top x bin" Aber das alleine sagt erstmal nichts aus. Zum einen ist dort erstmal ganz wichtig zu unterscheiden, ob man beim Schaden oder bei den XP unter den Tops ist, denn nicht immer ist der Schaden spielentscheidend sondern vielmehr das Spotting und ob du Toptiers (mehr XP) oder Lowtiers abfarmst. Zum anderen ist deine Positionierung relativ egal bei einer Niederlage, denn ihr habt alle gemeinsam verloren. Deine Aufgabe ist es MIT deinem Team zu gewinnen, dich also ihrer (oft total dämlichen) Spielweise anzupassen. Viel interessanter ist es wie deine Positionierung bei den Siegen aussieht! Wie oft bist du bei den Siegen einer der besten Drei, also wie oft hast DU entscheidend zum Sieg beigetragen.  Aber auch das zeigt dir kaum auf warum du spiele gewinnst oder verlierst. Gesunde Selbstreflexion ist dafür viel wichtiger, mach dich nicht besser oder schlechter als du bist. Das will gelernt sein.

Viele Spieler die sich Youtube-Tutorials oder Unicum-Streams angucken denken sie könnten diese Dinge eins zu eins umsetzen und versuchen sich, sind aber meist komplett damit überfordert. Für die meisten dieser Taktiken muss man bereits ein guter bis sehr guter Spieler sein. Sonst geht man auf der tollen Spotterposition auf und weiß nicht warum oder fährt an die OP Hulldown Position, wird gekettet und in 10-30s komplett runtergeschossen. Die meisten Streams und Guides sind frühestens für Spieler ab einem Niveau von 53-55% Siegrate und 1200-1500WN8 hilfreich. Dieser Wert ist von mir jetzt völlig aus der Luft gegriffen und soll nur andeuten ab welchem Level es sinnvoll wird sich Profitaktiken anzueignen. Das ist in etwa das Level an dem die meisten Basics beherrscht werden und man langsam aber sicher an Taktik und Mapawareness arbeiten muss um besser zu werden. Liegst du darunter und das soll jetzt keine Statskeule sein, beherrscht du deine Panzer und die Spielmechaniken einfach noch nicht. Also übe zunächst genau DAS. Und dafür fährst du, so blöde das klingt, am besten ganz stinknormal die Standardtaktiken. Als Heavie in die Heavieline, als Medium die Supportrolle, als Scout Standardbüsche an und hälst dich als TD von der ersten Linie fern. Ansonsten platzt du. Du magst durch die Tutorials zwar hin und wieder ein gutes Spiel mehr haben und etwas neues lernen, aber im Endeffekt verbesserst du dich nicht wirklich, sondern lernst nur auswendig und wiederholst immer wieder das gleiche. Aber Wiederholung ist Stagnation und hat einen sehr geringen Lerneffekt, der schnell nachlässt. Du sollst nicht kopieren, du sollst lernen!

Daher dachte ich mir, seht euch doch anhand meines Beispiels mal an, wie ein Spieler lernen kann, der sehr naiv an dieses Spiel heranging, aber immer das Bestreben hatte Spaß und Erfolg in allen seinen Olinegames zu verbinden. Dazu ein paar Tipps, die euch Denkanstöße geben sollen, die euch bei der Reflexion der eigenen Lage helfen. Meine Tipps sind absichtlich neutral formuliert, sie sind nicht für Tomaten, Durchschnittsspieler oder Unikums sie sind an alle gerichtet, die egal wie gut sie gerade sind, besser werden wollen. Vielleicht erkennt ihr euch ja an der ein oder anderen Stelle wieder.

Und ganz wichtig: Jeder lernt auf seine Weise, mit seiner Geschwindigkeit und seinen Möglichkeiten. Jeder hat ein Limit, dass sich aus den Möglichkeiten ergibt. Hat man dies erreicht, dann macht es einen nur unglücklich, wenn man trotzdem mehr erreichen möchte. Zur gesunden Selbstreflexion gehört also nicht nur zu erkennen ob und welche Fehler man selber macht, sondern auch, ob sich für den eigenen Spielspaß überhaupt lohnt sich weiter anzustrengen. Ich möchte mit diesem meinem Beispiel einen Ansatz dafür schaffen, dass ihr erkennt, wo ihr euch grad in eurer Entwicklung befindet. Ganz am Anfang, mit viel Potenzial nach oben, in der entspannten Phase der Mittelmäßigkeit eurer eigenen Leistung, oder am Ende eurer Leistungsfähigkeit.

Erkennt ihr selber dauernd Fehler bei euch, befindet ihr euch am Anfang und solltet euch genau darauf konzentrieren. Habt ihr das Gefühl es wäre „mehr“ drin, obwohl ihr regelmäßig gute Leistung abliefert, befindet ihr euch mittendrin und sucht euch am besten Hilfe oder neue Wege um besser zu werden. Ist jedes bisschen mehr Erfolg mit großen Anstrengungen verbunden, dann nähert ihr euch der Grenze eurer Fähigkeiten. Entweder müsst ihr hier nun noch mehr investieren (Zeit, Mühe, Geld) um besser zu werden oder ihr akzeptiert wo ihr damit steht, auch wenn das mies ist. Das ist nämlich nicht schlimm. Man muss es nur erkennen und akzeptieren um weiter Spaß zu haben. Sonst setzt man sich schnell nen Aluhut auf und sucht die Schuld bei Dingen, auf die man keinen Einfluss hat.

Dieser Lernprozess kann einige tausend oder gar zehntausende Gefechte in Anspruch nehmen. Aber es ist nie zu spät anzufangen, wenn man sich verbessern will. Wer reflektiert lernt, der trägt seine Fehler mit Stolz. Darum erwähne ich nochmal, es ist egal ob ihr Noob seid, 1000 Gefechte, 5000 Gefechte oder 50.000 Gefechte habt. Es ist auch egal ob ihr 45%, 50% oder 60% Siegrate habt. Sobald ihr den Willen entwickelt euch zu verbessern tut ihr es auch. Fangt einfach damit an! Es ist eure alleinige Entscheidung.

Darum nun zu mir:

Mein Vorteil in diesem Spiel war von Anfang an, dass ich zwar kein sonderlich guter Panzerfahrer bin, aber vorher schon viel Erfahrung aus MMOGs, Taktikshootern und Strategiespielen hatte. Daher bin ich schon immer overall über 50% Siege eingefahren, auch wenn ich die ersten 8.000 Gefechte nur dumm rumgebottet habe. Denn ich habe von Anfang an NIE auf Schaden/WN8 oder sonstwas gespielt, sondern schon immer nur auf Sieg! Am Anfang nur mit gesundem Menschenverstand, dann nach und nach habe ich die Basics und die Panzer zu beherrschen gelernt und mit diesem Lernprozess sind alle meine Werte konstant mitgestiegen, auch der Schaden.

Mein erster Tipp für Spieler die besser werden wollen lautet also erstmal weniger auf Schaden oder andere Stats, sondern grundsätzlich auf Sieg zu fahren. Jedem Anfänger kann ich dazu nur raten erstmal komplett auf sämtliche Stats zu pfeifen und tatsächlich das so verpönte "I play for fun" zu praktizieren. Aber einfach immer aktiv auf Sieg! Nur wenn man Spaß am Spiel hat und für sich selbst feststellt: "Das ist mein Spiel!" macht das investieren von Zeit und evtl. Geld um erfolgreicher zu werden wirklich Sinn. Wie lange man dafür braucht da wirklich reinzukommen ist sehr unterschiedlich. Aber so ein- bis zweitausend Spiele unabhängig der momentanen Spieleanzahl würde ich dafür als Minimum betrachten.

Als ich anfing mit diesem Spiel brauchte ich dazu ein paar mehr Spiele. Ich habe sehr lange alleine experimentiert und bin sehr viel immer und immer wieder die gleichen Panzer gefahren. Auch erschreckten mich die großen Zahlen einiger Wehrpässe und im Forschungsbaum. Ich dachte mir Dinge wie "das erreiche ich nie" oder "wie viel Geld muss man dafür wohl ausgeben". Letzten Endes waren die meisten dieser Gefechte verschwendete Zeit und alle Ängste mangelnde Information. Aber ich hatte meinen Spaß im Lowtier und starb mich ein paar Stufen hoch.

Bis ich dann mit ca. 6.000 Gefechten aus Zufall per freundlicher Ingamewerbung meinen ersten (Noob-)Clan fand. Dort habe ich sehr schnell viele Dinge gelernt, die mir halfen das Spiel besser zu verstehen. Nicht unbedingt Dinge, die mich zu einem besseren Spieler machen, aber zumindest meinen Horizont erweiterten, so dass ich motiviert wurde mich mehr mit dem Spiel zu beschäftigen. So habe ich zum Beispiel schnell alle üblichen Vorurteile über Goldspamer, Hacker, manipuliertes MM, Pay-to-win und vor allem Mods kennen gelernt.

Zu dieser Zeit habe ich begonnen über das Spiel hinaus zu sehen und habe mir das erste mal meine Statistiken auf Noobmeter angesehen, daher werden die auch seitdem angezeigt und aktualisiert. Somit fing ich an meine eigene Leistung erstmals zu betrachten. Noch konnte ich mir keinen richtigen Reim darauf machen, da ich selber noch zu schlecht war und mein Clan auch nicht viel besser war. Aber dies war der erste Schritt meine spielerische Entwicklung zu beobachten. Ich spielte weiterhin sehr oft meine Lowtierpanzer bekam aber zusätzlich ein paar Tipps für Panzer die in den Augen meiner Clanmitglieder besonders zu empfehlen waren. Damals die üblichen Standards für Noobs. T40, Hellcat, Pz. 1C, KV-1, Matilda... und diverse Stufe 1-4 Panzer für das gemeinsame Platoon- und Kompaniefahren.

Das wir nicht besonders erfolgreich waren störte mich nicht. Das ist vor allem unserem Kommandanten von damals zu verdanken, der zwar aus meiner heutigen Sicht ein extrem schlechter Spieler ist, aber es wie kein anderer, den ich kennenlernen durfte, versteht schlechte Spieler zum Zusammenspiel zu motivieren. Premium und Premiummunition war verpönt. Also nutze ich sie nicht. Ich selbst habe dazu aus Trotz noch ein paar schwierige Reihen angefangen. Die Chinesen nur, weil mir JEDER davon abriet.  Dabei dachte ich mir, wer die schlechtesten Panzer meistert wird mit dem Rest weniger Probleme haben. Ich liebe diese Panzer und habe dank dieser Entscheidung bis heute eine starke Affinität zu Scouts! Ich bereue davon nichts! Mit der Zeit und anhaltenden Niederlagen wurde mir aber klar, dass es nicht der richtige Weg war, wenn ich mich selbst verbessern wollte. Ich fing also an mit den paar überdurchschnittlichen Spielern, die der Clan vorzuweisen hatte auszuprobieren wie wir besser werden können. Zum Vorteil aller im Clan.

Mein zweiter Tipp für Spieler die besser werden wollen lautet, dass man sich, egal wie viel man spielt oder wie gut man spielt gleichgesinnte Spieler suchen sollte um gemeinsame Gefechte zu bestreiten und gemeinsam besser zu werden. Es gibt so viele WoT Spieler, dass jeder Mitspieler finden kann, die in etwa die gleichen Interessen im Spiel haben, regelmäßig mit einem spielen können und dich nehmen wie du bist. Sucht sie einfach, im Forum über den Ingamechat oder wie auch immer. Es wird euer Spielerlebnis entscheidend verbessern. Der einsame Wolf geht im Random unter.

Der erste richtige Durchbruch für mich war erst, als ich mir mit ca. 8.000 Spielen überlegt habe, es macht keinen Sinn sich in einem Spiel mit so vielen verschiedenen Panzern auf einige wenige zu konzentrieren und daher anfing mehrere Reihen verschiedener Panzertypen gleichzeitig zu leveln. Ich wollte möglichst viele Aspekte des Spiels kennenlernen. Etwa zur gleichen Zeit stellte ich für mich fest, dass es sinnlos ist den Teams schuld an Niederlagen zu geben. Denn diese Teams kann man sich nicht aussuchen. Der einzige ausschlaggebende Faktor den du in jedem Gefecht wirklich beeinflussen kannst bist du selbst. Also musst du daran arbeiten.

Daher fing ich zunächst an meine Niederlagen zu analysieren. Was hätte ich besser machen können, was hätte ich tun können um evtl. doch noch zu siegen? Was hätte ich tun können um bei einem unmöglichen Sieg mehr XP zu bekommen. Denn Spielziel sind für mich nach dem Sieg die XP und nicht der Schaden! Dazu habe ich mir so oft es ging Rat und Beurteilung anderer Spieler geholt, denn solange man noch relativ schlecht ist, ist eine Reflexion der eigenen Leistung schwer. Wichtig ist nur, dass die Spieler die euch beurteilen nicht viel schlechter sondern möglichst gleich gut oder besser als ihr selbst seid. Damit sie eure Fehler auch entdecken. Wenn ich gemerkt habe jemand redet mein Spiel schöner als es war, habe ich aufgehört Meinungen bei ihm einzuholen. Das streichelt vielleicht euer Ego, aber hilft einem nicht beim besser werden.

Mein dritter Tipp für Spieler die besser werden wollen lautet, dass Kritik wichtig, aber nur hilfreich ist, wenn sie ehrlich und ungeschönt ist. Seid immer ehrlich zu euren Mitspielern und sucht euch ehrliche Kritiker. Das kann einen den einen oder anderen Mitspieler kosten, das kann zum einen oder anderen Streit führen. Darum macht euren Mitspielern am besten im Vorfeld klar, wie diese möglichst gegenseitige Kritik zu verstehen ist. Missverstandene Kritik wird oft als Anschuldigung verstanden. Habt ihr Spieler, mit denen ihr gerne spielt die so etwas aber nicht vertragen, dann fahrt mit denen nur wieder euren "I play for fun"-Modus. Nehmt einfach die Nachteile in Kauf, dann habt ihr Spaß. Euch muss aber auch klar sein, dass diese Spieler euch in eurer Entwicklung bremsen.

Mit dieser Einstellung, die ich bis heute vertrete, wurde ich dann deutlich besser. Ich hatte immer ein paar Fehler vor Augen an denen ich arbeiten konnte. Und aktive Fehlervermeidung ist anfangs der beste Weg sich zu verbessern. In dieser Zeit habe ich dann angefangen mir persönliche Taktiken und Ziele zu stecken. Denn wenn man nur an Fehlern arbeitet bleibt der Spielspaß irgendwann auf der Stecke. Man muss sich auch immer motivieren und braucht Erfolgserlebnisse.

Ich fing an auf allen meinen gespielten Panzern die Panzerasse nachzuholen, habe meine Forschungen geplant, Missionen gegrindet und angefangen meinen Account auf meine Ziele zu optimieren. Meine grundlegende Taktik, da man damals noch keine Reserven und wenig lukrative Specials und kaum Missionen hatte, war meine Garage mit möglichst vielen Grindpanzern zu füllen, um immer wenn ich spiele ein Maximum an Dailys zu machen. Das ist heutzutage nicht mehr ganz so wichtig, aber hilft einem viel XP in kürzerer Zeit zu generieren. Ich entschloss mich dann auch alle Panzerlinien zu grinden. Das hat zwei Vorteile: zum einen kann man sehr oft neue und billige Panzer kaufen, die einem viele Dailys ermöglichen. Zum anderen stirbt man auf die weise nicht so schnell den Techtree rauf und lernt persönlich nach und nach alle Panzer und ihre Schwächen kennen. Diesen Effekt habe ich noch etwas verstärkt in dem ich mir das Ziel setzte jeden Panzer solange zu fahren, bis ich ein Panzerass habe. Um das zu vereinfachen und da ich mich dafür entschieden hatte mich WoT tiefer zu widmen und meine anderen Spiele zu beenden, habe ich seitdem permanent Premiumaccount. Also war das der Punkt als ich anfing Geld zu investieren. Premiumpanzer waren mir damals noch zu teuer. Mit den so zusätzlichen Credits und ein bisschen Goldeinsatz habe ich dann auch immer bei Bedarf Rabattaktionen für den Kauf von Panzern, Crewumschulungen, Garagen, Zubehör und Verbrauchsmaterialien genutzt und mir immer ein Polster an neuen Panzern zum Leveln und Equipment zum überbrücken bis zu den nächsten Aktionen zugelegt. Damit kam ich plötzlich mit wesentlich weniger Aufwand viel schneller voran und hatte regelmäßig meine Erfolgserlebnisse. Zusätzlich habe ich seither für alle Missionen immer was passendes in meiner Garage und kann alle auf die ich Lust habe auch machen.

Mein vierter Tipp um besser zu werden lautet, dass man sich immer erreichbare Ziele stecken sollte um sich zu motivieren und dazu am besten Pläne macht wie man diese Ziele mit möglichst wenig Aufwand erreicht. Meine Ziele sind da natürlich nur ein Beispiel und ebenso wie die Ziele sind die Taktiken bei weitem nicht für jeden das richtige. Hier müsst ihr selber wissen, was ihr erreichen wollt und wie viel Aufwand es euch wert ist. Aber die Idee dahinter sollte jedem klar sein. Belohnt euch selbst und die Motivation besser zu werden und der Spaß am Spiel bleibt euch erhalten. Aber achtet darauf, dass egal wie groß ihr eure Ziele steckt, die Erfolge regelmäßig sind. Ich freue mich über jeden durchgelevelten Panzer und jedes neue Panzerass. Die Missionen z.B. frustrieren mich schnell, daher gehe ich die nur an, wenn ich die Muße dazu habe. Marathons sind eine Herausforderung, die ich gerne annehme, wenn es das Reallife zulässt.

So hatte ich eine lange Zeit sehr viel Spaß in meinem Clan und wurde immer schneller besser. Dies zeigte mir allerdings auch sehr klar die Unfähigkeit einiger Mitspieler und die vielen falschen Vorurteile bestimmten Dingen im Spiel gegenüber, die diese hatten. Da sich dann irgendwann auch noch die Führung unseres Clans zerstritt und wilde Clanwechsel hin und her den Clan extrem strapazierten, verließ ich den Clan schließlich auf der Suche nach neuem Input.

Ich war zunächst sehr orientierungslos und wusste nicht was ich suche. Daher habe ich viele Probefahrten gemacht und mich bei vielen kleineren Clans mit möglichst vielen Spielern, die besser sind als ich, beworben. Dafür nutze ich auch das Forum. Dort erhält man massenhaft Einladungen, wenn man sucht. Sich dann dort das richtige raussuchen und nicht überstürzen ist die Basis um eine neue Umgebung zum Lernen zu finden.

W4YNE bot mir was ich suchte. Ein kleiner Clan ohne große Pflichten mit vielen Spielern über meinem Niveau und lustigen Leuten. Mit einigen davon fahre ich heute noch regelmäßig Platoon, auch wenn der Clan inzwischen tot ist. Natürlich gab es auch dort wieder Fehlinformationen und Vorurteile. Ich lernte XVM und Modpakete kennen. Vorurteile gegenüber den Tomaten und Unikums, lernte die Verbissenheit kennen, mit denen manche ihre Stats verfolgen und vor allem lernte ich, dass es viele verschiedene Wege gibt, dieses Spiel erfolgreich zu spielen und das wichtigste für den Erfolg ist, nach den Schwächen, die eigenen Stärken zu erkennen. Ich fing an mehr Gold zu schießen, auf meine WN8 zu gucken und Panzer höherer Stufen, mit denen ich besonders gut klarkam, immer wieder zu fahren um meine Stats zu pushen. Gleichzeitig wuchsen jedoch meine Vorurteile und Abneigungen gegenüber den Teammitgliedern. Denn die Schuld für das eigene Versagen wurde hier noch viel zu oft in den Teams und nicht bei sich selbst gesucht.

Das hat für mich trotzdem gereicht um mit ca. 16.000 Spielen in etwa das Level um 55% Siegrate zu erreichen, mich also durch meinen Lernwillen von der Masse abzuheben. Aber immer wieder fiel mir auf, dass es Spieler gibt die im Gegensatz zu mir und meinen Clankollegen nicht hart an den Siegen arbeiten, sondern einfach locker darauf losspielen und nebenbei ihre Siege und Schaden abfarmen. Also wusste ich, bei mir sind noch große Defizite vorhanden. Als erstes habe ich deswegen angefangen mir genaueres Wissen über die Spielmechaniken anzueignen. Nicht nur ihre grobe Funktion sondern alle exakten Formeln und überlegt, wie sich das auf die Gefechte auswirkt. Dafür habe ich immer, wenn mir in meiner Selbstanalyse nicht klar war WARUM ich versagte, die Formeln im Wiki genau angesehen und Seiten mit Weakspots/Tarnwerten etc. besucht. Aber immer nur für akute Probleme! Versucht man alles auf einmal zu lernen ist man erstmal überfordert. Wichtig ist das Bild über alles Entscheidende im Spiel nach und nach zu komplettieren und sich selbst nicht zu überfordern oder zu überanstrengen. Denn es bleibt ein Spiel und soll Spaß machen. Jeder hat seine eigene Lerngeschwindigkeit. Meine war recht langsam.

Darum lautet mein fünfter Tipp: Setzt euch auch beim Lernen erreichbare Ziele. Wisst ihr nicht, was als nächstes sinnvoll ist, dann lasst euch beraten. WoT ist viel zu komplex und umfangreich um alles auf einmal lernen zu können. Dafür schreibe ich ja auch diesen Text. Es ist wichtig zu erkennen wo man steht, was die größten Schwächen und Stärken sind und sich dann gezielt einige Dinge zum üben rauszupicken. Stopft erst die größten Löcher, bevor ihr euch in Kleinigkeiten verrennt. Nach und nach füllt sich dann das Gesamtbild. Das dauert! Es fallen nur wenige Meister vom Himmel.

Mit ca. 20.000 Gefechten hatte ich mir meiner Meinung nach alles wichtige Wissen zum Spiel angeeignet. Bestimmte Dinge wie Weakspots muss man immer wieder aktuell nachgucken, da gerne mal was geändert wird und man auch gerne mal kleine Dinge übersieht oder vergisst. Daher habe ich mir ab etwa diesem Zeitpunkt zusätzlich noch angewöhnt mich regelmäßig über aktuelle Änderungen im Spiel auf dem Laufenden zu halten. Ich gucke seither auch immer mal wieder Replays oder Streams von neuen Panzern oder Panzern mit denen ich Probleme habe an. Immer schön in kleinen Häppchen dazulernen.

Aber trotz allen Wissens, dass ich mir angeeignet habe, kam ich nicht wirklich über meine 55-60% und 2000WN8 Recent hinaus. Das hat mich geärgert. Denn normalerweise lerne ich Spielmechaniken extrem gut und bin in Onlinespielen schnell ein gefürchteter Gegner. Also was fehlte mir um in die Recentunikum-Klasse aufzusteigen? Aggression? Siegeswille? Talent? ... Aggressiv habe ich schon immer gespielt, manchmal auch zu aggressiv. Das war bei mir eher öfter ein Fehler. Siegeswille habe ich ausreichend. Daher arbeite ich auch daran meine Aggression zu kontrollieren um mehr Siege zu erfahren. ... Talent macht den Unterschied zwischen einem Tryhard, wie mir und jemandem der es ohne Anstrenung schafft. Bzw. den Unterschied zwischen Unicum und Superunicum. Aber von den Recentunicums gibt es sehr viele. Das MUSS man sich erarbeiten können. Nur wie?

Ich muss gestehen, dass war bei mir der Zeitpunkt an dem ich wieder recht ratlos war. Meine Stats hatte ich im Auge, meine Clankollegen ausgefragt und meine Probleme alle im Blick, dachte ich. Darum hab ich nach komplett neuem Input gesucht. Fuhr ein paar Randomteamgefechte, schloss mich mal für ne Kampagne nem Clan (BLUTE) an und fuhr mit ein paar Randomunikums Platoon. In der Hoffnung mir irgendwo was abgucken zu können. Das war alles mehr oder weniger erfolglos. Je mehr ich mich auf meine Stats und Erfolge konzentrierte, desto schwieriger wurde es an meinen Fehlern zu arbeiten. Der allgegewärtige Aluhut bei den meisten Modusern, mir damals auch, tat seinen Rest dabei.

Also löste ich mich erstmal von allen meinen Verpflichtungen und blieb ne Weile clanlos. Ich hatte einfach das Gefühl, es müsse irgendwann „klick“ machen, wenn ich mich nur genug auf mein eigenes Spiel konzentriere. Ich probierte aus mich von konventionellen Wegen zu trennen und meine eigenen Taktiken zu entwerfen. Dabei wollte ich mir mein aggressives Spiel erhalten versucht so mehr aus meinen Siegen zu holen. Mal erfolgreicher, mal weniger erfolgreich. Das brachte zwar noch etwas Besserung nach oben und ich lernte die Meta nicht nur auszunutzen sondern auch zu brechen, aber alleine war mein Einfluss und die Reflexion meiner Handlungen nicht ausreichend um spürbar größere Erfolge zu haben. Auch meine regelmäßigen Zugpartner konnten mir nicht wirklich helfen.

Das hat mich traurig gestimmt, weil ich damit dachte, dass ich den Zenit meiner Leistung bereits erreicht hätte. Das war etwa Mitte 2016 bei ca. 35.000 Gefechten.

Zu diesem Zeitpunkt stellte ich nicht nur mein Können in Frage, auch meine Spielziele. Ich hörte zum Beispiel eine zeitlang auf zu grinden, weil ich kein Ende in Sicht sah und hoffte durch weglassen der Grinds und Padden auf guten Panzern meine Stagnation zu verhindern. Ist aber im Endeffekt auch nur ein Aufhübschen der Stats und macht einen halt nicht zum besseren Spieler. Irgendwann wurde mir klar, dass das auch nicht der richtige Weg ist. Das konnte nicht das Ende sein.

Der sechste Tipp ist einer der am schwierigsten umsetzbaren aber dennoch einer der wichtigsten: Lerne wieder auf Stats zu pfeifen! Das ist wohl eher was für Spieler, die sich der meisten ihrer Fehler und Stärken bereits bewusst sind und andere Wege suchen sich zu verbessern. Aber Fakt ist, dass man durch starke Fokussierung auf Dinge, die eigentlich keine Aussage über den echten Gefechtsablauf haben nur abgelenkt wird. Man will unbedingt gewisse Stats bzw. die eigenen Ansprüche erfüllen und übersieht dabei vieles, was wichtiger sein könnte um sich zu verbessern. Eure Stats helfen euch nicht zu sehen, was ihr besser machen könnt. Sie dienen nur dazu euch und anderen zu zeigen, ob ihr euch verbessert und ob ihr zu viel falsch macht. Könnt ihr beides nicht mehr an euren Stats ablesen, dann ignoriert sie besser. Gerade auf einzelnen Panzern mit wenig Gefechten ist viel zu viel Glück bei der Sache um sich ein echtes Bild machen zu können. Bewertet die Gefechte einzeln, nicht was sie alle zusammen für Stats geben.

Um meinen Spielspaß weiter zu erhalten suchte ich mir wieder neue Leute. Ich versuchte es ein wenig mit aktivem Clanleben bei AS4P (später ALL1N) aber dort hatten sie die gleichen Probleme und Vorurteile wie ich, wollten aber meist nicht daran arbeiten sondern labten sich noch darin. Da wurden dann halt ohne Ende Credits in Teammodi gefarmt, nur um damit dann in OP Panzern mit Goldspam seine Stats im Random zu pushen. Wie wenig die Leute draufhatten und wie verkümmert das Teamplay war, erkannte ich erst beim „Versuch“ einer CW Kampagne. Während BLUTE einfach aus Mangel an Erfahrung versagt hatte, aber die Spieler dort halt zum größten Teil erwachsen genug waren um das zu erkennen und zu akzeptieren (kann BLUTE als Funclan nur empfehlen, aber erwartet nix gigantisches) versagte AS4P aus Egoismus, mangelndem Teamplay und zu hohen Ansprüchen an die Teammitglieder. Fehler wurden fast ausschließlich auf andere geschoben. Der Clan zerbrach fast komplett daran. Da kam wieder Tipp zwei zum Tragen: wichtiger als gute Mitspieler allgemein ist ehrliche Kritik untereinander. Aber nicht, wenn das nur dazu dient die Schuld auf andere zu schieben. Ich bin damals noch mit dem einen oder anderen da zusammengerasselt. Da hab ich lieber wieder das Weite gesucht.

Ich hab dann noch ein kurzes Abenteuer bei 322 dazwischen gehauen. Das ist ein gehobener Funclan für gute Randomplatoons. Leider setzen die vorwiegend auf stille Kommunikation und autonomes Gameplay. Aber das hatte ich grad erst versucht dauerhaft hinter mir zu lassen. War leider nix für mich. Wer gut spielt und auf Teamspeak verzichten kann, der ist dort goldrichtig. Aber erwartet auch dort nicht mehr als gute Platoonpartner.

Das lehrreichste an dieser Phase war, dass ich bemerkte, dass die Stats meiner Mitspieler genau so wenig Aussagekraft haben wie die meinen. Denn ich hatte über die Jahre immer wieder Spieler auf meine Freundesliste getan, mit denen ich gerne und erfolgreich Platoon fuhr. Deren Stats wichen von meinen meist gewaltig ab. Aber im Platoon sind Stats noch einmal viel, viel, viel, viel, viiiiiel unwichtiger als eh schon. Stimmt die Chemie, kann man einem schwachen Spieler zu Höchstleistungen verhelfen. Stimmt die Chemie nicht, dann kannste auch mit zwei Superunikums im Platoon fahren und verlieren. Im schlimmsten Falle sehen dich deine eigenen Zugpartner als Konkurrenz an.

Daher verließ ich auch 322 schnell wieder und gründete mit ein paar Leuten von meiner Freundesliste NOTHX. Seither konzentriere ich mich nicht mehr darauf besonders gute, sondern passende Spieler zu meiner Spielweise zu finden. Dass die nicht perfekt ist, war und ist mir klar. Aber daran kann man am besten arbeiten, wenn man Leute findet, die ähnlich spielen oder gut mit der eigenen Spielweise harmonieren. Auch im Random versuchte ich, ab da, die Spieler zu erkennen, die ähnlich wie ich spielen bzw. deren Taktiken für mich Sinn ergeben und mit diesen zu spielen.

Der siebte Tipp: Erkenne deine eigene Spielweise und was sie - positiv wie negativ - ausmacht. Versuche Spieler und Situationen zu finden, mit denen dies zu deinem Vorteil wird. Das ist schon fast das I-Tüpfelchen. Sei ehrlich zu deinen Schwächen und such dir Leute, die diese ausgleichen können oder mit denen du an den gleichen Fehlern arbeiten kannst. Opfere keinen Spaß nur um „das Richtige“ zu tun. Suche dir Möglichkeiten wie der Spaß zur richtigen Option wird! Es gibt kein schwarz-weißes „richtig oder falsch“ im Spiel. Es gibt unendlich Variationen, wie man zum Sieg kommt. Finde für dich den richtigen Kompromiss zwischen Spaß und Aufwand. Ab einem gewissen Level wird es so extrem hart weiter an seinen Fehlern zu arbeiten, dass es viel effektiver wird seine Stärken auszubauen und die Fehler einfach zu akzeptieren. Der eine, wie ganz am Anfang gesagt, der erreicht diesen Punkt früher, der andere später. Wer das nicht akzeptiert wird sich sehr stark frustrieren, weil er seine eigenen Erwartungen nicht mehr erfüllen kann.

Wichtig ist, dass man sich darauf erst konzentriert, wenn man die meisten seiner Fehler ausgebügelt oder akzeptiert hat. Verbaut man sich seine Chancen noch zu oft durch eigene Fehler, oder schiebt die Schuld auf andere, dann helfen einem auch die Stärken nicht. Aber akzeptiert man seine letzten Fehler als seinen eigenen Spielstil und ärgerst sich nicht mehr unentwegt, dann kommt wieder viel mehr Spaß auf.

Ich hab das für mich irgendwann zwischen 35.000 und 40.000 Gefechten festgestellt. Ich merkte ganz deutlich, dass noch Spiel nach oben ist, wenn ich meine Spielweise drastisch ändere. Ich bin auch in der Lage mich ne ganze Spur weit anzupassen, was manchmal nötig ist im Random. Aber das war und ist nicht der Weg den ich gehen will. Mein Spielstil wird mich halt nie zu Superunikum machen. Deal with it! Hauptsache ich habe meinen Spaß!

Von diesem Zeitpunkt an sah ich mir Tutorials, Replays und Livestreams von Superunicums aus einem anderen Blickwinkel an. Was nicht zu meinem Spielstil passt oder mich sogar behindern würde, das ignoriere ich seither. Ich suche nach Situationen, Positionen und Entscheidungen, die in mein Spiel passen. Es macht keinen Sinn ein bestimmtes Unikum von seiner Spielweise zu kopieren. Man muss es wie Bruce-Lee machen. Erkenne dich selbst, erkenne die Möglichkeiten und nutze alles was dir gefällt. Halte nicht an Traditionen, Moralvorstellungen oder allgemeiner Meinung fest. Richtig ist, was funktioniert!

Zunächst fiel mir auf, dass die meisten dieser wirklich talentierten Spieler keinerlei Hilfen benutzen. Möglichst wenig Autoaim und möglichst wenig Mods. Ich erkannte darin die Vorteile für mein aggressives Spiel. Mein erster Schritt war also mich von immer mehr Mods zu verabschieden und immer weniger auf Autoaim zu vertrauen und so oft wie möglich, auch um Ecken und aus voller Fahrt, selber zu zielen. Als zweites viel mir auf, dass obwohl ich eine sehr gute Mapawareness habe und die Spieler oft richtig einschätzte die Unikums ihren Geist "befreien" in dem sie viel weniger auf Spieler sondern mehr auf die Möglichkeiten der Panzer, ihrer und der der Gegner, und die Positionierung achten. Also erstmal WEG MIT XVM. Und siehe da, ich wurde öfter am Anfang überrascht, wo denn bestimmte Panzer auftauchten, habe aber meine Panzer viel besser eingesetzt und vor allem immer dort eingesetzt wo ich den Panzer am sinnvollsten sehe.

Während meines Aufenthaltes bei AS4P führte WG auch die neuen Richtlinien zum Fairplay ein und es gab plötzlich verbotene Mods auf dem EU Server, mit dem dauerhaften Damoklesschwert des Permabanns über den Köpfen aller Moduser. Durch dieses Risiko und den grade erst kennengelernten Statsfetischismus bis Statsfanatismus und seine negativen Auswirkungen entschied ich mich ab Ende 2016 komplett auf alle Mods zu verzichten. Das war nach über 2 Jahren mit XVM ne gewaltige Umstellung und meine Stats brachen für 1-2 Monate auch ein. Aber danach ging es umso steiler vorwärts.

Mein Fokus wechselte von den Spielern und ihren Stats zu den Panzern, den Positionierungen, den Karten und den Gefechtsabläufen. Besser gesagt, ich konzentrierte mich mehr auf das was im aktuellen Gefecht passiert, als auf die Dinge, die durch vorherige Gefechte geschaffen wurden. Jede zusätzliche Information lenkt ab. Und wer sich ablenken lässt, der spielt schlechter als er könnte. Das war bei mir mit Mods anscheinend der Fall.

Nun ist nicht jeder direkt mit XVM überfordert und einige können sicherlich Nutzen daraus ziehen. Ich denke vor allem im mittleren Spielersegment zwischen 1000 und 2000 WN8 lässt sich durch Beobachtung besserer Spieler einiges dazulernen. Daher rate ich jetzt nicht allgemein von Mods oder XVM ab, ich rate auch hier wieder zu vernünftiger Selbstreflexion.

Achter Tipp: bei allen deinen Mods, vor allem XVM, solltest du dich stehts fragen, ob diese wirklich hilfreich sind und deinen Lernprozess unterstützen! Wie gesagt, alles an Information, dass du nicht direkt verarbeiten und bewerten kannst lenkt dich ab! Unikumgameplay abzuliefern und gleichzeitig noch alle Mods im Auge zu behalten ist anstrengender als nur Unikumgameplay abzuliefern! Wenn man ein gewisses Level erreicht hat, dann sind eh die meisten Spieler schwächer als man selbst und man spielt eh immer so, als ob der Gegner wüsste was er tut. Wenn nicht, läuft man Gefahr sich durch falsche Einschätzung zu Fehlern hinreißen zu lassen. Geht man stumpf davon aus, dass die Gegner das richtige tun, dann sind ihre Stats egal!

Ähnlich nur genau andersrum ist das bei schwachen Spielern. In dem Moment, wenn ihr ein Unikum anders als Gegner behandelt als andere Spieler, erhöht ihr den Einfluss des Unikums. Ob ihr es fokussiert oder wegyodeln wollt, ob ihr besonders vorsichtig spielt, vor ihm abhaut und und und. Das alles sind Entscheidungen, die erstmal nichts mit dem Gefechtsablauf zu tun haben und mit denen ein Unikum rechnet! So bescheuert das klingt, am wenigsten Vorteil gebt ihr dem Unikum, wenn ihr es wie jeden anderen Spieler bekämpft. Dazu mal eine ganz logische Betrachtung: Unikums sind am besten darin Schaden zu vermeiden. Wenn du ein Unikum fokussierst, dann konzentrierst du dich auf den Gegner, der am schwersten auszuschalten ist. Das bevorteilt alle Gegner um das Unikum. Manchmal ist der Fokus auf mich so schlecht und offensichtlich, dass ich das richtig taktisch nutzen kann.

Mit anderen Mods, die euch das Spiel erleichtern sollen ist es ähnlich. Es gibt keine Möglichkeit, wie Mods Spielmechaniken aushebeln. Alles was auf dem Server berechnet wird bleibt von Mods unangetastet. Also was ändern Mods genau? Eure Eingabe- und Anzeigemöglichkeiten. Nur ist alles, was ihr eingebt Übung und alles was Mods für euch eingeben oder anzeigen fehlende Übung. Das bedeutet, je mehr ihr von Mods erledigen lasst, desto schlechter werdet ihr als Spieler. Auch hier können Mods eure Stats kurzweilig beeinflussen im Vergleich zum Spielen ohne Mods. Aber bei einem Spiel indem man tausende Gefechte fährt ist das größte Gut die eigene Erfahrung. Nehmt euch das nicht nur aus Bequemlichkeit weg! Übung macht den Meister, nicht Faulenzen. Seid ihr am Anfang oder mitten drin im Lernprozess mögen euch diese „Stützräder“ wohl helfen zu lernen. Aber jeder erreicht irgendwann den Punkt an dem die Stützräder mehr behindern als helfen! Habt ihr jemals wen bei der TourdeFrance mit Stützrädern fahren sehen?

Damit bin ich ziemlich am Ende angelangt. Seit ich diese Tipps möglichst ehrlich anwende habe ich mehr Spaß und bin erfolgreicher im Spiel. Das wichtigste für mich ist die Motivation und den Spaß zu erhalten. Danach kommt der Sieg und alles andere. Ich habe akzeptiert meinen Zenit erreicht zu haben und suche nun nur nach Wegen meine Version des Spiels mit möglichst viel Spaß umzusetzen. Dafür setze ich mir ganz kleine Etappenziele und versuche möglichst wenig zu tryharden. Tryharden hat jetzt nicht viel mit Setups oder Panzerwahl zu tun, tryharden nehme ich wörtlich: etwas hart versuchen. Da steckt das Krampfhafte schon mit drin. Das will ich nicht. Für meine Erfolge setze ich inzwischen mehr auf Kontinuität und Zufall. Irgendwann hab ich wieder nen Erfolgserlebnis und freu mich. Ich habe nicht mehr den Anspruch irgendwas in WoT zu erzwingen.

Dinge wie Grinden, Missionen, Gunmarks, WN8 etc... kommen halt oder kommen nicht. Meine Recent WN8 springt zwischen 2000 und 4500 hin und her. Je nachdem was ich grad für nen Blödsinn anstelle. Und ich stelle gerne viel Blödsinn an. Ganz selten hab ich auch mal wieder Lust auf tryharden. Aber nur zur Abwechslung, nicht als Dauerzustand!

Wer Probleme hat sich zu motivieren sollte sich zwei Fragen stellen:
1. Habe ich Ziele? Was sind meine Ziele?! Was die Zwischenerfolge? -> Schaffe dir selbst Erfolge und Motivationen. Setze dir neue Ziele. Regelmäßig!
2. Sind meine Ziele/Ansprüche zu hoch um sie kurzfristig zu erreichen? -> Dann setzt dir passendere/leichtere Ziele. Zur Not begnüge dich mit dem was du hast!

Neunter Tipp: Bei alledem nie vergessen, dass jeder Druck nur aus dir selbst heraus entsteht. Du verlierst absolut NICHTS im Leben, wenn du hier mal ne Pause machst. Wenn du mal ne Belohnung nicht bekommst oder verpasst oder wenn dir andere in WoT auf die Fresse geben. Glücklich wird der, der versteht zu verzichten und sich an den kleinen Dingen erfreuen kann. Auch in WoT.

Dieser Thread soll vor allen Dingen zeigen, dass der Lernprozess in WoT aufgrund all seiner Komplexität ne langwierige Sache ist. Das kann frustrieren. Und nur, weil man spontan kaum bis keine Ergebnisse erzielt oder in seinen Stats sieht, sollte man noch lange nicht aufgeben. Solange ihr den Wunsch habt besser in WoT abzuschneiden, als ihr aktuell tut, solltet ihr auch versuchen euch zu verbessern. Jeder macht Fehler und jeder kann immer was lernen. Egal wo ihr grad steht. Fragt euch nur immer, woran ihr mehr Spaß habt und ob sich der Aufwand wirklich lohnt.

Nur, wer nicht an seinen Fehlern arbeiten will, der braucht sich auch über nichts beschweren!

Ich fasse die Tipps hier jetzt nochmal kurz zusammen und notiere grob dazu ab wann und warum diese für mich persönlich wirklich hilfreich waren. Aber das ist nur ein Beispiel. Jeder muss selber erkennen oder erfragen wo er steht und was der beste nächste Schritt ist. Ergänzungsvorschläge sind auch gerne gesehen. Lasst uns gemeinsam profitieren.

1. Spieler, die besser werden wollen, sollten erstmal weniger auf Schaden/Stats sondern grundsätzlich auf Sieg fahren. Hab ich von anfang an getan und war ein großer Vorteil. Wenn ihr euer Spiel auf Sieg umorientiert, kann es sein, dass andere Stats erst einmal einbrechen. Nehmt das hin und lasst davon nicht runterziehen. Der Erfolg kommt!

2. Egal wie viel man spielt oder wie gut man spielt, man sollte sich gleichgesinnte Spieler suchen um gemeinsame Gefechte zu bestreiten und gemeinsam besser zu werden. Hat bei mir etwa 6000 Gefechte gedauert, war ein großer Fehler. Man braucht nicht oft oder immer mit anderen fahren. Aber so lernt man einfach am schnellsten.

3. Kritik ist wichtig, aber nur hilfreich, wenn sie ehrlich und ungeschönt ist. Seid immer ehrlich zu euren Mitspielern und sucht euch ehrliche Kritiker. Ist fließend, gab immer ehrliche Kritiker, aber seit etwa 20000 Spielen trenne ich mich von unehrlicher Kritik, manchmal nehme ich Rücksicht um Platoonpartnern den Spielspaß nicht zu versauen, aber grobe Fehler lasse ich nicht unangesprochen, egal wer sie macht.

4. Immer erreichbare Ziele stecken um sich zu motivieren und dazu am besten Pläne machen, wie man diese Ziele mit möglichst wenig Aufwand erreicht. Irgendwann fing ich an meinen Account zu planen, seither ein konstanter Prozess, immer wenn mir Motavtion fehlt denke ich mir neue Ziele aus, Planung und Erfolge gehen Hand in Hand.

5. Setzt euch auch beim Lernen erreichbare Ziele. Wisst ihr nicht, was als nächstes sinnvoll ist, dann lasst euch beraten. Als Autodidakt hab ich viel Zeit verschwendet und mehr über ausprobieren und das Wiki als über Beratung gelernt, ich bin zum Beispiel viel zu spät ins Forum gekommen. Lernziele hab ich mir immer gesteckt, sobald ich die alten vergessen habe. Heute lerne ich nicht mehr wirklich neu, ich aktualisiere mein Wissen und probiere aus.

6. Lernt wieder auf eure Stats zu pfeifen! Das tue ich seit etwa 2 Jahren bzw. seit etwas über 30.000 Gefechten. Ich kontrolliere meine Stats zwar regelmäßig, habe aber keine festen Ziele, Superunikum hab ich mir abgeschminkt, zu viel Aufwand um für mich Spaß zu bedeuten oder anders gesagt, mir fehlt das Talent um das ohne extremes Tryharden zu schaffen.

7. Erkennt eure eigene Spielweise und was sie - positiv wie negativ - ausmacht. Versucht Spieler und Situationen zu finden, mit denen dies zu eurem Vorteil wird. Das habe ich schon immer versucht, seit ich mit anderen Spielern spiele. In meinem Noobclan war ich der Mann für Scouts. Allerdings ist meine eigene Einschätzung mit den Jahren immer exakter geworden, je mehr verschiedene Panzer, Taktiken und Platoonpartner ich ausprobiert habe. So ab 25.000 Spielen würd ich sagen konnte ich mich selbst vernünftig einschätzen. Das entwickle ich stehts weiter und ändert sich auch mit dem Spiel/Meta. Zur Zeit ist mein größtes Defizit Erfahrung in reinen 10er Gefechten.

8. Bei allen Mods, vor allem XVM, stehts hinterfragen, ob diese wirklich hilfreich sind und den Lernprozess unterstützen! Einen echten Vorteil hatte ich im Nachhinein betrachtet zwischen etwa 10000 und 20000 Spielen, bei meiner Entwicklung vom Gelbling zum Grünling, davor gabs quasi keine Vorteile nur Schnickschnack, danach wurden die Mods mit jedem bisschen, dass ich besser wurde hinderlicher. Heute will ich keine Mods mehr haben!

9. Bei alledem nie vergessen, dass jeder Druck nur aus dir selbst heraus entsteht. Du verlierst absolut NICHTS im Leben, wenn du hier mal ne Pause machst. Das sollte jeder von Zeit zu Zeit mal versuchen, einfach auf WoT oder gewisse Belohnungen pfeifen. Es braucht einen kleinen Ruck, aber dann folgt Erleichterung. Ich rate allen so oft wie möglich bewusst auf Dinge zu verzichten und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Verzichtet man oft genug, fällt es immer leichter und man kann sich dem “Zwang” durch z.B. Marathons wesentlich leichter entziehen.

Und jetzt füge ich noch einen letzten Punkt hinzu, der vorher noch überhaupt nicht angesprochen wurde, weil ich finde, dass es eigentlich ne Selbsverständlichkeit sein sollte.

10. Vertraut in die Spielmechaniken, die Teams und den Willen aller zu siegen!

In WoT hat fast jeder irgendwann mal seinen Aluhut auf. Mancher öfter mancher seltener. Aber ob manipuliert oder nicht, Vorurteile oder nicht, wenn man dem Spiel vertraut und nach seiner Theorie arbeitet, dann wird man belohnt! Daran glaube ich fest. Darum werde ich demnächst einen Thread zum WoT Wiki eröffnen um dort gezielt Fragen zu den Mechaniken und zum Wiki zu beantworten. Das möchte ich aus diesem Thread erstmal möglichst fernhalten.

Außerdem glaube ich fest daran, dass die Mehrheit der Spieler bewusst oder unbewusst auf den Sieg im einzelnen Gefecht hinkämpft. Auch darauf vertraue ich und setze jedes Gefecht von neuem darauf. Ich werde lieber regelmäßig mal enttäuscht und nehme dafür jedes bisschen Teamplay mit das sich anbietet, als mich meinen Teams von anfang an zu verweigern und so jedes Gefecht gegenseitigen Frust zu erzeugen.

Wer sich ehrlich verbessern und siegen will, der muss zunächst alle Aluhüte, denen er sich bewusst ist, von sich werfen. Akzeptiere, dass ähnliche oder nahezu gleiche Grundbedingungen für alle herrschen, auch beim RNG. Du darfst nicht aufgeben und musst zu deinen Fehlern stehen. Akzeptiere deine Teams, akzeptiere deine Gegner und alle Ungerechtigkeiten. Akzeptiere Glück des Gegners und eigenes Pech. Versuche das Positivste aus möglichst vielen deiner Teams zu holen. Wie sagt man so schön? Immer auf das Beste hoffen und mit dem Schlimmsten rechnen. Den ersten Teil davon vergessen die meisten WoT Spieler leider.

Den Thread hier möchte ich mit euch zusammen nutzen um möglichst vielen Spielern, die sich hierher verirren zu helfen. Erstmal zu erkennen wo sie stehen, dann was die besten Schritte zur Verbesserung oder für neue Motivation wären und wie man das am besten umsetzt.

Dafür lade ich natürlich alle ein über meine Ratschläge zu diskutieren und evtl. noch etwas anzupassen. Dies soll auch keine Selbstdarstellung sein, auch wenn es teilweise so klingt. Ich habe einen sehr langwierigen Lernverlauf gehabt und hatte mit vielen typischen Problemen zu kämpfen. Und mir wurde mehrfach zugetragen, dass so eine Darstellung doch sehr interessant und lehreich sein könnte.

Für alle die, die Hilfe suchen oder anbieten wollen:

Dieser Thread wird bestimmt sehr umfangreich. Darum bitte ich euch keine direkten Fragen zu Spielmechaniken zu stellen und eure Anliegen möglichst aussagekräftig zu formulieren. Dieser Thread soll Hilfe zum Besserwerden und eigenständigen Lernen sein und nicht viel mehr. Ich bitte darum Offtopic und inhaltslose Kommentare zu vermeiden. Jeder ist willkommen, der besser werden will oder Ratschläge hat. Ich will die Erklärungen und Hilfen bei weitem nicht alleine stemmen.

Ich stelle mir hier Replayanalysen, Statsdiskussionen, Problemdiskussionen, Motivationsvorschläge oder auch einfach nur eigene Beispiele und Betrachtungen zum Thema vor. Was immer euch einfällt! Dieser Thread soll Anlaufstelle für all jene werden, die in ihrer Entwicklung stagnieren, keine Motivation finden, aufgegeben haben oder schlicht überfordert sind besser zu werden. Unabhängig davon wie gut sie sind!

Ich denke, wenn sich alle benehmen und ich ein paar mal die Mods durch den Thread jage, wird sich das alles von alleine finden. Aber grad am Anfang reisst euch bitte am Riemen. Ich würde den Thread gerne dauerhaft gestalten. Der zum Wiki folgt wenn ich Zeit habe und wird dann hier statt diesem Abstaz verlinkt. Anregungen wie ich die Formatierung etwas übersichtlicher gestalte nehme ich gerne entgegen. War erstmal genug Arbeit die Bruchstücke alle zu einem Posting in einem Format zusammen zu fügen.

Das hier ist mein zweiter Thread, den ich bisher im Forum erstelle. Ich bin noch Noob was das angeht. ;)
 


Edited by Evil_Friedel, 23 March 2019 - 12:49 AM.


Eletael #2 Posted 21 March 2019 - 11:11 PM

    Lieutenant

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Vielen Dank :great:

 

Ich bin mir nicht ganz sicher was Du hiermit meinst

 

View PostEvil_Friedel, on 21 March 2019 - 10:57 PM, said:

 

1. Spieler, die besser werden wollen, sollten erstmal weniger auf Schaden sondern grundsätzlich auf Sieg fahren.

 

da für mich Schaden und Sieg ja schon irgendwie zusammen gehören. Durch Schaden schwächst Du das gegnerische Team und kommst schließlich (hoffentlich) zum Sieg.  Oder meinst Du so Dinge die man ab und an sieht das jemand wenn er die Chance hat einen Gegner mit wenig HP zu killen und ein anderes Ziel mit viel HP zu beschädigen er sich gegen den Kill entscheidet?

 


Edited by Eletael, 22 March 2019 - 12:05 AM.


stereoType64 #3 Posted 22 March 2019 - 12:10 AM

    Captain

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Hey Evil

 

Vielen Dank für Deine ausführliche Sicht der Dinge, und überhaupt für diesen Thread.

Ich werde ihn sicher morgen erneut lesen müssen, bzw. immer mal wieder, aufgrund der schieren Masse an Information, aber ich finde es super, dass Du Lernwillige an Deinem Werdegang, an Deinen Entscheidungen und an Deiner Sicht aufs Spiel so offen teilhaben lässt.

 

Mir fallen sicher dutzende Dinge ein, die ich gerne besser machen möchte, aber nicht weiß wie, von "warum sterbe ich in über 8 von 10 Gefechten" bis hin zu "warum kommen bei mir nie mehr als 3000 DMG zusammen", ich hoffe dass im Lauf der Zeit hier einige meiner drängendsten Fragen im Gesprächsverlauf klarer werden.

 

Von mir ein ganz dickes Like :medal:



Evil_Friedel #4 Posted 22 March 2019 - 12:28 AM

    Lieutenant Сolonel

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View PostEletael, on 21 March 2019 - 11:11 PM, said:

Vielen Dank :great:

 

Ich bin mir nicht ganz sicher was Du hiermit meinst

View PostEvil_Friedel, on 21 March 2019 - 10:57 PM, said:

1. Spieler, die besser werden wollen, sollten erstmal weniger auf Schaden sondern grundsätzlich auf Sieg fahren.

da für mich Schaden und Sieg ja schon irgendwie zusammen gehören. Durch Schaden schwächst Du das gegnerische Team und kommst schließlich (hoffentlich) zum Sieg.  Oder meinst Du so Dinge die man ab und an sieht das jemand wenn er die Chance hat einen Gegner mit wenig HP zu killen und ein anderes Ziel mit viel HP zu beschädigen er sich gegen den Kill entscheidet?

Schaden und Siegrate hängen fest zusammen, das stimmt wohl. Aber während der Sieg allumfassend alles was du richtig machst beinhaltet, ist Schaden nur einer von vielen Faktoren. Leider ist aber der Schaden, oder auch WN8, immer mit das erste, was den Leuten einfällt, wenn sie die eigene Leistung oder die anderer bewerten sollen. Und das ist aus meiner Sicht ein grober Fehler. Wie ich im Startpost erklärt habe, habe ich von anfang an Siegraten über 50% eingefahren. Als völliger Anfänger, alleine und mit mieser WN8 bzw. schlechtem Schadensverhältnis. Es können auch gar nicht alle Spieler gute Schadensverhältnisse erspielen wie immer verlangt wird. Denn Artys und TDs machen als gut gespielte Supporter ganz alleine mehr Schaden als ihre HP. Würden alle Spieler in einem Team alles richtig machen, dann hätten alle Scouts, Mediums und Heavies weniger ausgeteilten Schaden als ihre HP. Rein mathematisch.

 

Wenn man also nur seinen Schaden betrachtet, oder ihm eine übermäßige Priorität einräumt, dann werden viel wichtigere Dinge, wie Teamplay darunter gewichtet.

 

Aber wenn man sich selbst verbessert und an allen Aspekten arbeitet, dann kommt der Schaden, wie ich auch oben schrieb, ganz von alleine! Für Spieler die sich verbessern wollen ist es wichtig das zu erkennen und sich von Dogmen anderer Spieler zu befreien. Schaden/WN8 ist eben nicht alles. Der Sieg ist alles. Und wer öfter siegt obwohl er weniger Schaden macht ist der bessere Spieler!

 

PS: Danke für das Vertrauen der Mods! Hat keine 5 Minuten gedauert und der Thread war gepinnt! Fühl dich geliked, wer auch immer du bist. :girl:

 

PPS: ich passe die Formulierung mal etwas an und ändere das auf "Schaden oder andere Stats"

PPPS: persönliche Einleitung entfernt... war nach der Veröffentlichung auf der Homepage irgendwie fehl am Platz


Edited by Evil_Friedel, 22 March 2019 - 08:49 PM.


Eletael #5 Posted 22 March 2019 - 07:01 PM

    Lieutenant

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View PostEvil_Friedel, on 22 March 2019 - 12:28 AM, said:

 

PS: Danke für das Vertrauen der Mods! Hat keine 5 Minuten gedauert und der Thread war gepinnt! Fühl dich geliked, wer auch immer du bist. :girl:

 

Gratulation. Du hast es sogar in die aktuelle Panzer Post geschafft. :medal:

 

https://worldoftanks.eu/de/news/community/panzer-post-9/



Evil_Friedel #6 Posted 22 March 2019 - 08:05 PM

    Lieutenant Сolonel

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Na das sehe ich doch mal gerne. Ich weiss zwar nicht wie die Mühlen des Forums genau arbeiten, aber es scheint ja doch Leute zu geben, die die Inhalte hier bewerten. Ich nutze das dann gleich mal um eine kleine Anleitung zu schreiben, wie ihr hier am schnellsten Hilfe bekommen könnt. Denn dieser Thread soll kein einfacher Frage&Antwort Katalog werden. Habt ihr Fragen zu einzelnen Dingen, dann gibt es passendere Threads dazu. Eine kleine Auswahl gebe ich hier schonmal vorweg. Habt ihr eine kurze oder einfache Frage, bzw. wollt ihr eine kurze und einfache Antwort, dann empfehle ich euch nicht hier zu fragen! Denn hier wollen wir Spielern dabei helfen selbstständig zu lernen.

 

Im Gameplay Forum gibt es drei gute Threads:

Fragen? Die Community antwortet! - In diesem Thread könnt ihr gut allgemeine Fragen stelllen und kurze Meinungen einholen. Jeder darf fragen, jeder darf antworten. Eignet sich besonders um sich genauer über aktuelle Änderungen zu informieren, Fragen zu aktuellen Specials zu besprechen und um sich möglichst schnell in nicht so entscheidenden Dingen beraten zu lassen.

Frag doch das Unikum (ersten Post lesen!) - Alles was etwas komplizierter ist oder erweiterte Tipps zum Gameplay könnt ihr hier erfragen. Die Antworten sind meist auch kurz, aber nach Regeln des Threads dürfen nur wirklich gute Spieler antworten. Es geht also um tiefere Einblicke ins Spiel und darum euch zu helfen Unikums und ihre Spielweisen zu verstehen und Teile dessen, was ihr dort erfahrt auch für euer Spiel anwenden zu können. Fragt aber bitte nicht zu viel Belangloses, dafür ist der erste Thread besser geeignet.

Private Missions Support Thread - Wie der Name schon sagt, dreht sich hier alles um Missionen. Bitte nutzt diesen Thread für nichts anderes. Der Vorteil ist, dass im Gameplay Forum viel mehr Spieler, als hier bei den Hilfen, unterwegs sind. Die Chance, dass sich jemand schnell um euer Problem kümmern kann, ist hier also recht hoch. Genau wie in den anderen beiden Threads.

 

Bitte erstellt keine Threads im Gameplay Forum wenn ihr Fragen habt! Der Raum dort ist für Diskussionen und wird auch so genutzt. Das bedeutet, die wenigsten dort werden euch direkt helfen, sondern die meisten werden erstmal über euch urteilen und eure Frage(n) genau wie euren Account sezieren. Das kann grad bei schlechten Accounts und hohen Erwartungen zu mehr Streit als Hilfe führen. Ich werde mir in Zukunft auch ein Post ähnlich diesem ausdenken, um die Hilfesuchenden aus dem Gameplayforum an die richtigen Adressen zu schicken. Wer wirklich Hilfe haben will, sollte das Gameplay Forum besser meiden!

 

Falls ihr technische Fragen zum Clienten, euren PCs, Internetproblemen etc. habt, dann seid ihr in der Technikecke richtig aufgehoben. Dort sind ausreichend Spieler vorhanden, die euch gerne bei euren Problemen helfen. Am besten erstellt ihr dazu aber auch parallel ein Ticket beim Support! Denn wenn viele Spieler das gleiche Problem haben, dann sucht WG auch schnelle Lösungen. Durch diese zweiseitige Kommunikation profitieren also alle!

 

Wenn ihr in irgendeiner Form Probleme mit anderen Spielern habt, dann schreibt dazu bitte ÜBERHAUPT NICHTS im Forum. Das ist nach den Forenregeln verboten und sorgt nur für Hetze gegen euch oder die besagten Spieler. Genauso braucht ihr nichts zu verhängten Sanktionen oder Problemen mit dem Support schreiben. Regelt das alles ausschließlich über Tickets oder fragt WG Mitarbeiter hier im Forum um Hilfe und Rat. Die erkennt ihr an roter Schrift bzw. Titel unter ihren Profilbildern. Kontaktiert die einfach per PN. Aber bedenkt, dass ihr die nicht für jede Kleinigkeit anschreiben solltet. Die meisten bieten ihre Hilfe zusätzlich neben ihren normalen Tätigkeiten an.

 

Falls eure Tickets nicht zu eurer Befriedigung bearbeitet werden, dann bleibt trotzdem sachlich und freundlich. Die Supportmitarbeiter arbeiten nur nach ihnen gegebenen Bestimmungen und können auch nichts ändern. Ihr könnt aber eure Tickets wieder eröffnen und bei der Sache bleiben. Irgendwann rutscht ihr in der Supporthierachie bergauf und gelangt an Supportmitarbeiter mit immer mehr Kompetenz und Fügungsgewalt. Da muss man einfach Geduld und Ausdauer beweisen. Meine Tickets sind bisher bis auf eine einzige Ausnahme völlig korrekt und zu meiner Zufriedenheit bearbeitet worden.

 

Bei spezifischen Fragen zu Karten oder Panzern, lest euch erstmal die verlinkten Bereiche durch und stellt am besten dort Fragen. Da sind zwar nicht so viele Leute aktiv, aber vielleicht lässt sich das in Zukunft ja noch etwas verbessern, wenn wir die Hilfesuchenden aus dem Gameplayforum und die hilfsbereiten Spieler mal etwas mehr in diesen Forenbereich locken.

 

Ansonsten findet ihr hier im Tipps&Hilfen Bereich schon viele gute Guides und Ratschläge. Davon ist manches leider veraltet, darum scheut euch nicht viel zu fragen. Findet ihr keinen passenden Thread erstellt hier ruhig eure eigenen Themen. So kann man gezielter auf eure Fragen eingehen. Im Neueinsteiger-Bereich findet ihr auch noch Hilfen und Ratschläge, die aber eher allgemeiner Natur sind und euch bei den Basics helfen sollen. Dort findet ihr aber vor allem auch Spieler, die bereit sind mit euch im Spiel zu üben, wie das DEPAC oder Paten. Wer an sowas Interesse hat, keine Scheu, einfach fragen.

 

Ich werde im Laufe der nächsten Wochen noch einen Thread zu Spielmechaniken und dem WoT-Wiki erstellen. Fragen diesbezüglich könnt ihr dort dann ausführlich mit den anderen Teilnehmern des Threads diskutieren und ich werde immer wieder einige meiner über die Jahre angesammelten Erklärungen für den Thread umschreiben. Bis dahin wendet euch für solche Fragen am besten an die Threads oben aus dem Gameplay Forum, oder erstellt eigene Threads hier im Tipps&Hilfen Bereich.

 

Hilfe zur spielerischen Entwicklung

 

Dieser Thread soll etwas anders ablaufen. Ich möchte euch hier helfen euch selbst zu helfen. Das bedeutet wir versuchen festzustellen, was eure größten Schwächen sind und welche Vorteile ihr aus eurer Spielweise ziehen könnt. Daraus ergeben sich meist so schon einige Dinge, die ihr selbstständig üben könnt. Über eure Probleme dabei, Fortschritte und nächsten Schritte können wir uns dann weiter austauschen, damit ihr nicht ins Stocken geratet. Für einen ersten Eindruck und Hilfen sind Replays meist die beste Wahl. Um ein Replay zu posten müsst ihr zunächst in euren Optionen die Aufnahme aktivieren (keine Angst frisst weder Leistung noch viel Platz) und die dann hochladen und hier verlinken. Im Neueinsteiger Bereich gibt es da bereits eine gute Anleitung zu. Die braucht ihr nur befolgen und damit wäre die meiste Arbeit schon getan.

 

Damit jetzt der Thread nicht völlig überladen mit Replays und Hilfegesuchen wird, bitte ich euch, euch selbst etwas zu zähmen. Lernen ist ein langwieriger Prozess und hier werden bestimmt viele gerne Hilfe annehmen. Darum postet möglichst nicht mehr als 1-2 Replays auf einmal und wartet geduldig auf die Analyse. Vielleicht hilft es auch bereits analysierte Replay von anderen zu betrachten um Fehler, zu denen man selber neigt auch zu erkennen. Ich bitte alle Kommentare zu vorhandenen Replays distanziert und ohne persönliche Wertung vorzunehmen. Wer hier ist, der weiss bereits, dass er was falsch macht und will Hilfe. Da hilft es nicht ihn zu verurteilen oder die Fehler zur Selbsprofilierung unter die Nase zu reiben. Ich möchte keine Kritik lesen ohne dann auch passende Vorschläge für besseres Handeln zu sehen!

 

Natürlich kann man auch erstmal ganz allgemein und ohne Replay über eure Probleme reden. Dieser Thread soll ja auch motivieren. Falls euch dazu was passendes einfällt oder ihr grad in irgendeinem Lernprozess festhängt, dann raus damit. Das hilft auch allen anderen, wenn man sieht wie jemand lernt und wo seine Problem dabei liegen.

 

Kurzanleitung für Einschätzungsreplays

 

Damit wir auch nützliche Replays bekommen und nicht immer wieder die "ich war so toll und mein Team so schlecht" Diskusion haben sollte euer Replay...

 

... eine Niederlage sein in der ihr möglichst lange überlebt habt

... oder ein knapperer Sieg in dem ihr wenig beigetragen habt

... ein Panzer sein, in dem ihr besonders Probleme habt

... oder ein Panzer sein mit dem ihr, obwohl er euch liegt, viel verliert

... möglichst 5 Minuten und länger dauern

... keine eurer Bestleistungen sein

... möglichst nicht durch RNG entschieden sein (Blowup, Feuer, Artydurchschlag etc...)

 

Dazu wäre gut, wenn ihr eine ganz kurze Beschreibung abgebt, wie ihr den Panzer ausgerüstet habt und wie ihr ihn spielen wollt. Unabhängig vom Replay. Und dann wenn es euch möglich ist eine kurze Erläuterung, was ganz zu Beginn des Gefechtes euer "Plan" oder eure "Idee" für dieses Gefecht war, bzw. warum ihr wo hingefahren seid. Der Rest ergibt sich dann aus der Analyse und Besprechung dieser.


Edited by Evil_Friedel, 22 March 2019 - 08:37 PM.


LarsJohannson #7 Posted 23 March 2019 - 08:37 AM

    Warrant Officer

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Ein Tipp von mir, aus meiner Perspektive als Arty-Spieler, aber zumindest für die große Masse aller Durchschnittsspieler allgemeingültig, wie ich meine:

 

Es gibt keine schlechten Gefechts-Karten.

 

Manche Karten sind schwierig zu spielen, auf den ersten Blick vielleicht sogar 'unspielbar' (aus Artysicht).

Was tun? - Das Kanonenrohr gegen die nächste Wand drehen und abdrücken? Also Selbstmord begehen, um schnell ins nächste Gefecht zu gelangen?

Nein.

 

Wer sich halbwegs ernsthaft mit dem Spiel beschäftigt, wird nach Lösungen für solche schwierigen Karten suchen. 

Mein Ansatz war der Übungsraum.

Hierzu habe ich zwei Nebenaccounts (es geht auch mit einem, dann hat man aber keinen Beobachter / Beleuchter) angelegt und mir die Schusskanäle auf Paris (nur als Beispiel) gesucht, die es tatsächlich gibt.

In drei Stunden (in einem speziellen) Übungsraum lernt man mehr als in wochenlangen Random-Spielen, denn dort ist die Situation völlig anders.

 

Grüße vom Lars

 

 

 

 

 



RostNroll #8 Posted 23 March 2019 - 09:16 AM

    Corporal

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zu Beginn erst einmal vielen Dank Friedel für den umfangreichen Beitrag.

Aufgrund des vielen Inhalts muss zumindest ich mir das in Ruhe Absatz für Absatz durchlesen und sacken lassen, viel zu schade, um nur querzulesen.

Den Kommentar des Galliers zu deinem Punkt Nr. 10 kann ich aber zumindest teilweise bestätigen. Auch wenn er das etwas überheblich und überspitzt rüberbringt, der Kern der Aussage ist leider richtig.

Ich hab' keinen Aluhut auf und suche die Fehler zuallererst bei mir (wobei ich im Rückblick oft genug fündig werde). Ich bin auch kein doller Spieler, aber versuche zumindest im Rahmen meiner Möglichkeiten zu wirken.

Viele Spieler aber können oder wollen nicht einmal das! 

Insofern, nach einem desaströsen Abend wie gestern mit einer Verlustrate von ca. 70% ist ein Beitrag wie der deine genau richtig, um mich nicht die Lust am Spiel verlieren zu lassen und wieder motivieren zu können.

Also auch das eigene Spielen erneut  mit ein bisschen Distanz zu gestern zu reflektieren und zu überlegen, was falsch lief von meiner Seite und nicht (nur) auf die Fehler der Mitspieler zu schauen. Denn: wer anderen die Schuld gibt, der gibt ihnen die Macht.

Also: danke nochmals für die Mühe, die du dir machst und ich behalte das Thema im Auge :)



Eletael #9 Posted 23 March 2019 - 12:20 PM

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Da hier gerade wieder das übliche meine Teams sind so schlecht und viele Spieler wollen gar nicht Siegen los geht muss ich sagen ich bin hier voll bei Friedel. Klar gibt es einige wenige die sich entziehen, Selbstmord begehen oder ähnliches aber der Großteil spielt im Rahmen seiner Möglichkeiten mit und will auch siegen. Wenn ihr euch für gute oder auch nur mittelmäßige Spieler, denn wer in der Mitte steht ist damit auch besser als die untere Hälfte, haltet ist es daher auch Eure Aufgaben diese miteinzubeziehen. Wenn beispielsweise auf Minen viele die Base campen und daher der Hügel verloren geht versuche ich den Hügel durch Proxyspotten offen zu halten, dadurch gebe ich den Base Campern Ziele zum beschiessen und verwehre dem Gegner allzu viele Vorteile aus dem Hügel zu ziehen. Wenn ich mir meine verlorenen Spiele im Replay ansehe sehe ich eigentlich immer Dinge die ich hätte besser machen können vielleicht wären auch ohne meine Fehler einige dieser Spiele trotzdem verloren worden aber eines ist klar auch ein Niederlage ist immer eine Teamleistung und von einer Mitschuld daran kann sich eigentlich nie einer frei sprechen.



RostNroll #10 Posted 23 March 2019 - 12:43 PM

    Corporal

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View PostEletael, on 23 March 2019 - 12:20 PM, said:

Wenn ich mir meine verlorenen Spiele im Replay ansehe sehe ich eigentlich immer Dinge die ich hätte besser machen können vielleicht wären auch ohne meine Fehler einige dieser Spiele trotzdem verloren worden aber eines ist klar auch ein Niederlage ist immer eine Teamleistung und von einer Mitschuld daran kann sich eigentlich nie einer frei sprechen.

 

...und genau da bin ich doch voll bei dir, falls du meinen Beitrag anders verstanden haben solltest.



Evil_Friedel #11 Posted 23 March 2019 - 01:54 PM

    Lieutenant Сolonel

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Leider hab ich dies Wochenende keine Zeit um hier groß aktiv zu werden, aber bevor ich ins Wochenende starte wollte ich eurer kleinen Debatte etwas hinzufügen.

 

Der zehnte Punkt mit dem Vertrauen ist wohl das, was die größten Streitigkeiten und Frustrationen auslöst. Denn je öfter das eigene Vertrauen, ob in Mitspieler oder Spielmechaniken oder auch in sich selbst, entäuscht wird, desto weniger trauen und vertrauen wir uns in Zukunft. Das ist eine menschliche Blockade die noch aus Höhlenzeiten stammt und dient der Selbsterhaltung. Was nicht funktioniert, dass lass lieber sein. Jeder kennt das Gefühl, wenn er ein paar Runden auf die Fresse bekommen hat und sich denkt: "jetzt gehe ich es lieber vorsichtiger an" Das ist im Grunde falsch! Das ist nur mangelndes Vertrauen!

 

Wir Menschen haben uns zu dem entwickelt, was wir heute sind, weil wir diese evolutionäre Barriere durchbrochen haben. Durch Nachdenken vor dem Handeln, Selbstreflexion und Selbstbeherrschung! Und darum geht es mir dabei. Der Frust und die Fehlschläge haben wir alle immer und immer wieder. Aber wir wissen eigentlich auch alle, dass das alles für sich betrachet Einzelfälle sind und keine absolute Regel. Darum müssen wir das akzeptieren und trotzdem einfach das richtige tun, sonst werden wir selbst Teil des Problems! Bei einem Spiel in dem es eigentlich um nichts geht gibt es keinen Grund es nicht immer wieder von vorne zu versuchen, ausser der eigenen Frustschwelle. Ist ja nicht so, dass wir uns ernsthaft verletzen, wenn man mal dem Team vertraut.

 

Das meine ich, wenn ich folgendes schreibe:

Block Quote

 Wer sich ehrlich verbessern und siegen will, der muss zunächst alle Aluhüte, denen er sich bewusst ist, von sich werfen. Akzeptiere, dass ähnliche oder nahezu gleiche Grundbedingungen für alle herrschen, auch beim RNG. Du darfst nicht aufgeben und musst zu deinen Fehlern stehen. Akzeptiere deine Teams, akzeptiere deine Gegner und alle Ungerechtigkeiten. Akzeptiere Glück des Gegners und eigenes Pech. Versuche das Positivste aus möglichst vielen deiner Teams zu holen. Wie sagt man so schön? Immer auf das Beste hoffen und mit dem Schlimmsten rechnen. Den ersten Teil davon vergessen die meisten WoT Spieler leider.

 Der Aluhut ist hier nur Symbol für mangelndes Vertrauen. Aber danke für die Einwände. Evtl pass ich da noch was an.

 

Schönes Wochenende allen zusammen!

 

 



Col_Potter #12 Posted 24 March 2019 - 01:13 AM

    Staff Sergeant

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Hallo zusammen

 

Danke für den Versuch anderen zu helfen. (Natürlich völlig uneigennützig :teethhappy:.)

 

Hin und wieder kommt es vor, das ich sogar eine Gegnerische Übermacht "verwalten" kann und dann plötzlich gerusht werde, weil meine 4-5 supporter allesamt vor mir geplatzt sind. Oder einfach nix tun.

Irgendeine Idee für eine Übung, um den Gesamtüberblick besser im Auge zu behalten?

 

 



LarsJohannson #13 Posted 25 March 2019 - 09:05 AM

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View PostEvil_Friedel, on 21 March 2019 - 10:57 PM, said:

10. Vertraut in die Spielmechaniken, die Teams und den Willen aller zu siegen!

In WoT hat fast jeder irgendwann mal seinen Aluhut auf. Mancher öfter mancher seltener. Aber ob manipuliert oder nicht, Vorurteile oder nicht, wenn man dem Spiel vertraut und nach seiner Theorie arbeitet, dann wird man belohnt! Daran glaube ich fest. Darum werde ich demnächst einen Thread zum WoT Wiki eröffnen um dort gezielt Fragen zu den Mechaniken und zum Wiki zu beantworten. Das möchte ich aus diesem Thread erstmal möglichst fernhalten.

Außerdem glaube ich fest daran, dass die Mehrheit der Spieler bewusst oder unbewusst auf den Sieg im einzelnen Gefecht hinkämpft. Auch darauf vertraue ich und setze jedes Gefecht von neuem darauf. Ich werde lieber regelmäßig mal enttäuscht und nehme dafür jedes bisschen Teamplay mit das sich anbietet, als mich meinen Teams von anfang an zu verweigern und so jedes Gefecht gegenseitigen Frust zu erzeugen.

 

 

 

Dieser Punkt sollte etwas genauer betrachtet werden.

 

Zunächst gehe auch ich davon aus, dass ein hoher Prozentsatz aller Mitspieler tatsächlich mit dem Willen in ein Gefecht geht, zu siegen.

Ich schreibe ganz bewusst von Mitspielern, denn im Random gibt es keine Teams.

Der Wille ist also größtenteils da.

 

Wovon hängt also der Spielausgang ab?

Vom Können jedes einzelnen Spielers das auf Erfahrung und auch Begabung basiert UND dem eingesetzten 'Material' (also dem ausgewählten Panzer).

(Ich benutze kein XVM.)

 

Nach jedem interessanten Gefecht (interessant können auch Niederlagen sein) sehe ich mir die Gefechtsauswertung (eher selten das Replay) an und stelle mir die Frage: Wer hat eigentlich das Spiel entschieden?

 

Bei einem Sieg sind eigentlich immer die Spieler entscheidend, die in der Abrechnung nach Erfahrungspunkten auf den ersten drei bis (manchmal) sechs Plätzen stehen.

Sieht man sich dann die Erfahrung dieser Top-Spieler an, findet man meistens Zahlen im mittleren dreistelligen Bereich (oder höher) für das jeweilige Fahrzeug.

Natürlich gibt es immer Ausnahmen, die aber nichts am Grundsatz ändern.

Gute Spieler können auch Totalausfälle von Mitspielern ausgleichen, aber nur bis zu einer gewissen Grenze. 

'Ohne-sechs-Gefechte' gingen nach meiner Erinnerung bisher immer verloren.

(Ohne-sechs bedeutet, dass sechs Spieler NULL Schaden anrichten.)

 

Kann der Materialvergleich Einfluss auf den Spielausgang haben?

Durchaus, zumindest indirekt.

* Wenn ein Spieler mit einem TOG II antritt, ist er praktisch immer ein zuverlässiger Lieferant von Netto-Schadenspunkten für den Gegner.

* Wenn ich meine Level-5-Grille spiele und mir steht eine Level-5-SU-122A gegenüber, kann ich als sicher annehmen, dass ich im direkten Vergleich die besseren Zahlen schieße.

Sehr selten gibt es auch hier mal Ausnahmen, in Bezug auf den TOG II habe ich allerdings noch keine erlebt.

 

Häufig sind richtige Könner im Gefecht, die alleine mit ihren 6 Abschüssen das Spiel entscheiden. 

Wir, der große Rest an Mitspielern, sind dann bestenfalls deren Unterstützer um nicht zu sagen die Wasserschlepper. Gerne fahren Null-Schaden-Mitspieler in solchen Situationen beim Spielstand von 12 :5 in den Cap, denn sie wollen ja gewinnen...

 

Mitspieler:

Man kann sie sich im Random nicht aussuchen, man muss nehmen, was da ist. 

Ich werde nicht mehr enttäuscht, weil ich NICHTS erwarte sondern im Rahmen meiner Möglichkeiten spiele. Wenn eine SU-100 in einem Busch aufgeht, ziele ich auf sie ein und feuere, auch wenn ich vorher gerade den behäbigen TOG beschossen habe, weil das Ding im Busch gefährlicher ist. Also soll man sich natürlich nicht durch Unterlassung verweigern, sondern im Sinne des Ganzen handeln.

 

Es gibt häufig Gelegenheiten, sich in einem Match über Mitspieler zu ärgern, aber das ist völlig falsch.

Manche Spieler können es nicht besser, manche haben zu wenig Erfahrung, manche (nach meiner Meinung sehr wenige) wollen einfach nur rumballern und freuen sich, wenn es knallt, egal wo.

 

Es ist nur ein Spiel das Spaß machen soll, und wenn man anfängt, sich über Mitspieler zu ärgern, ist man auf dem falschen Weg.

Ich bin selber nicht völlig frei von Ärger, und wenn das zu heftig wird, schalte ich ab und telefoniere mit meiner Freundin.

 

Grüße vom Lars.


Edited by LarsJohannson, 25 March 2019 - 09:10 AM.


stereoType64 #14 Posted 25 March 2019 - 11:27 PM

    Captain

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Ich fange dann mal mit den Replays an :D

 

Folgende Situation:

 

Ich hab mir heute den MT-25 gekauft, der macht mir auch Spaß.

Crew und Equipment siehe Screenshot.

 

Map Mannerheim... Toptier im 5/10, ich dachte, ok, da geht Einiges.

 

Das Gefecht wurde gewonnen, zwar durch Cap, aber wir hätten vermutlich eh gewonnen.

 

Leider war mein Einfluss dabei relativ gering, daher würde ich gerne von Friedel oder der Com wissen, was man hätte anders machen müssen.

 

http://wotreplays.eu/site/4823650#arctic_region-stereotype64-mt-25

 

shot_319.jpg

 

 

 



Skyline72 #15 Posted 25 March 2019 - 11:58 PM

    Lance-corporal

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Habs mir mal angeschaut, am Anfang die Position E4 ist gut um die Querfahrer zu spotten, du bist aber komischerweise Links gefahren, besser rechts runter fahren und dann zu E4. Sollte man immer mit nem Light mal anfahren die Position.

Du bringst dann die Firstspots und schießt auf den ein oder anderen, aber du Peakst ständig obwohl schon mindestens 2-3 Kanonen auf dich eingezielt sind und Kassierst unnötig. Du Peakst dann ständig weiter, bis du für alles was rumfährt nen Oneshot bist. Viel früher wegfahren und woanders neu ansetzen. Z.B. haben Verbündete die rechte Flanke gewonnen, hätte man die Gegnerische Base Spotten können oder dort Schaden machen.

 

Du fährst dann nach Links und fängst an zu Snipern, wahrscheinlich wegen den 50 HP. Wären die Gegner schlauer gewesen, hätten sie Links gepusht, da sie dort massiv in der Überzahl waren.

Achso und statt des Ansetzers ginge auch ne Lüftung. Der MT-25 hat schon ne schnell schießende Kanone und mit BiA macht die Lüftung mehr Sinn. 


Edited by Skyline72, 26 March 2019 - 12:01 AM.


stereoType64 #16 Posted 26 March 2019 - 12:14 AM

    Captain

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Mein Plan war, so schnell es geht auf E4 zu fahren, und die Meds dort aufzumachen bzw zu -halten, deswegen das peeken.

Das hab ich wohl zu oft gemacht :/

Genau, bin dann los nach links, um die beiden Meds zu beschießen, weil die mich ja nicht spotten konnten, bis der Crom dann kam.

 

Also, lieber rechts rum zu E4, wenn das Team nicht reagiert, verlegen und neu ansetzen, richtig?



Skyline72 #17 Posted 26 March 2019 - 12:48 AM

    Lance-corporal

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Auf was soll das Team denn reagieren. Am Anfang kann niemand auf die Firstspots schießen, außer du selbst oder Verbündete die auch zu E4 fahren.

Ansonsten fährt man immer dann weg, wenn eine Position Sinnlos wird und man nicht weiter kommt. Und das war halt da der Fall. Wenn du den Kopf immer an der gleichen stelle raussteckst und immer Schläge dafür Kassierst, wie oft willst du das wohl machen :trollface:



stereoType64 #18 Posted 26 March 2019 - 10:00 AM

    Captain

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View PostSkyline72, on 26 March 2019 - 12:48 AM, said:

Auf was soll das Team denn reagieren. Am Anfang kann niemand auf die Firstspots schießen, außer du selbst oder Verbündete die auch zu E4 fahren.

Ansonsten fährt man immer dann weg, wenn eine Position Sinnlos wird und man nicht weiter kommt. Und das war halt da der Fall. Wenn du den Kopf immer an der gleichen stelle raussteckst und immer Schläge dafür Kassierst, wie oft willst du das wohl machen :trollface:

 

Ehrlicherweise hatte ich auf Support vom Sniper-Hill spekuliert, der leider ausblieb.

Dass die Posi "verbrannt" ist, merke ich leider oft zu spät, gerade in Meds und Lights :sceptic:



Evil_Friedel #19 Posted 26 March 2019 - 02:41 PM

    Lieutenant Сolonel

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Danke erstmal für das Replay, ich editiere diesen Beitrag heute Abend und schreib dann genaueres dazu.

 

Das Replay ist perfekt gewählt, aber näheres dazu später. Erstmal selber zocken! :playing:

 

EDIT: sodele

View PoststereoType64, on 25 March 2019 - 11:27 PM, said:

Ich fange dann mal mit den Replays an :D

 

Folgende Situation:

 

Ich hab mir heute den MT-25 gekauft, der macht mir auch Spaß.

Crew und Equipment siehe Screenshot.

 

Map Mannerheim... Toptier im 5/10, ich dachte, ok, da geht Einiges.

 

Das Gefecht wurde gewonnen, zwar durch Cap, aber wir hätten vermutlich eh gewonnen.

 

Leider war mein Einfluss dabei relativ gering, daher würde ich gerne von Friedel oder der Com wissen, was man hätte anders machen müssen.

 

http://wotreplays.eu/site/4823650#arctic_region-stereotype64-mt-25

 

shot_319.jpg

Ich hab mir das Replay jetzt zweimal kurz angesehen und hab gleich ein paar Dinge gesehen. Du hast da wirklich ein gutes Replay rausgesucht, weil du die ganze Zeit aktiv bist und viel versuchst. Da kann man schon einiges von deinen Stärken und Schwächen erkennen. Ist sonn typisches "ich hab das Gefühl dafür bestraft zu werden alles richtig gemacht zu haben"-Replay.

 

Zuerst möchte ich dich für deine Entscheidungen und die Taktik loben. Du hattest im Grunde immer das richtige vor, nur die Umsetzung, bei der gabs ein paar Probleme. Da muss ich Skyline72 recht geben, es ist sinnvoller, wenn man durch die Senke zu der Firstspotposi fährt. Es geht schneller und außerdem gibt es immer das Risiko eine Konteryoloscouts und dann bist du gute 150m lang frei beschießbar, wenn du von der Ecke mit dem großen Felsen in deine Senke rauscht. Da platzt man gerne mal durch Snapshots oder Camper aus der Gegnerbasis. Zudem kann man unten mittig auch noch nen Schlenker an der kleinen Auffahrt fahren um festzustellen ob Gegnerscouts bereits in den Büschen in der Mitte hocken. Die spotten einen dann nämlich auch am Ende der Senke.

 

Ansonst gabs rein taktisch nur noch ne Kleinigkeit. Der Cromwell ist relativ schnell durchgebrochen und hat die erhöhte Position auf dem Hügel nördlich von dir besetzt. Von da spottet der dich. Das bedeutet, wenn du unten bleiben willst, dann musst du deinen Fokus eher auf ihn, als auf alles andere setzen. Hast du mit deinem Panzer keine Chance gegen einen Panzer der dort oben peekt, dann kannst du eigentlich direkt wegrennen, sobald sich da einer einistet. Dein VK dagegen war relativ schnell alleine an der Ecke ganz im Norden. Dort wo du zum Schluss zum supporten hingefahren bist, hättest du schon 1-2 Minuten eher hinfahren können, dann hättest du seine HP noch mehr ausnutzen und dem Push mehr schaden können. Außerdem bist du aus irgendeinem Grund nicht ganz in die Ecke gefahren. Dort ist ein Busch, den man in mehrere Richtungen zum spotten und snipern nutzen kann. Direkt daneben ist auch noch ne kleine Senke in der man fleißig wackeln kann um es den Gegnern dann noch schwerer zu machen. Dort hättest du bestimmt noch 3-4 Schuss mehr rausbekommen. Du bist im Grunde mitten auf der offenen Fläche stehengeblieben und warst somit ein leichtes Opfer.

 

Aber wie gesagt, im Grunde trotzdem die richtigen Entscheidungen. Nur etwas langsam und nicht perfekt ausgeführt. Da braucht es einfach mehr Übung.

 

Nun aber zum Teil, der viel interessanter ist, nämlich warum du Probleme bei der Ausführung hattest. Wir wollten ja feststellen wo du in deiner Spielentwicklung steckts und was du leicht üben kannst. Da wir erstmal nicht zu tief ins Detail gehen wollen damit du nicht zu viel auf einmal übst gehe ich hier mal die 3 größten Defizite an, die ich spontan bemerkt habe:

 

1. Tunnelblick

2. 6. Sinn

3. Wackelaiming

 

 

1. Den Cromwell hast du erst zu spät bemerkt. Du siehst dich viel um, wenn irgendwo Gegner auftauchen und visierst sie auch gerne nach Schüssen suchend ab. Beim Cromwell tust du das nicht. Daher mein Schluss. Wenn man spotted ist eigener Schaden erstmal nebensächlich. Und solange du Probleme wie dieses hast, solltest du dich erstmal rein darauf konzentrieren beim Spotten selber keinen Schaden zu bekommen. Das gleiche fällt auf, wenn du ein leichtes Ziel erspähst, wie den T-50-2 aufm TD Hügel der Gegner. Da hast du auch erstmal deinen Schaden anbringen wollen und erst danach auf die anderen Gegner reagiert. Das ist wohl auch der Grund, warum du nicht mitbekommen hast, wie schlecht dein Support ist. Du hast mehrere Minuten lang gespottet, aber von deinem Team kam nicht viel. Es waren auch nicht viele Damagedealer in der Lage zu schießen. Die Hälfte deines Spottings hast du nur, weil der T-50-2 sich dort für nichts hat abfarmen lassen. Auf die Panzer im Norden konnte eigentlich niemand wirken.

 

Also... darauf achten, dass möglichst nur Gegner aus deinem Sichtfeld auch auf dich schießen können, oder Deckung suchen, die die anderen Seiten abdeckt. Beim Schießen nicht zu weit reinzoomen, damit möglichst viel von deiner Umgebung siehst. Dein RNG wird nicht besser, wenn du näher ranzoomst. Versuch so wenig wie möglich zu zoomen, vor allem bei aktivem Gameplay. Vielleicht noch etwas öfter umsehen, aber nur, wenn du dadurch nicht zu hektisch wirst. Und dann ganz wichtig als Spotter: geh keine Risiken ein, wenn du keinen Support hast/bekommst. So schnell der selbstgespotte Schaden gemacht ist und so einladend das auch ist, dein Panzer hat ne andere Aufgabe und wenn du ihn für ein wenig Damage zerlegen lässt, dann muss das dein Team später ausgleichen oder du hast zumindest keinen Spielraum mehr.

 

Evtl. hilft es auch deine Minimap größer zu machen. Meine ist etwas größer als meine Handfläche. Das ist aufm 27"Monitor die zweitgrößte Einstellung.

 

2. Das passt noch ganz gut zu 1. aber ist wichtig genug um einen eigenen Punkt einzunehmen. Du hast ein extremes Problem damit einzuschätzen ob du offen bist, gespottet werden kannst und noch viel wichtiger, wie lange du schon gespottet warst. Das kostet dich in diesem Gefecht den Großteil deiner HP und am Ende auch noch den Panzer. Auf deiner Firstspotposition bleibst du nicht ein einziges Mal lange genug in Deckung um den 6. Sinn wieder zu haben. Ein einziges Mal bist du ZUFÄLLIG lange genug ungespottet damit er sich wieder aktiviert. Meist peekst du schon 3-6 Sekunden nach dem letzten Peek erneut. Auch nachdem dein 6. Sinn angeht peekst du immer wieder in die Sicht der Gegner. Dadurch peekst du mehrfach obwohl du noch gespottet warst. Und dabei dann halt in bereits volleingezielte Gegner.

 

Das Gefühl, ab wann man gespottet wird ist ein Erfahrungswert, da hilft nur üben. Aber das Problem mit dem 6. Sinn, dass kannst du direkt angehen und gut trainieren. Übe nach einem Spott solange in Deckung zu bleiben und dabei alle Sichtkontakte GARANTIERT zu unterbrechen, sodass dein 6. Sinn danach garantiert wieder angehen muss. Das ist grob 10 Sekunden nachdem deine Lampe anging oder 2-3 Sekunden nachdem die Gegner zugehen nachdem sie auf dich geschossen haben. Aber nicht immer! Der 6. Sinn wird aktiviert sobald du gespottet wirst. Aber der Spottinintervall von maximal 12 Sekunden fängt dann noch nicht an, sondern erst, wenn keine Sichtverbindung besteht. Wird z.B. dein 6. Sinn aktiviert und danach schießt du nochmal, dann rechne frühestens mit 10s nach dem Schuss!

 

Fürs üben würd ich erstmal gezielt darauf ansetzen erst ungespottet zu werden, nachdem ich gespottet wurde und als Trainingsmasnahme erstmal mit ganzen 15s rechnen. Wenn sich das dann in dein Hirn ein bisschen eingebrannt hat, kannst du von den 15s langsam wieder Richtung 12s arbeiten. Aber übe auf diese Zeit, die du mindestens gespottet bist, zu achten!

 

3. Das ist ne "Kleinigkeit" die ich bei extrem viele Spielern beobachte. Du verziehst dein Zielen. Meistens zielst du erst grob in die Gegend des Gegners und musst dann durch schwenken nach links oder rechts noch etwas anpassen. Dabei "überzielst" du, also fähst mit der Maus weiter als du eigentlich müsstest und dann wieder zurück aufs Ziel. Auch wenn du dich umsiehst wirkt dein Fadenkreuz "wackelig".  Der Grund dafür ist so simpel wie die Lösung: Deine Mausempfindlichkeit ist viel zu hoch!

 

Wot ist kein reiner Egoshooter. Man braucht hier nicht die ultraschnellen Reaktionen und kann den Turm mit ner schnelleren Maus auch nicht schneller drehen. In WoT ist wichtig, dass man wenig streut. Je weniger man sein Fadenkeuz bewegt, desto weniger Streuung und damit RNG haben die Schüsse. Darum empfehle ich dir deine Mausempfindlichkeit stark zu reduzieren. Wirklich stark! In den Optionen würde ich für dich den Balken der Empfindlichkeit für Arcade-Zielen halbieren und den fürs Zielfernrohr-Zielen auf ein Drittel oder soagr ein Viertel reduzieren. Bisher haben sich alle denen ich diesen Rat gab sehr dafür bedankt und einige haben das sogar noch weiter reduziert.

 

Sei ruhig großzügig dabei. Ruhig direkt richtig wenig. Denn ist die Maus zu langsam bemerkst du das wesentlich schneller, als wenn es noch zu viel ist.

 

Damit kannst du erstmal das mit dem 6. Sinn üben und dich an deine neue Mausempflindlichkeit gewöhnen. Das mit dem Tunnelblick ist recht schwer. Das lernt man besser im Platoon, wenn jeman auf die gleichen Panzer achtet. Aber wie gesagt, versuche wenig zu zoomen, dich häufig umzuschauen und nicht zu sehr nach Schaden zu gieren. Bei Panzer mit extrem kurzen Reloads ist das nochmal schwerer, genau wie bleim Clippen mitm Autoaloader. Also da ganz besodners drauf achten.

 

Als nächstes Replay würd ich eines einer offenen Karte mit vielen Büschen empfehlen. Damit man nochmal besser sieht, wie du mit dem Tarn und Sichtsystem klarkommst. Dafür waren die Möglichkeiten hier etwas beschränkter. Hättest zwar mehr nutzen können... aber das war jetzt nicht Hauptproblem auf dieser tollen Karte.

 

Fragen? Anmerkungen?

 

PS: dein Setup mit Rammer, Stabi, Optik ist ok. Mit Lüftung würdest du mehr auf Spotting setzen, aber je nach Karte ist das Yolopotenzial mit nem Ansetzer natürlich viel höher. Je aggressiver du deinen Scout fähst, desto wichtiger der Ansetzer! Die Lüftung ist nur ein Nice-To-Have und immerhin kumulativ. Die erhöht also auch den Effekt von Rationen und Waffenbrüder minimal. Ist wohl eher Geschmackssache, ich würds einfach mal ein paar Runden ausprobieren und wenn du beim Spotten und Treffen keinen Unterschied bemerkst, dann nimm lieber den Ansetzer!

 

PPS:

View PostCol_Potter, on 24 March 2019 - 01:13 AM, said:

Hallo zusammen

 

Danke für den Versuch anderen zu helfen. (Natürlich völlig uneigennützig :teethhappy:.)

 

Hin und wieder kommt es vor, das ich sogar eine Gegnerische Übermacht "verwalten" kann und dann plötzlich gerusht werde, weil meine 4-5 supporter allesamt vor mir geplatzt sind. Oder einfach nix tun.

Irgendeine Idee für eine Übung, um den Gesamtüberblick besser im Auge zu behalten?

 

 

Hab ich irgendwie überlesen, dass da noch ne Frage war. Schreib ich morgen ne Kleinigkeit zu. Aber ein paar Tipps habe ich ja bei stereoType64`s replay schon geschrieben.

 

Aber nu ...Friedel müde... Friedel schlafen muss.


Edited by Evil_Friedel, 27 March 2019 - 12:23 AM.


stereoType64 #20 Posted 27 March 2019 - 12:58 AM

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Vielen Dank für die Analyse, die wesentlich umfangreicher ausgefallen ist als erwartet :)

Was Du für das Spiel bzw. die Comm tust, und das (noch) ohne CC-Titel etc, ist krass.

Werde das in Koblenz auch mal ansprechen wenn es Recht ist. 

 

Zum Replay:

Ich bin schonmal unheimlich froh, dass nicht alles Mist war :D

Den Crom habe ich während dem Spiel tatsächlich erst gesehen, als er gegen Ende in meinen Sichtkreis gekracht ist. 

Minimap hatte ich zwar hier und da im Blick, aber wie Du sagst, der Tunnelblick ist da oft mein Gegner.

Die MM habe ich z.Z. auf der drittgrößten Stufe, werde das mal ändern sowie die Maus-Einstellung. 

Im Gefecht selbst merkt man das gar nicht so sehr, bis man dann das Replay sieht und sich über die ganzen Fehlschüsse wundert :(

 

Edit:

Abzuschätzen, wann ich unspotted bin, fällt mir tatsächlich extrem schwer. 

Ich habe schon zweimal die Sicht- und Tarnschulung des DEPAC besucht, aber meine Ungeduld bringt mich immer wieder in die Breduille. 

Meine Überlebensrate spricht Bände :(

 

Morgen fahre ich mal ein paar Gefechte mit dem MT, hoffe es kommt auch mal ne offene Map, dann kommt auch mal davon ein Replay, vermutlich kein sehr Gutes :D

 

Aber dafür bin ich, und andere, ja hier. 

 

 


Edited by stereoType64, 27 March 2019 - 01:07 AM.






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