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Spielerische Entwicklung und Ratschläge für konstantes Lernen

Selbstreflexion Hilfe Motivation besser werden Tipps

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64 replies to this topic

LarsJohannson #21 Posted 27 March 2019 - 08:12 AM

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View PostEvil_Friedel, on 26 March 2019 - 02:41 PM, said:

Du hast ein extremes Problem damit einzuschätzen ob du offen bist, gespottet werden kannst und noch viel wichtiger, wie lange du schon gespottet warst. Das kostet dich in diesem Gefecht den Großteil deiner HP und am Ende auch noch den Panzer. Auf deiner Firstspotposition bleibst du nicht ein einziges Mal lange genug in Deckung um den 6. Sinn wieder zu haben. Ein einziges Mal bist du ZUFÄLLIG lange genug ungespottet damit er sich wieder aktiviert. Meist peekst du schon 3-6 Sekunden nach dem letzten Peek erneut. Auch nachdem dein 6. Sinn angeht peekst du immer wieder in die Sicht der Gegner. Dadurch peekst du mehrfach obwohl du noch gespottet warst. Und dabei dann halt in bereits volleingezielte Gegner.

 

Das Gefühl, ab wann man gespottet wird ist ein Erfahrungswert, da hilft nur üben. Aber das Problem mit dem 6. Sinn, dass kannst du direkt angehen und gut trainieren. Übe nach einem Spott solange in Deckung zu bleiben und dabei alle Sichtkontakte GARANTIERT zu unterbrechen, sodass dein 6. Sinn danach garantiert wieder angehen muss. Das ist grob 10 Sekunden nachdem deine Lampe anging oder 2-3 Sekunden nachdem die Gegner zugehen nachdem sie auf dich geschossen haben. Aber nicht immer! Der 6. Sinn wird aktiviert sobald du gespottet wirst. Aber der Spottinintervall von maximal 12 Sekunden fängt dann noch nicht an, sondern erst, wenn keine Sichtverbindung besteht. Wird z.B. dein 6. Sinn aktiviert und danach schießt du nochmal, dann rechne frühestens mit 10s nach dem Schuss!

 

Fürs üben würd ich erstmal gezielt darauf ansetzen erst ungespottet zu werden, nachdem ich gespottet wurde und als Trainingsmasnahme erstmal mit ganzen 15s rechnen. Wenn sich das dann in dein Hirn ein bisschen eingebrannt hat, kannst du von den 15s langsam wieder Richtung 12s arbeiten. Aber übe auf diese Zeit, die du mindestens gespottet bist, zu achten!

 

View PoststereoType64, on 27 March 2019 - 12:58 AM, said:

 

Ich bin schonmal unheimlich froh, dass nicht alles Mist war :D

 

Abzuschätzen, wann ich unspotted bin, fällt mir tatsächlich extrem schwer.

 

@Evil_Friedel

Vielen Dank für Deinen ausführlichen und interessanten Beitrag.

In den seltenen Fällen, in denen ich (durchweg erfolglos) 'anständige' Panzer fahre, habe ich auch größte Probleme, zu beurteilen, ob ich noch offen bin oder nicht.

Den Tipp mit der Größe der MiniMap werde ich mal umsetzen, denn es kommt manchmal tatsächlich vor, dass ich mit der Arty von einem langsamen Gegner überrascht werde, und das darf einfach nicht sein.

 

@stereoType64

Du hast die Gegner auf der Westseite zeitweise wirkungsvoll aufgehalten und hättest du eine schnell schießende M-44 im Kreuz gehabt, wäre es etwas anders gelaufen, denn es waren ja durch Deine Arbeit ständig zahlreiche Gegner offen.

Ich sehe natürlich nur die Ergebnisse in diesem Match und nicht die Details, die Evil_Friedel aufgezeigt hat. Nach meiner Meinung war das kein Mist, den Du gespielt hast.

 

Und jetzt kommt der wichtigere Punkt:

Wenn Du magst, bauen wir uns in einem Übungsraum zunächst auf einer offenen Karte ein Szenario auf, in dem Du üben kannst, wie lange Du offen bist.

Ich schlage (zunächst) Wadi vor, weil Du zwischen den Dünen immer wieder abtauchen kannst.

Tipp von der Arty: Komm nicht wieder an der selben Stelle raus, an der Du Sekunden vorher verschwunden bist...

 

Später könnten wir auf andere Karten wechseln, beispielsweise Erlenberg. Über die langgezogene Ortschaft ist eine Annäherung an den Gegner etwas einfacher, obwohl es immer wieder Sichtkanäle gibt, in denen Du aufgehst.

Einsetzen würde ich dazu das Pferd mit der größten Sichtweite im Stall. - Meine leFHy mit über 500m.

Beim TS verwende ich einen Kanal der DEPAC.

Die Sache ist natürlich nicht in ein paar Stunden abgearbeitet, dessen sollte man sich bewusst sein.

 

Wenn Du Interesse hast, schreib mich hier im Forum an, weil der Lars-Account bis zum 03.04. (ich fahre in der Zeit einen Nebenaccount) nicht so häufig online ist.

Wer diese Thematik üben möchte, kann sich natürlich gerne anschließen.

 

Vielleicht klappt es, und wenn Du nicht magst, ist es auch okay. 

 

Grüße vom Lars.



Phoxlima #22 Posted 27 March 2019 - 09:53 AM

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View PostEvil_Friedel, on 21 March 2019 - 10:57 PM, said:

hier stand viel Gutes

 


Danke für deine Hingabe, Zeit und Mühe, anderen helfen zu wollen. :medal:
 



saw_buzzkilla #23 Posted 27 March 2019 - 11:17 AM

    Sergeant

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View PostEvil_Friedel, on 26 March 2019 - 02:41 PM, said:

Danke erstmal für das Replay, ich editiere diesen Beitrag heute Abend und schreib dann genaueres dazu.

 

Das Replay ist perfekt gewählt, aber näheres dazu später. Erstmal selber zocken! :playing:

 

Super. Vielen Dank für die Analyse. Beim 6. Sinn wieder was gelernt (ich hatte nur die 12 Sekunden im Kopf). Und das Zoomen...hm ja, ich treff ohne nicht so gut :hiding: wobei ich bereits angefangen habe, nicht mehr ganz reinzuzoomen. das wird noch dauern...Der Hinweis auf die Supporter (ob sie wirken können auf die spots) ist auch sehr hilfreich. Danke fürs Bewusst-machen. Grüße

 

Edit: Quote gekürzt


Edited by saw_buzzkilla, 04 April 2019 - 10:52 AM.


Horny_Hans #24 Posted 27 March 2019 - 02:13 PM

    Lieutenant General

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hi friedel,

 

erst mal klasse thread! hat mich selber viel zum nachdenken gebracht... vielen dank dafür!

 

und ich habe auch gleich ein kleines problem mitgebracht.

 

ich spiele ja im moment den neuen free2play acount und bin da auf ein kleineres crew-planungs-problem gestoßen, bei dem ich selber einfach nicht mehr durchblicke, was denn nun eigentlich der beste / optimalste weg wäre, meine crew vernünftig auf das kommende vorzubereiten.

 

Dazu zitiere ich mien Problem aus stereos thread mal hier rein, denn ich würde da gerne deinen rat / tipp / meinung dazu hören :)

 

der geile hans in stereos thread:

 

ich hab auch grad so ein crew problem, wenn ich in die zukunft kucke...

der M2 Medium hat 6 crewmember, wobei zwei funker sind... der nachfolger, der lee hat auch 6, aber zwei gunner

haben will ich irgendwann die beiden nachfolger des lee.. M4 sherman und T1 heavy

der M5 hat ein 5 mann crewlayout (von jedem einen)

der T1 hat wieder 6 mann mit zwei gunnern

in den baracks gammeln bei mir noch ein kommandant, ein loader und ein driver mit 100% rum..

die gehören eigentlich in den Tier 2 ami, den ich schon verkauft habe

 

ich brauche irgendwann mal für T5 bei den amis:

2x kommandant

3x gunner

2x driver

2x loader

2x funker

 

jetzt die frage.. kaufe ich den tier 2 wieder und trainiere die crew da schonmal?

wie schule ich dann später am optimalsten um, so dass ich möglichst wenig verluste erleide :D

sorry.. aber ich steig da einfach nicht mehr durch.. ist doch eigentlich was echt simples, aber immer und immer wieder verwirr ich mich selbst und bekomme das einfach nicht klar für mich selbst...

 

wär echt spitze, wenn du das mal analysieren könntest :)

 

 

danke und bester gruß

hans



Eletael #25 Posted 27 March 2019 - 07:01 PM

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Das Problem mit dem timen wie lange ich offen bin habe ich auch. Ich habe mir jetzt per Mod die Anzeigedauer der Lampe erhöht. Das ist zwar nur ein Stützrad da die Lampe natürlich nicht weiß wann ich tatsächlich zugegangen bin, aber es erleichtert das zählen der Sekunden etwas da ich jetzt nach dem ausgehen der Lampe nur noch einen kleinen variablen Teil, abhängig davon wann ich denke zugegangen zu sein, dazu addieren muss. Das ist nicht perfekt aber es hilft etwas und ich hoffe auch irgendwann auf das Stützrad verzichten zu können, wenn mir das Timing besser in Fleisch und Blut übergegangen ist. Das tatsächliche Zählen der Sekunden viel mir zumindest immer im Eifer des Gefechtes schwer.



MrGSI #26 Posted 27 March 2019 - 09:03 PM

    Private

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View PostEvil_Friedel, on 26 March 2019 - 01:41 PM, said:

3. Das ist ne "Kleinigkeit" die ich bei extrem viele Spielern beobachte. Du verziehst dein Zielen. Meistens zielst du erst grob in die Gegend des Gegners und musst dann durch schwenken nach links oder rechts noch etwas anpassen. Dabei "überzielst" du, also fähst mit der Maus weiter als du eigentlich müsstest und dann wieder zurück aufs Ziel. Auch wenn du dich umsiehst wirkt dein Fadenkreuz "wackelig".  Der Grund dafür ist so simpel wie die Lösung: Deine Mausempfindlichkeit ist viel zu hoch!

 

Wot ist kein reiner Egoshooter. Man braucht hier nicht die ultraschnellen Reaktionen und kann den Turm mit ner schnelleren Maus auch nicht schneller drehen. In WoT ist wichtig, dass man wenig streut. Je weniger man sein Fadenkeuz bewegt, desto weniger Streuung und damit RNG haben die Schüsse. Darum empfehle ich dir deine Mausempfindlichkeit stark zu reduzieren. Wirklich stark!

 

Hallo zusammen,

 

ich hatte schon länger das Gefühl das mit meiner Maus etwas nicht stimmt und das ich möglicherweise nicht alle Pixel im Spiel anvisieren konnte. Also habe ich mich belesen, getestet und bin zu dem Fazit gekommen das nun alles stimmen müsste.

 

Leider waren diese Versuche nicht von Erfolg gekrönt also ging die Suche weiter, machte mir Gedanken zu den Settings der Maus, der Ingamesensibilität und über mein Zielvermögen.

Also erstmal Maus aufschrauben und Gewichte entfernen, eine leichte Maus lässt sich nämlich einfacher beschleunigen und abbremsen. Außerdem neue Mausskates besorgt. Ich stellte meine Handhaltung beim Bedienen der Maus in Frage. Bis dato hatte ich das Handgelenk immer auf dem Mauspad, daher war der Bewegungsradius mit ca. 15cm ziemlich eingeschränkt. Mittlerweile lege ich mein Handgelenk nicht mehr ab und bewege den Arm mit, um weitere Bewegungen zu machen, wodurch sich die nutzbare Strecke fast verdoppelte. Je mehr Platz man hat, desto genauer wird jeder verfügbare cm im Vergleich zu vorher. Somit war auch eine neue Einstellung der Maus notwendig.

In diversen Videos wird von „nativer DPI“ gesprochen, welche man Anhand des Sensors der Maus bestimmen könnte. Da es mir nicht möglich war, Daten zu meiner Maus (Logitech G600) oder genauere Informationen zu dieser ominösen nativen DPI zu finden, bin ich über viele Umwege und erklärende Videos zu folgendem Schluss gekommen: Wenn in der Gaming Software der Maus ein neues Profil erstellt wird, stehen dort voreingestellte Werte. Diese sind scheinbar die optimale Einstellung der Abtastrate, ohne Umrechnung durch die Hard / Software. (in meinem Fall waren es 1000 DPI und 2600 DPI)(in meinem Fall waren es 1000 DPI und 2600 DPI) 3200 DPI hatte war bisher meine Einstellung, weshalb ich mich für die 2600 entschied.

 

In diesem Video wird eine, mMn ziemlich sinnvolle, Variante zur persönlich richtigen Mauseinstellung erklärt. Da wir aber leider kein CSGO sondern WOT spielen, gibt es hier natürlich diesen Luxus der genauesten Einstellung nicht :( Wenn man aber die preferences.xml im Ordner C:\Users\“Benutzername“\AppData\Roaming\Wargaming.net\WorldOfTanks\ mit Notepad öffnet und nach <controlMode> sucht, findet man <sensitivity> 1.000000 </sensitivity> für Sniper und Arcade Mode. Achtung: Die Datei wird beim Übernehmen der Einstellungen im Spielclient nicht korrekt aktualisiert. Scheinbar erst nach trennen vom Server und neu verbinden werden die Änderungen angezeigt.

Ausgehend von den Ingame Settings auf Standard, steht der Wert bei 1. Eine Bewegung des Balkens in den Mauseinstellungen Ingame nach links (-) oder rechts (+), sinnvollerweise mit den Pfeiltasten, ändert den Wert um 0,02. Der niedrigste einstellbare Wert ist 0.01 (Balken ganz links). Somit sind auch ungerade Zahlen einstellbar, je nach dem von welcher Seite man anfängt. Ist viel mit zählen verbunden, geht aber alles in allem. Wichtig an dieser Stelle sind tatsächlich Zettel und Stift, beim zählen der Einheiten verliert man schnell den Überblick. Zwischenzeitlich immer mal wieder vom Server trennen um zu überprüfen das man noch die richtigen Zahlen hat. Ein direktes Eingeben der Zahlen in die preferences.xml ist zwar möglich, wurde aber bei mir entweder nicht angewendet oder überschrieben. Scheinbar erfolgt ein Abgleich mit dem Server.

 

Für Probefahrten habe ich meinen Zweit PC in einen Trainingsraum hinzugefügt. Da das, wie in dem Video gezeigt, Markierung an die Wand schießen nicht funktioniert, habe ich mir einen Fixpunkt gesucht. Karte ist Himmelsdorf, der Schornstein des Hauses im Cap Kreis auf dem Bahnhof. Dieser ist großräumig befahrbar und allseitig einsehbar.

Wer es auf die Spitze treiben und die Einstellungen so genau wie möglich haben will, kann noch die IngameDPI berechnen. Die Formel ist DPI (Maus) * Ingamesensibilität (aus preferences.xml). Beispiel für meine Einstellung:

2600 DPI * 0,130000 = 338 IngameDPI

2600 DPI * 0,120000 = 312 IngameDPI

Da mir das eine zu schnell und das andere zu Langsam vor kam - ja die Unterschiede sind da nur noch winzig, aber wenn man am einstellen ist merkt man das tatsächlich, habe ich die DPI (Maus) auf 2500 gesenkt und komme somit rechnerisch auf [(0,13 / 2600) * 2500 =] 0,125000 Ingamesensibilität.

 

Fehlt noch das Zielvermögen. Glücklicherweise gibt es Aimtrainer online. Auf www.3daimtrainer.com nutze ich Tracking um beweglichen Zielen zu folgen. Natürlich ist auch Dieser für Egoshooter ausgelegt, aber prinzipiell geht es darum, ein Fadenkreuz auf ein Ziel zu fokussieren. Natürlich ist auch Dieser für Egoshooter ausgelegt, aber prinzipiell geht es darum, ein Fadenkreuz auf ein Ziel zu fokussieren. Bei Select Game habe ich Apex Legends angewählt. Die Sensibilität des ausgewählten Spiels wird nämlich in dieser Animation mit übernommen und bei Apex waren die Unterschiede nicht ganz so hoch. Da mir nun im Spiel ca. 30cm für eine 360° Drehung zur Verfügung stehen, stellte ich meine DPI im Windows so ein, dass dies auch bei 3DAimtrainer etwa passt. Somit hat man grob das gleiche Verhalten wie Ingame. Da auch für mich die zusätzliche Bewegung des Armes neu ist, habe ich die DPI im Windows auch beim normalen Arbeiten so weit unten gelassen um mich zu weiten Bewegungen und Einsatz des Armes zu zwingen. Mit 30 Durchläufen täglich ist der Aufwand Nutzen Faktor für mich ziemlich ausgeglichen. Damit die erreichten Werte aussagekräftig sind, bleibe ich immer in der Mitte stehen. Somit hat man einen gleichbleibenden Ausgangspunkt um die Werte vergleichen zu können. Der am Ende angezeigte Score ist die Gesamtzeit wo, welche man tatsächlich das Ziel anvisiert hat. Diese Werte sammle ich in einer Excel Datei um später nachvollziehen zu können, ob und wie weit sich mein Zielen verbessert hat.

 

MfG der JOSh


Edited by MrGSI, 27 March 2019 - 09:09 PM.


LarsJohannson #27 Posted 28 March 2019 - 03:49 AM

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View PoststereoType64, on 26 March 2019 - 12:14 AM, said:

Mein Plan war, so schnell es geht auf E4 zu fahren...

 

Noch ein Tipp, der leider aus unterschiedlichen Gründen völlig vernachlässigt wird.

 

Kommunikation

 

Wenn Du auf E4 fahren willst, lass' es Deine Mitspieler wissen.

Während der Counter runterzählt, hast Du (noch) genug Zeit.

"i spot in the e4 area"

 

Von mir (also von der Arty) bekommst Du dann ein:

"Verstanden"

Damit hast Du eine Minimal-Information, die nur bedeutet, dass ich mitbekommen habe, was Du machen wirst.

 

Möglicherweise antworte ich auch (während der Counter noch läuft):

"out of range, will move"

Die Ziele, die Du möglicherweise auf der A-Linie aufklärst, sind außerhalb meiner Reichweite, aber ich verlege mich nach Norden, um dieses Gebiet in meinen Feuerbereich zu bekommen.

 

Schlimmstenfalls kommt ein:

"Negativ"

Das klingt nur scheinbar ignorant.

Tatsächlich bewege ich mich speziell auf 'Mannerheim', ausgehend vom westlichen Ablaufpunkt, in die sehr effektive K5-Position um die Uferstraße beschießen zu können.

Natürlich wird oder kann sich das im Laufe des Gefechts noch ändern, es geht in dieser Anfangsphase ja auch nur um eine Erstinformation.

 

Kommunikation allgemein, bezogen auf die Arty:

 

Von mir kommt in der Anfangsphase ein Text, wenn ich in der 203mm-S-51 sitze:

"Please stay away from marked targets, i have 13m splash."

Bedeutung: Markierte Gegner nicht rammen!

 

Wenn ich meine erste Feuerstellung erreicht habe, setze ich eine Markierung ins Gelände unmittelbar vor unseren eigenen Positionen die zeigt: 'Hierhin ziele ich gerade.'

Bedeutung: Hey, die Arty kocht gerade keinen Kaffee sondern ist da und zielt mit. - Manche Scouts freuen sich über solche Kleinigkeiten.

 

Dass Ziele von mir markiert werden, wenn ich sie im Feuerbereich habe, will ich gar nicht weiter ausführen, aber auch dieser Punkt gehört zur Kommunikation.

 

Das Thema wird von mir in diesen paar Zeilen nur angekratzt, man könnte sehr viel mehr dazu schreiben.

Kommunikation bedeutet nicht, Romane zu schreiben, sondern Kurzinformationen an die Mitspieler zu schicken. 

 

Warum das mit der Kommunikation meistens nicht funktioniert:

Der Gefechtschat wird als Müllabladeplatz missbraucht.

 

Trotzdem wollte ich das Thema mal erwähnen.
Grüße vom Lars.

 

 

 

 

 



saw_buzzkilla #28 Posted 28 March 2019 - 02:21 PM

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Sehr wichtiges Thema. Ich habe erst sehr spät herausgefunden, dass ich mit der Taste "T" meine Gegner/dessen unmittelbares Umfeld markieren kann (nicht nur als Arty). Oder das Kontextmenü per "Y" aktiviere, je nachdem, wo ich hinziele (eigener/gegnerischer Spieler; Umgebung). Das erachte ich als sehr hilfreich, auch die kurzen Meldungen, während der Counter runterzählt (wer fährt auf Proko auf den Berg usw.).

Evil_Friedel #29 Posted 28 March 2019 - 03:09 PM

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Da bin ich mal wieder. Danke für alle, die sich hier Mühe geben und Tipps geben. Allerdings bitte ich zu beachten, dass wir uns nicht zu sehr vom Thema entfernen, nämlich der Hilfe zur Selbsthilfe.

 

Tipps und Fragen, die direkte Antworten zu Taktiken und Spielmechaniken geben sind zwar hilfreich, aber es gibt derer so viele, dass der Thread hier schnell davon überlaufen würde. Ich würde daher darum bitten solche direkten Fragen und Tipps, wie die von Hans zu den Crews oder MrGSI zur Maus möglichst in passenderen Threads zu stellen oder hier im Tipps und Hilfen Forum eigene Threads zu erstellen. Zu den Gamemechaniken werde ich ja noch den Wiki Thread eröffnen, da kann dann schon ne Menge diskutiert werden. Allgemeine Tipps und Fragen bräuchten hier eigentlich auch noch nen eigenen Thread bzw. könnte ich mir noch ein gemeinsam ausgearbeitetes Tutorial für die Einstellungen im Spiel vorstellen. In Gänze gibts sowas mein ich noch nicht. Ließe sich aber schnell machen.

 

Ich antworte jetzt trotzdem mal auf die genannten Posts, da vor allem das von MrGSI für mehr Verwirrung als Aufklärung sorgen könnte!

 

View PostHorny_Hans, on 27 March 2019 - 02:13 PM, said:

Ich spiele ja im moment den neuen free2play acount und bin da auf ein kleineres crew-planungs-problem gestoßen, bei dem ich selber einfach nicht mehr durchblicke, was denn nun eigentlich der beste / optimalste weg wäre, meine crew vernünftig auf das kommende vorzubereiten.

Wenn man seine Crews plant, dann gibt es eigentlich nur 3 Wege, wie man sich halbwegs sinnvoll durch den Techtree bewegt. Das hängt davon ab, wie genau man sich über seine Ziele im Klaren ist. Entweder man will einfach nur zum 10er, oder man hat einen Plan, welche Panzer man erreichen und behalten will, oder man will einfach nur drauf los grinden.

 

Will man nur zum 10er, dann levelt man einfach nur eine Crew und lernt diese von Panzer zu Panzer um. Dabei muss man in Kauf nehmen, dass aufgrund der verschiedenen Crewsetups Crewmitglieder auf der Strecke liegen bleiben weil die höherstufigen Panzer meist weniger Crewmitglieder haben (deutsche mal ausgenommen) und sollte darauf achten, dass man möglichst wenig XP beim umschulen und zurücksetzen der Fertigkeiten verliert. Man sollte als möglichst schon ab dem zweiten Skill seine Crew so umbasteln, wie sie dann im 10er gebraucht wird. Das beinhaltet, dass man möglichst früh BIA lernt und Vorteile, sofern denn gewollt, vor Fertigkeiten wählt, damit man diese nicht später nur durch erneutes Zurücksetzen bekommt. So hat man im Lowtier zwar nicht so die perfekten Crews, spart aber viel Gold/XP beim umschulen. Das Umschulen von Panzer zu Panzer ist hierbei der teuerste Faktor. Ein Crew die so gelevelt wird kommt beim 10er je nach Spielweise, FreeXP Einsatz und Reserven, beim Ende des dritten bis Anfang des vierten Skills an.

 

Wenn man nur so drauf los grindet, dann ist das ähnlich der Vorgehensweise, wie wenn man nur den 10er haben will. Allerdings empfiehlt es sich direkt zwei Crews zu leveln. Diese schult man abwechselnd auf die neu erforschten Panzer um und verliert so auf die einzelne Crew gesehen nur halb so viel XP fürs umschulen. Hinterher hat man dann 2 Crews die beide etwa am Anfang des dritten Skills sein sollten. Eine für den 10er und eine für einen netten Panzer aus dem Baum (wenn es nur einen Zweig gibt) oder zum starten einer neuen Linie der gleichen Nation.

 

Die dritte Variante ist, dass man gezielt bestimmte Panzer erforscht. Das ist vor allem bei bereits erfahreneren Spieler die übliche Vorgehensweise und trifft auf dich hier zu. Dafür muss man einfach sehen, dass man für die Zielpanzer alle Crewmitglieder hat und diese möglichst nach Bedarf an XP (absteigend Scouts, Meds, TDs, Heavies, Arty) trainiert indem man jeweils die Crewmitglieder beim Leveln benutzt, die hinterher am meisten XP haben sollen. Möchte man seine Crews möglichst gleichmäßig leveln, dann empfiehlt es sich die Crewmitglieder zwischen den Crews hin und her zu wechseln. Also beim umschulen auf neue Panzer zum Teil Crewmitglieder aus den bereits stärkeren Crews mit denen der schwächeren Crews mixt. So gleicht sich das Level der Crews ganz von alleine an. Dabei kann man am Anfang gute Vorteile für sich rausholen, wenn man Crewmitglieder die in den Zielpanzern viele Spezialisierungen haben mehr trainiert.

 

In deinem Beispiel, dass für die dritte Variante spricht, willst du den M4 und den T1 Heavie auf Stufe 5 haben. Dazu brauchst du, wie du geschrieben hast:

2x kommandant, 3x gunner, 2x driver, 2x loader, 2x funker

Um diese zu trainieren möchtest du entweder den M3 Lee oder den M2 Medium benutzen. Welcher davon besser ist musst du selber wissen, aber da beide über alle Positionen der Crew verfügen solltest du einfach den nehmen, auf dem du die höhere DurchschnittsXP zusammenfährst. Oder falls das wichtiger ist, auf welchem du ohne 6. Sinn besser klarkommst. Möchtest du beide gleichzeitig verwenden um mehr Dailys zu nutzen un sie gleichzeitig ins Gefecht führen zu können, dann musst du damit leben, dass ein Funker XP ansammelt, der hinterher überflüssig ist.

 

Ansonsten bietet sich der M3 Lee an um die Crew für den T1 zu leveln und der M2 für die Crew des M4. Denn dort kann man mit möglichst wenig umschulen schon Vorteile aus den Skills für die späteren Panzer ziehen. Auf der einen Crew lernt man halt Tarnung und auf der anderen Rep. Die Crew des M4 sollte am Ende möglichst mehr XP abbekommen als die vom T1. Denn der braucht auf Stufe 5 eigentlich nicht viel mehr als 6. Sinn und Rep. Daher lernst du bei einem Funker, Fahrer und bei einem Richtschützen am besten als erstes Rep. Die kommen dann in den T1. Beim Ladeschützen und Kommandanten würde ich zunächst die Vorteile 6.Sinn und Sichere Lagerung lernen und danach jeweils Rep/Tarnung. So spart man sich erstmal das umschulen. Möchtest du noch mehr Gold/Credits sparen, dann kannst du auch als zweites oder drittes (da brauchts dann Geduld) Waffenbrüder lernen. Aber das am besten auf allen Crewmitgliedern gleichzeitig.

 

Möchtest du nur einen Panzer zum Trainieren benutzen, dann würde ich zunächst die M4 Crew leveln, dann nur den Kommandanten austauschen und mit Schnellausbildung hochbringen und danach die restliche Crew für den T1 zu dem Kommandanten hinzufügen. So hat die M4 Crew schon nen kleinen Vorsprung, den der Kommandant mit Schnellausbildung schnell wieder aufholt. Dabei ist es dann auch egal welchen der beiden Panzer du benutzt, da du immer die Crewmitglieder, die am ehesten XP brauchen in den Panzer setzt. Nur wenn du beide Panzer nutzt hast du das Problem mit dem überschüssigen Funker. Das sollte man bei Amerikanern möglichst vermeiden, da mit wachsender Stufe immer weniger Funker in deren Techtree gebraucht werden.

 

Weiter will ich da jetzt erstmal nicht drauf eingehen. Was und in welcher Reihenfolge du lernst wirst du wohl selber am besten Wissen. Aber: M4 Crew > T1 Crew!

View PostMrGSI, on 27 March 2019 - 09:03 PM, said:

Starker Beitrag zur DPI und Mausempfindlichkeit.

Danke für deinen Beitrag. Allerdings glaube ich, dass der mehr verwirrt als zu helfen. Mir scheint, dass du aus EgoShootern hierher gekommen bist, da du extremen Wert auf die richtige Einstellung legst. Ich möchte das hier mal möglichst kurz und simpel erklären, denn Mausempfindlichkeit bzw. DPI ist in WoT ne ganz andere Sache als in Ego-Shootern. Zunächst ne kurze Erklärung was hinter dem Post von MrGSI steckt:

 

Es gibt zwei Parameter, die entscheiden wie schnell sich deine Maus bewegt. Das ist die (native) DPI (Abtastrate) deiner Maus und die Zeigerbeschleunigung (Software). Die Zeigerbeschleunigung ist das, was wir im Spiel beeinflussen. Die DPI der Maus ist unterschiedlich je nach Typ. Manche Mäuse haben auch mehrere Stufen unter denen man wählen kann. Beides zusammen ergibt dann die Geschwindigkeit auf unserem Bildschirm. Je höher die DPI der Maus, desto genauer ist die Abtastung, desto weniger muss man die Maus auf dem Tisch bewegen und desto schneller bewegt sich der Cursor. Je höher die Beschleunigung durch Software, desto ungenauer wird die Cursorbewegung, da sie hochgerechnet wird. Durch diese Hochrechnung können Pixel übersprungen werden, was zu krummen oder hakenden Mausbewegungen führt. Das bemerkt man, wenn man versucht die Maus so langsam wie möglich zu bewegen. Auch Windos verwendet so eine Standardbeschleunigung in seinen Mausoptionen. Man kann das selber sehr gut testen. Hier ein kleines Video (leider auf englisch), das das sehr gut zeigt: https://www.youtube....h?v=8XNUp70mDlQ

 

Je kleiner die Auflösung deines Bildschirms ist, desto schlimmer wirken sich diese Pixelsprünge aus. Bei Auflösungen um HD und höher wird die Auswirkung immer irrelevanter. Allerdings hat die Auflösung keinen Einfluß darauf, wie schnell sich die Maus bewegt. Die gleichen Einstellungen bei DPI und Beschleunigung ergeben auf allen Auflösungen die gleiche Richtgeschwindigkeit.

 

In WoT ist die Standardeinstellung in den Optionen 0 Beschleunigung oder ein Faktor von 1. Für die meisten Büromäuse und Mäuse mit niedriger DPI ist das ausreichend. Bei richtig miesen Mäusen muss man mehr beschleunigen. Hat man eine Gamingmaus mit hoher DPI, dann ist das für WoT in den meisten Fällen zu schnell. Wie schon erwähnt, hier geht es viel mehr darum sein Fadenkreuz möglichst ruhig und wenig zu bewegen, als in Egoshootern bei denen es um Geschwindigkeit und Präzision ankommt. In WoT erzeugt die Mausbewegung RNG durch Streuung. Das wollen wir bekämpfen. Kein Panzer kann nen 360° Noscope!

 

Außerdem ist es in WoT kaum möglich die "perfekte" Mausempfindlichkeit einzustellen. Denn alle Panzer haben verschiedene Streuungswerte und Richtgeschwindigkeiten. Man muss als eh einen Kompromiss zwischen den verschiedenen Panzern finden. Seit Einführung der Radpanzer habe ich meine Arcadebeschleunigung zum Beispiel leicht erhöht, damit ich mich besser in voller Fahrt umsehen kann. Das wichtigste ist, dass man beim zielen in WoT nicht verreisst! Denn im Egoshooter kostet dich das nur Milisekunden dein Aiming anzupassen, in WoT bedeutet es mehr Streuung!

 

Also... um Pixelsprünge zu verhindern, was vor allem bei niedrigen Auflösungen nerven kann, sollte die DPI der Maus so hoch wie möglich und die Beschleunigung im Spiel so niedrig wie möglich sein. Die Pixelsprünge sind aber kaum relevant in WoT. Auch beim schießen auf Weakspots machen ein paar gesprungene Pixel kaum nen Unterschied. Zoomt man rein, verringert man den Effekt noch weiter. Viel wichtiger ist, dass man selber ein gutes Gefühl beim Zielen hat. Da man hier aber nicht wie bei Egoshootern direkt spürt, wenn die Maus zu schnell ist, da die Panzer ja nicht schneller können als vom Spiel vorgegeben, setzt man hier besser zu weit unten an und tastet sich hoch, statt wie MrGSI, durch viel probieren den perfekten Mittelwert zu finden. Den gibt es in WoT wohl eh nicht, wegen der Spielmechaniken.

 

Darum würde ich als Einsteiger in sowas auch nicht die preferences.xml editieren sondern einfach grob über die Ingameeinstellungen arbeiten. Das ist ausreichend präzise für WoT.

 

Falls es jemanden interessiert noch kurz meine Einstellungen. Meine Maus ist eine billige Logitech Gamingmaus mit ner Standard DPI von 1000 ohne weitere Einstellungsmöglichkeiten. Ich habe Arty und G Modus auf Standardbeschleunigung und Sniper- und Arcardebeschleunigung mehr als halbiert. Damit liegen die Balken in der Ingameeinstellung leicht links von der Arty. In der preferences.xml gibt es die genauen Werte. Da liegen Arty und G Modus bei 1.000000, Arcade bei 0.400000 und Sniperansicht bei 0.300000. Es empfiehlt sich im Snipermode noch etwas weniger Beschleunigung als Arcade zu verwenden, weil man im Zoom genauer zielen will.

View PostLarsJohannson, on 28 March 2019 - 03:49 AM, said:

Noch ein Tipp, der leider aus unterschiedlichen Gründen völlig vernachlässigt wird.

 

Kommunikation

Bin voll bei dir. Ist allerdings auch schon fast wieder etwas für nen anderen Thread, denn wenn wir hier alle Tipps die man so fürs Gameplay geben kann sammeln, dann ist der Thread schnell überflutet mit Informationen. Da findet sich dann keiner mehr zurecht. Aber dazu geb ich auch noch ne kleine Anmerkung. Denn die wenigsten Spieler auf dem EU Server verstehen Englisch!

 

Daher sollte man sich bei der Kommunikation mit dem Team vor allem auf die Ingamebefehle und Ingame-slang beschränken. Ping auf die Map und nen Befehl dazu, wie Angriff, Hilfe etc... zur Not nen ganz kurzen Satz den man auch ohne große Englischkenntnisse versteht wie: "will spot", "need help" etc. Während des Countdowns kann man auch gut gezielt Leute anschreiben und so die Chance erhöhen Unterstüzung bei der eigenen Strategie zu bekommen. Aber wichtig: Dafür braucht ihr eine Strategie! Pingt nicht rum und fragt nach Hilfe nur um nicht alleine irgendwo zu campen. Das hat dann genau den gegenteiligen Effekt und statt dein Team und deine Taktik zu stärken motivierst du nur noch mehr Leute, genau wie du, zu campen. Das ist ganz schlecht!

 

Gutes Beispiel dafür ist Westfield. Das wird ja gerne von den schnellen Panzern entschieden, die Richtung K0 fahren. Da kann man am Start die eigenen schnellen Panzer fragen ob sie mitkommen, zeigt damit den Campern gleich auf, wo sie unterstützen können (sofern die mitdenken) und bekommt man ausreichend Bestätigung vom Team, dann kann man auch ohne zu zögern direkt durchyolon. Was grade bei solchen Positionen, bei denen es am Anfang auf jede Sekunde ankommt, extrem von Vorteil ist.

View PostCol_Potter, on 24 March 2019 - 01:13 AM, said:

Hallo zusammen

 

Danke für den Versuch anderen zu helfen. (Natürlich völlig uneigennützig :teethhappy:.)

 

Hin und wieder kommt es vor, das ich sogar eine Gegnerische Übermacht "verwalten" kann und dann plötzlich gerusht werde, weil meine 4-5 supporter allesamt vor mir geplatzt sind. Oder einfach nix tun.

Irgendeine Idee für eine Übung, um den Gesamtüberblick besser im Auge zu behalten?

Hi nochmal... deine Frage hats echt in sich. Und ich hab noch kein richtiges Konzept, wie ich dass so allgemein beantworten soll. Ich hab schon ein paar Ideen, aber möchte es zusammengefasst schreiben. Falls du hier noch aktiv mitliest, ich hab dich nicht vergessen. Bis dahin könntest du mal ein Replay von genau so einer Situation posten. Vielleicht gibt mir das genug Input um ne gute Formulierung zu finden. Außerdem finden sich da bestimmt auch noch ein paar Kleinigkeiten zu denen wir dir Tipps geben können.

 

PS: nochmal an alle: Dies ist ein Thread zur Selbsthilfe. Wenn möglich verkneift euch umschweifende Tipps die besser in andere Threads passen oder dort schon zu finden sind. Falls die euch bekannt sind, dann verlinkt diese besser. Wir müssen uns noch etwas mehr darauf konzentrieren was und wie die Bedürftigen hier lernen sollen und können. Einen Thread zum Wiki bekomme ich irgendwann im Laufe April noch hin. Ne gute Idee für einen Thread mit Tipps die so nirgendwo stehen hab ich noch nicht. Das ist so breit gefächert, dass das viel zu unübersichtlich würde. Falls wer dazu ne Idee hat, wie man die Infos in so nem Thread dann auch immer wiederfindet, gerne raus damit.


Edited by Evil_Friedel, 28 March 2019 - 05:13 PM.


ProcolHarum #30 Posted 28 March 2019 - 03:22 PM

    Second Lieutenant

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...Hin und wieder kommt es vor, das ich sogar eine Gegnerische Übermacht "verwalten" kann und dann plötzlich gerusht werde, weil meine 4-5 supporter allesamt vor mir geplatzt sind. Oder einfach nix tun.

Irgendeine Idee für eine Übung, um den Gesamtüberblick besser im Auge zu behalten?.....


 

Ich glaub Forrest hat mal in etwa so geschrieben "es ist sinnvoller den "Mist" der Teams mitzumachen,

als die "eigentlich" richtige Taktik alleine durchzuziehen, weils ja dann sowieso nicht mehr die Richtige ist" :unsure:


 

Auf das Verhalten der Teams zu reagieren oder die "überraschenden" Ergebnisse an manchen Hotspot, ist meine allergrößte Hürde.

Wenn ich das Setup durch meine rudimentären Kenntnisse mit ein, zwei Strategien interpretiert hab und bestenfalls noch einem Plan B,

ist spätestens nach 4 Minuten Chaos alles im Eimer und die "waste weil Trotz und Ratlos"  Phase setzt ein.

Meist warte ich auch zu kurz oder zu lange, den richtigen Zeitpunkt die Strategie (sofern ich überhaupt eine habe) zu wechseln,

nen Push oder nen Rückzug rechtzeitig anzutreten, klappt in 1/10 Gefechten, erfolgreich dabei zu sein 1/20, bestenfalls. :(



SiliconSidewinder #31 Posted 28 March 2019 - 03:28 PM

    Lieutenant General

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Schöner Thread evil und ich finde deinen Aussagen kann ich nur komplett  zustimmen. :great:

Generell würde ich sagen das besser werden sowieso etwas ist das aus Freude resultiert, desto mehr Spaß ich gerade habe desto besser spiele ich.

 

Freude => Erfolg => Freude.

 

 



stereoType64 #32 Posted 28 March 2019 - 03:34 PM

    Captain

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View PostSiliconSidewinder, on 28 March 2019 - 03:28 PM, said:

Schöner Thread evil und ich finde deinen Aussagen kann ich nur komplett  zustimmen. :great:

Generell würde ich sagen das besser werden sowieso etwas ist das aus Freude resultiert, desto mehr Spaß ich gerade habe desto besser spiele ich.

 

Freude => Erfolg => Freude.

 

 

 

Kann man so stehenlassen :)

 

Meine Mausempfindlichkeit habe ich gemäß Friedels Ratschlägen übrigens runtergeregelt, ist erstmal gewöhnungsbedürftig, aber meine Trefferquote steigt :medal:

Somit gelangen mir gestern meine ersten beiden Gefechte mit über 3k Schaden, dafür schonmal ganz herzlichen Dank :)

 



LarsJohannson #33 Posted 28 March 2019 - 06:52 PM

    Warrant Officer

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View PostEvil_Friedel, on 28 March 2019 - 03:09 PM, said:

 

nochmal an alle: Dies ist ein Thread zur Selbsthilfe.

[...]

Falls wer dazu ne Idee hat, wie man die Infos in so nem Thread dann auch immer wiederfindet, gerne raus damit.

 

In einem sehr umfangreichen Text (nicht veröffentlicht) stand ich vor einem ähnlichen Problem:

Wie soll sich ein Leser in einer Masse von Informationen, die allein schon zu Beginn über neun große Kapitel verfügt, orientieren?

In einer Inhaltsübersicht im Intro, also bereits auf der ersten Seite, habe ich die neun Titel mit Seitenangabe verlinkt und deren Inhalte möglichst kurz beschrieben.

 

In meinem Fall sieht das so aus:

 

Inhaltsübersicht

 

  1. ...
  2. ...
  3. ...
  4. Beitrag #4 - Technische Daten und Bilder aller zur Zieldarstellung eingesetzten Fahrzeuge.
  5. Artillerieschießplatz Wummerstorf  Beitrag #5  - Ergebnisse der durchgeführten Versuchsschießen mit allen teilnehmenden Lafetten.
  6. ...
  7. ...

 

Wer sich also für die Trefferwirkung einer teilnehmenden Lafette auf eine Entfernung von mehr als 1.000m interessiert (nur ein Beispiel, da steht natürlich noch sehr viel mehr an Varianten drin), springt in die Tabellen im Kapitel 5 und muss sich an dieser Stelle nicht mit den Einzelheiten der Zielpanzer oder den technischen Angaben der Lafetten auseinandersetzen.

(Diese Angabern sind in den vorherigen Kapiteln zu finden.)

 

Hilfe zur Selbsthilfe:

 

Schenke ihm keine Fische, sondern zeige ihm, wie man Fische fängt.

So kenne ich das.

Ich beteilige mich gerne im Rahmen meiner Möglichkeiten, habe aber vielleicht eine falsche Vorstellung davon, wie Du das umsetzen möchtest.

Deswegen frage ich einfach mal nach. :)

 

Grüße vom Lars.

 



Evil_Friedel #34 Posted 28 March 2019 - 07:48 PM

    Lieutenant Сolonel

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Danke, so ein Inhaltsverzeichnis wollte ich für den Wiki Thread anlegen, da dort ja rege über die Inhalte und auch Änderungen an den Mechaniken oder Fehler im Wiki diskutiert werden soll. Für einen Thread mit Ratschlägen zu beliebigen Themen rund um WoT ist es deutlich schwieriger das übersichtlich zu halten. Stell dir vor du solltest zum "Frag doch das Unikum" Thread im Gameplayforum ein Inhaltsverzeichnis anlegen. Da wird man wahnsinnig bei. Ist natürlich leichter, wenn man es von Beginn an führt... trotzdem.. glücklich macht mich die Idee noch nicht.

 

Was die Hilfe hier im Thread angeht, so stelle ich mir das einfach so vor, dass hier nur Ratschläge gegeben werden, die direkt mit einem Spieler zu tun haben, der hier um Hilfe gefragt hat. Solange ihr also im Hinterkopf einen Spieler habt, den ihr mit eurem Post direkt ansprechen könnt und der diese Unterstützung auch gebrauchen kann und nicht schon mehrere Baustellen hat an denen er arbeitet, dann schreibt ruhig ausführliche Tipps AN DIESE SPIELER. Wenn mehr kommen, die Hilfe wollen und Replays abliefern wird das von sich aus deutlicher.

 

Und um das etwas kompakter zu halten (ich weiss, ich bin da wohl selber ein sehr schlechtes Beispiel) sollte möglichst viel, dass man anderswo nachlesen kann verlinkt und nicht ausgeschrieben werden. So werden die Spieler noch mehr dazu bewegt sich die Quellen eures Wissens selber anzusehen und hoffentlich angeregt auch selbstständig weitere Quellen zu suchen. So in etwa hab ich mir das vorgestellt... aber das steckt ja noch in den Kinderschuhen. Wenn ich den Wiki-Thread erstellt habe, dann sollte das die Interessierten ja schon etwas spalten.

 

Daher auch mein dritter Post in diesem Thread, den ich so evtl. noch fürs Gameplay und Einsteigerforum umformulieren will... Den muss ich wohl noch etwas mehr hervorheben.


Edited by Evil_Friedel, 28 March 2019 - 07:50 PM.


Shalashaska_666 #35 Posted 28 March 2019 - 10:50 PM

    Lance-corporal

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View PostEvil_Friedel, on 21 March 2019 - 10:57 PM, said:

Ja... noch ein „Guide“. Aber irgendwie auch nicht. Ich musste mich vom Gameplay Forum lösen und da dieser Text bei mir jetzt seit etwas über einem Jahr aufm PC schlummert und immer mal wieder Aufmerksamkeit findet, wollte ich die Sache doch mal zum Ende bringen. Oder ist es ein Anfang? Wir werden sehen wie gut das ankommt.

Als Thema für diesen Thread, mit dem ich mich hier einnisten will, habe ich mir gedacht, ich weiche von den üblichen Meckereien/Verschwörungstheorien mal ab, schreibe jetzt auch nicht die nächste Sammlung von bekannten Tipps, sondern nehme etwas völlig unbelastetes. Meine eigene spielerische Entwicklung in WoT. Damit das Ganze interessant bleibt nehme ich als Aufhänger ein typisches Problem vieler Spieler, die in ihrer Entwicklung Probleme mit ihrer Leistung bzw. ihren gefühlten Erfolgen haben.

Vorsicht, dieser Text ist ziemlich umfangreich geworden. Nehmt euch Zeit, wenn ihr lesen wollt, sonst kommt lieber ein andermal wieder.

Vorab möchte ich noch sagen, dass ich der Meinung bin, dass jeder Spieler, egal wie gut oder schlecht er spielt, natürlich das gute Recht hat dieses Spiel so oft, so gut oder schlecht und auf der Tierstufe die ihm beliebt zu spielen. Solange er sich an die Regeln hält. Nur ist das wichtigste in diesem Spiel, wie bei allen kompetitiven Spielen, Selbstreflexion. Ich bin der Meinung, dass der allergrößte Teil an Frustration und negativen Schwingungen in diesem Spiel genau am Mangel eben dieser liegt. Daher zu meinem Thema:

Selbstreflexion – Wo stehe ich, wie werde ich besser?

Man liest so oder in abgewandelter Form immer wieder: "Ich verliere immer obwohl ich andauernd unter den Top x bin" Aber das alleine sagt erstmal nichts aus. Zum einen ist dort erstmal ganz wichtig zu unterscheiden, ob man beim Schaden oder bei den XP unter den Tops ist, denn nicht immer ist der Schaden spielentscheidend sondern vielmehr das Spotting und ob du Toptiers (mehr XP) oder Lowtiers abfarmst. Zum anderen ist deine Positionierung relativ egal bei einer Niederlage, denn ihr habt alle gemeinsam verloren. Deine Aufgabe ist es MIT deinem Team zu gewinnen, dich also ihrer (oft total dämlichen) Spielweise anzupassen. Viel interessanter ist es wie deine Positionierung bei den Siegen aussieht! Wie oft bist du bei den Siegen einer der besten Drei, also wie oft hast DU entscheidend zum Sieg beigetragen.  Aber auch das zeigt dir kaum auf warum du spiele gewinnst oder verlierst. Gesunde Selbstreflexion ist dafür viel wichtiger, mach dich nicht besser oder schlechter als du bist. Das will gelernt sein.

Viele Spieler die sich Youtube-Tutorials oder Unicum-Streams angucken denken sie könnten diese Dinge eins zu eins umsetzen und versuchen sich, sind aber meist komplett damit überfordert. Für die meisten dieser Taktiken muss man bereits ein guter bis sehr guter Spieler sein. Sonst geht man auf der tollen Spotterposition auf und weiß nicht warum oder fährt an die OP Hulldown Position, wird gekettet und in 10-30s komplett runtergeschossen. Die meisten Streams und Guides sind frühestens für Spieler ab einem Niveau von 53-55% Siegrate und 1200-1500WN8 hilfreich. Dieser Wert ist von mir jetzt völlig aus der Luft gegriffen und soll nur andeuten ab welchem Level es sinnvoll wird sich Profitaktiken anzueignen. Das ist in etwa das Level an dem die meisten Basics beherrscht werden und man langsam aber sicher an Taktik und Mapawareness arbeiten muss um besser zu werden. Liegst du darunter und das soll jetzt keine Statskeule sein, beherrscht du deine Panzer und die Spielmechaniken einfach noch nicht. Also übe zunächst genau DAS. Und dafür fährst du, so blöde das klingt, am besten ganz stinknormal die Standardtaktiken. Als Heavie in die Heavieline, als Medium die Supportrolle, als Scout Standardbüsche an und hälst dich als TD von der ersten Linie fern. Ansonsten platzt du. Du magst durch die Tutorials zwar hin und wieder ein gutes Spiel mehr haben und etwas neues lernen, aber im Endeffekt verbesserst du dich nicht wirklich, sondern lernst nur auswendig und wiederholst immer wieder das gleiche. Aber Wiederholung ist Stagnation und hat einen sehr geringen Lerneffekt, der schnell nachlässt. Du sollst nicht kopieren, du sollst lernen!

Daher dachte ich mir, seht euch doch anhand meines Beispiels mal an, wie ein Spieler lernen kann, der sehr naiv an dieses Spiel heranging, aber immer das Bestreben hatte Spaß und Erfolg in allen seinen Olinegames zu verbinden. Dazu ein paar Tipps, die euch Denkanstöße geben sollen, die euch bei der Reflexion der eigenen Lage helfen. Meine Tipps sind absichtlich neutral formuliert, sie sind nicht für Tomaten, Durchschnittsspieler oder Unikums sie sind an alle gerichtet, die egal wie gut sie gerade sind, besser werden wollen. Vielleicht erkennt ihr euch ja an der ein oder anderen Stelle wieder.

Und ganz wichtig: Jeder lernt auf seine Weise, mit seiner Geschwindigkeit und seinen Möglichkeiten. Jeder hat ein Limit, dass sich aus den Möglichkeiten ergibt. Hat man dies erreicht, dann macht es einen nur unglücklich, wenn man trotzdem mehr erreichen möchte. Zur gesunden Selbstreflexion gehört also nicht nur zu erkennen ob und welche Fehler man selber macht, sondern auch, ob sich für den eigenen Spielspaß überhaupt lohnt sich weiter anzustrengen. Ich möchte mit diesem meinem Beispiel einen Ansatz dafür schaffen, dass ihr erkennt, wo ihr euch grad in eurer Entwicklung befindet. Ganz am Anfang, mit viel Potenzial nach oben, in der entspannten Phase der Mittelmäßigkeit eurer eigenen Leistung, oder am Ende eurer Leistungsfähigkeit.

Erkennt ihr selber dauernd Fehler bei euch, befindet ihr euch am Anfang und solltet euch genau darauf konzentrieren. Habt ihr das Gefühl es wäre „mehr“ drin, obwohl ihr regelmäßig gute Leistung abliefert, befindet ihr euch mittendrin und sucht euch am besten Hilfe oder neue Wege um besser zu werden. Ist jedes bisschen mehr Erfolg mit großen Anstrengungen verbunden, dann nähert ihr euch der Grenze eurer Fähigkeiten. Entweder müsst ihr hier nun noch mehr investieren (Zeit, Mühe, Geld) um besser zu werden oder ihr akzeptiert wo ihr damit steht, auch wenn das mies ist. Das ist nämlich nicht schlimm. Man muss es nur erkennen und akzeptieren um weiter Spaß zu haben. Sonst setzt man sich schnell nen Aluhut auf und sucht die Schuld bei Dingen, auf die man keinen Einfluss hat.

Dieser Lernprozess kann einige tausend oder gar zehntausende Gefechte in Anspruch nehmen. Aber es ist nie zu spät anzufangen, wenn man sich verbessern will. Wer reflektiert lernt, der trägt seine Fehler mit Stolz. Darum erwähne ich nochmal, es ist egal ob ihr Noob seid, 1000 Gefechte, 5000 Gefechte oder 50.000 Gefechte habt. Es ist auch egal ob ihr 45%, 50% oder 60% Siegrate habt. Sobald ihr den Willen entwickelt euch zu verbessern tut ihr es auch. Fangt einfach damit an! Es ist eure alleinige Entscheidung.

Darum nun zu mir:

Mein Vorteil in diesem Spiel war von Anfang an, dass ich zwar kein sonderlich guter Panzerfahrer bin, aber vorher schon viel Erfahrung aus MMOGs, Taktikshootern und Strategiespielen hatte. Daher bin ich schon immer overall über 50% Siege eingefahren, auch wenn ich die ersten 8.000 Gefechte nur dumm rumgebottet habe. Denn ich habe von Anfang an NIE auf Schaden/WN8 oder sonstwas gespielt, sondern schon immer nur auf Sieg! Am Anfang nur mit gesundem Menschenverstand, dann nach und nach habe ich die Basics und die Panzer zu beherrschen gelernt und mit diesem Lernprozess sind alle meine Werte konstant mitgestiegen, auch der Schaden.

Mein erster Tipp für Spieler die besser werden wollen lautet also erstmal weniger auf Schaden oder andere Stats, sondern grundsätzlich auf Sieg zu fahren. Jedem Anfänger kann ich dazu nur raten erstmal komplett auf sämtliche Stats zu pfeifen und tatsächlich das so verpönte "I play for fun" zu praktizieren. Aber einfach immer aktiv auf Sieg! Nur wenn man Spaß am Spiel hat und für sich selbst feststellt: "Das ist mein Spiel!" macht das investieren von Zeit und evtl. Geld um erfolgreicher zu werden wirklich Sinn. Wie lange man dafür braucht da wirklich reinzukommen ist sehr unterschiedlich. Aber so ein- bis zweitausend Spiele unabhängig der momentanen Spieleanzahl würde ich dafür als Minimum betrachten.

Als ich anfing mit diesem Spiel brauchte ich dazu ein paar mehr Spiele. Ich habe sehr lange alleine experimentiert und bin sehr viel immer und immer wieder die gleichen Panzer gefahren. Auch erschreckten mich die großen Zahlen einiger Wehrpässe und im Forschungsbaum. Ich dachte mir Dinge wie "das erreiche ich nie" oder "wie viel Geld muss man dafür wohl ausgeben". Letzten Endes waren die meisten dieser Gefechte verschwendete Zeit und alle Ängste mangelnde Information. Aber ich hatte meinen Spaß im Lowtier und starb mich ein paar Stufen hoch.

Bis ich dann mit ca. 6.000 Gefechten aus Zufall per freundlicher Ingamewerbung meinen ersten (Noob-)Clan fand. Dort habe ich sehr schnell viele Dinge gelernt, die mir halfen das Spiel besser zu verstehen. Nicht unbedingt Dinge, die mich zu einem besseren Spieler machen, aber zumindest meinen Horizont erweiterten, so dass ich motiviert wurde mich mehr mit dem Spiel zu beschäftigen. So habe ich zum Beispiel schnell alle üblichen Vorurteile über Goldspamer, Hacker, manipuliertes MM, Pay-to-win und vor allem Mods kennen gelernt.

Zu dieser Zeit habe ich begonnen über das Spiel hinaus zu sehen und habe mir das erste mal meine Statistiken auf Noobmeter angesehen, daher werden die auch seitdem angezeigt und aktualisiert. Somit fing ich an meine eigene Leistung erstmals zu betrachten. Noch konnte ich mir keinen richtigen Reim darauf machen, da ich selber noch zu schlecht war und mein Clan auch nicht viel besser war. Aber dies war der erste Schritt meine spielerische Entwicklung zu beobachten. Ich spielte weiterhin sehr oft meine Lowtierpanzer bekam aber zusätzlich ein paar Tipps für Panzer die in den Augen meiner Clanmitglieder besonders zu empfehlen waren. Damals die üblichen Standards für Noobs. T40, Hellcat, Pz. 1C, KV-1, Matilda... und diverse Stufe 1-4 Panzer für das gemeinsame Platoon- und Kompaniefahren.

Das wir nicht besonders erfolgreich waren störte mich nicht. Das ist vor allem unserem Kommandanten von damals zu verdanken, der zwar aus meiner heutigen Sicht ein extrem schlechter Spieler ist, aber es wie kein anderer, den ich kennenlernen durfte, versteht schlechte Spieler zum Zusammenspiel zu motivieren. Premium und Premiummunition war verpönt. Also nutze ich sie nicht. Ich selbst habe dazu aus Trotz noch ein paar schwierige Reihen angefangen. Die Chinesen nur, weil mir JEDER davon abriet.  Dabei dachte ich mir, wer die schlechtesten Panzer meistert wird mit dem Rest weniger Probleme haben. Ich liebe diese Panzer und habe dank dieser Entscheidung bis heute eine starke Affinität zu Scouts! Ich bereue davon nichts! Mit der Zeit und anhaltenden Niederlagen wurde mir aber klar, dass es nicht der richtige Weg war, wenn ich mich selbst verbessern wollte. Ich fing also an mit den paar überdurchschnittlichen Spielern, die der Clan vorzuweisen hatte auszuprobieren wie wir besser werden können. Zum Vorteil aller im Clan.

Mein zweiter Tipp für Spieler die besser werden wollen lautet, dass man sich, egal wie viel man spielt oder wie gut man spielt gleichgesinnte Spieler suchen sollte um gemeinsame Gefechte zu bestreiten und gemeinsam besser zu werden. Es gibt so viele WoT Spieler, dass jeder Mitspieler finden kann, die in etwa die gleichen Interessen im Spiel haben, regelmäßig mit einem spielen können und dich nehmen wie du bist. Sucht sie einfach, im Forum über den Ingamechat oder wie auch immer. Es wird euer Spielerlebnis entscheidend verbessern. Der einsame Wolf geht im Random unter.

Der erste richtige Durchbruch für mich war erst, als ich mir mit ca. 8.000 Spielen überlegt habe, es macht keinen Sinn sich in einem Spiel mit so vielen verschiedenen Panzern auf einige wenige zu konzentrieren und daher anfing mehrere Reihen verschiedener Panzertypen gleichzeitig zu leveln. Ich wollte möglichst viele Aspekte des Spiels kennenlernen. Etwa zur gleichen Zeit stellte ich für mich fest, dass es sinnlos ist den Teams schuld an Niederlagen zu geben. Denn diese Teams kann man sich nicht aussuchen. Der einzige ausschlaggebende Faktor den du in jedem Gefecht wirklich beeinflussen kannst bist du selbst. Also musst du daran arbeiten.

Daher fing ich zunächst an meine Niederlagen zu analysieren. Was hätte ich besser machen können, was hätte ich tun können um evtl. doch noch zu siegen? Was hätte ich tun können um bei einem unmöglichen Sieg mehr XP zu bekommen. Denn Spielziel sind für mich nach dem Sieg die XP und nicht der Schaden! Dazu habe ich mir so oft es ging Rat und Beurteilung anderer Spieler geholt, denn solange man noch relativ schlecht ist, ist eine Reflexion der eigenen Leistung schwer. Wichtig ist nur, dass die Spieler die euch beurteilen nicht viel schlechter sondern möglichst gleich gut oder besser als ihr selbst seid. Damit sie eure Fehler auch entdecken. Wenn ich gemerkt habe jemand redet mein Spiel schöner als es war, habe ich aufgehört Meinungen bei ihm einzuholen. Das streichelt vielleicht euer Ego, aber hilft einem nicht beim besser werden.

Mein dritter Tipp für Spieler die besser werden wollen lautet, dass Kritik wichtig, aber nur hilfreich ist, wenn sie ehrlich und ungeschönt ist. Seid immer ehrlich zu euren Mitspielern und sucht euch ehrliche Kritiker. Das kann einen den einen oder anderen Mitspieler kosten, das kann zum einen oder anderen Streit führen. Darum macht euren Mitspielern am besten im Vorfeld klar, wie diese möglichst gegenseitige Kritik zu verstehen ist. Missverstandene Kritik wird oft als Anschuldigung verstanden. Habt ihr Spieler, mit denen ihr gerne spielt die so etwas aber nicht vertragen, dann fahrt mit denen nur wieder euren "I play for fun"-Modus. Nehmt einfach die Nachteile in Kauf, dann habt ihr Spaß. Euch muss aber auch klar sein, dass diese Spieler euch in eurer Entwicklung bremsen.

Mit dieser Einstellung, die ich bis heute vertrete, wurde ich dann deutlich besser. Ich hatte immer ein paar Fehler vor Augen an denen ich arbeiten konnte. Und aktive Fehlervermeidung ist anfangs der beste Weg sich zu verbessern. In dieser Zeit habe ich dann angefangen mir persönliche Taktiken und Ziele zu stecken. Denn wenn man nur an Fehlern arbeitet bleibt der Spielspaß irgendwann auf der Stecke. Man muss sich auch immer motivieren und braucht Erfolgserlebnisse.

Ich fing an auf allen meinen gespielten Panzern die Panzerasse nachzuholen, habe meine Forschungen geplant, Missionen gegrindet und angefangen meinen Account auf meine Ziele zu optimieren. Meine grundlegende Taktik, da man damals noch keine Reserven und wenig lukrative Specials und kaum Missionen hatte, war meine Garage mit möglichst vielen Grindpanzern zu füllen, um immer wenn ich spiele ein Maximum an Dailys zu machen. Das ist heutzutage nicht mehr ganz so wichtig, aber hilft einem viel XP in kürzerer Zeit zu generieren. Ich entschloss mich dann auch alle Panzerlinien zu grinden. Das hat zwei Vorteile: zum einen kann man sehr oft neue und billige Panzer kaufen, die einem viele Dailys ermöglichen. Zum anderen stirbt man auf die weise nicht so schnell den Techtree rauf und lernt persönlich nach und nach alle Panzer und ihre Schwächen kennen. Diesen Effekt habe ich noch etwas verstärkt in dem ich mir das Ziel setzte jeden Panzer solange zu fahren, bis ich ein Panzerass habe. Um das zu vereinfachen und da ich mich dafür entschieden hatte mich WoT tiefer zu widmen und meine anderen Spiele zu beenden, habe ich seitdem permanent Premiumaccount. Also war das der Punkt als ich anfing Geld zu investieren. Premiumpanzer waren mir damals noch zu teuer. Mit den so zusätzlichen Credits und ein bisschen Goldeinsatz habe ich dann auch immer bei Bedarf Rabattaktionen für den Kauf von Panzern, Crewumschulungen, Garagen, Zubehör und Verbrauchsmaterialien genutzt und mir immer ein Polster an neuen Panzern zum Leveln und Equipment zum überbrücken bis zu den nächsten Aktionen zugelegt. Damit kam ich plötzlich mit wesentlich weniger Aufwand viel schneller voran und hatte regelmäßig meine Erfolgserlebnisse. Zusätzlich habe ich seither für alle Missionen immer was passendes in meiner Garage und kann alle auf die ich Lust habe auch machen.

Mein vierter Tipp um besser zu werden lautet, dass man sich immer erreichbare Ziele stecken sollte um sich zu motivieren und dazu am besten Pläne macht wie man diese Ziele mit möglichst wenig Aufwand erreicht. Meine Ziele sind da natürlich nur ein Beispiel und ebenso wie die Ziele sind die Taktiken bei weitem nicht für jeden das richtige. Hier müsst ihr selber wissen, was ihr erreichen wollt und wie viel Aufwand es euch wert ist. Aber die Idee dahinter sollte jedem klar sein. Belohnt euch selbst und die Motivation besser zu werden und der Spaß am Spiel bleibt euch erhalten. Aber achtet darauf, dass egal wie groß ihr eure Ziele steckt, die Erfolge regelmäßig sind. Ich freue mich über jeden durchgelevelten Panzer und jedes neue Panzerass. Die Missionen z.B. frustrieren mich schnell, daher gehe ich die nur an, wenn ich die Muße dazu habe. Marathons sind eine Herausforderung, die ich gerne annehme, wenn es das Reallife zulässt.

So hatte ich eine lange Zeit sehr viel Spaß in meinem Clan und wurde immer schneller besser. Dies zeigte mir allerdings auch sehr klar die Unfähigkeit einiger Mitspieler und die vielen falschen Vorurteile bestimmten Dingen im Spiel gegenüber, die diese hatten. Da sich dann irgendwann auch noch die Führung unseres Clans zerstritt und wilde Clanwechsel hin und her den Clan extrem strapazierten, verließ ich den Clan schließlich auf der Suche nach neuem Input.

Ich war zunächst sehr orientierungslos und wusste nicht was ich suche. Daher habe ich viele Probefahrten gemacht und mich bei vielen kleineren Clans mit möglichst vielen Spielern, die besser sind als ich, beworben. Dafür nutze ich auch das Forum. Dort erhält man massenhaft Einladungen, wenn man sucht. Sich dann dort das richtige raussuchen und nicht überstürzen ist die Basis um eine neue Umgebung zum Lernen zu finden.

W4YNE bot mir was ich suchte. Ein kleiner Clan ohne große Pflichten mit vielen Spielern über meinem Niveau und lustigen Leuten. Mit einigen davon fahre ich heute noch regelmäßig Platoon, auch wenn der Clan inzwischen tot ist. Natürlich gab es auch dort wieder Fehlinformationen und Vorurteile. Ich lernte XVM und Modpakete kennen. Vorurteile gegenüber den Tomaten und Unikums, lernte die Verbissenheit kennen, mit denen manche ihre Stats verfolgen und vor allem lernte ich, dass es viele verschiedene Wege gibt, dieses Spiel erfolgreich zu spielen und das wichtigste für den Erfolg ist, nach den Schwächen, die eigenen Stärken zu erkennen. Ich fing an mehr Gold zu schießen, auf meine WN8 zu gucken und Panzer höherer Stufen, mit denen ich besonders gut klarkam, immer wieder zu fahren um meine Stats zu pushen. Gleichzeitig wuchsen jedoch meine Vorurteile und Abneigungen gegenüber den Teammitgliedern. Denn die Schuld für das eigene Versagen wurde hier noch viel zu oft in den Teams und nicht bei sich selbst gesucht.

Das hat für mich trotzdem gereicht um mit ca. 16.000 Spielen in etwa das Level um 55% Siegrate zu erreichen, mich also durch meinen Lernwillen von der Masse abzuheben. Aber immer wieder fiel mir auf, dass es Spieler gibt die im Gegensatz zu mir und meinen Clankollegen nicht hart an den Siegen arbeiten, sondern einfach locker darauf losspielen und nebenbei ihre Siege und Schaden abfarmen. Also wusste ich, bei mir sind noch große Defizite vorhanden. Als erstes habe ich deswegen angefangen mir genaueres Wissen über die Spielmechaniken anzueignen. Nicht nur ihre grobe Funktion sondern alle exakten Formeln und überlegt, wie sich das auf die Gefechte auswirkt. Dafür habe ich immer, wenn mir in meiner Selbstanalyse nicht klar war WARUM ich versagte, die Formeln im Wiki genau angesehen und Seiten mit Weakspots/Tarnwerten etc. besucht. Aber immer nur für akute Probleme! Versucht man alles auf einmal zu lernen ist man erstmal überfordert. Wichtig ist das Bild über alles Entscheidende im Spiel nach und nach zu komplettieren und sich selbst nicht zu überfordern oder zu überanstrengen. Denn es bleibt ein Spiel und soll Spaß machen. Jeder hat seine eigene Lerngeschwindigkeit. Meine war recht langsam.

Darum lautet mein fünfter Tipp: Setzt euch auch beim Lernen erreichbare Ziele. Wisst ihr nicht, was als nächstes sinnvoll ist, dann lasst euch beraten. WoT ist viel zu komplex und umfangreich um alles auf einmal lernen zu können. Dafür schreibe ich ja auch diesen Text. Es ist wichtig zu erkennen wo man steht, was die größten Schwächen und Stärken sind und sich dann gezielt einige Dinge zum üben rauszupicken. Stopft erst die größten Löcher, bevor ihr euch in Kleinigkeiten verrennt. Nach und nach füllt sich dann das Gesamtbild. Das dauert! Es fallen nur wenige Meister vom Himmel.

Mit ca. 20.000 Gefechten hatte ich mir meiner Meinung nach alles wichtige Wissen zum Spiel angeeignet. Bestimmte Dinge wie Weakspots muss man immer wieder aktuell nachgucken, da gerne mal was geändert wird und man auch gerne mal kleine Dinge übersieht oder vergisst. Daher habe ich mir ab etwa diesem Zeitpunkt zusätzlich noch angewöhnt mich regelmäßig über aktuelle Änderungen im Spiel auf dem Laufenden zu halten. Ich gucke seither auch immer mal wieder Replays oder Streams von neuen Panzern oder Panzern mit denen ich Probleme habe an. Immer schön in kleinen Häppchen dazulernen.

Aber trotz allen Wissens, dass ich mir angeeignet habe, kam ich nicht wirklich über meine 55-60% und 2000WN8 Recent hinaus. Das hat mich geärgert. Denn normalerweise lerne ich Spielmechaniken extrem gut und bin in Onlinespielen schnell ein gefürchteter Gegner. Also was fehlte mir um in die Recentunikum-Klasse aufzusteigen? Aggression? Siegeswille? Talent? ... Aggressiv habe ich schon immer gespielt, manchmal auch zu aggressiv. Das war bei mir eher öfter ein Fehler. Siegeswille habe ich ausreichend. Daher arbeite ich auch daran meine Aggression zu kontrollieren um mehr Siege zu erfahren. ... Talent macht den Unterschied zwischen einem Tryhard, wie mir und jemandem der es ohne Anstrenung schafft. Bzw. den Unterschied zwischen Unicum und Superunicum. Aber von den Recentunicums gibt es sehr viele. Das MUSS man sich erarbeiten können. Nur wie?

Ich muss gestehen, dass war bei mir der Zeitpunkt an dem ich wieder recht ratlos war. Meine Stats hatte ich im Auge, meine Clankollegen ausgefragt und meine Probleme alle im Blick, dachte ich. Darum hab ich nach komplett neuem Input gesucht. Fuhr ein paar Randomteamgefechte, schloss mich mal für ne Kampagne nem Clan (BLUTE) an und fuhr mit ein paar Randomunikums Platoon. In der Hoffnung mir irgendwo was abgucken zu können. Das war alles mehr oder weniger erfolglos. Je mehr ich mich auf meine Stats und Erfolge konzentrierte, desto schwieriger wurde es an meinen Fehlern zu arbeiten. Der allgegewärtige Aluhut bei den meisten Modusern, mir damals auch, tat seinen Rest dabei.

Also löste ich mich erstmal von allen meinen Verpflichtungen und blieb ne Weile clanlos. Ich hatte einfach das Gefühl, es müsse irgendwann „klick“ machen, wenn ich mich nur genug auf mein eigenes Spiel konzentriere. Ich probierte aus mich von konventionellen Wegen zu trennen und meine eigenen Taktiken zu entwerfen. Dabei wollte ich mir mein aggressives Spiel erhalten versucht so mehr aus meinen Siegen zu holen. Mal erfolgreicher, mal weniger erfolgreich. Das brachte zwar noch etwas Besserung nach oben und ich lernte die Meta nicht nur auszunutzen sondern auch zu brechen, aber alleine war mein Einfluss und die Reflexion meiner Handlungen nicht ausreichend um spürbar größere Erfolge zu haben. Auch meine regelmäßigen Zugpartner konnten mir nicht wirklich helfen.

Das hat mich traurig gestimmt, weil ich damit dachte, dass ich den Zenit meiner Leistung bereits erreicht hätte. Das war etwa Mitte 2016 bei ca. 35.000 Gefechten.

Zu diesem Zeitpunkt stellte ich nicht nur mein Können in Frage, auch meine Spielziele. Ich hörte zum Beispiel eine zeitlang auf zu grinden, weil ich kein Ende in Sicht sah und hoffte durch weglassen der Grinds und Padden auf guten Panzern meine Stagnation zu verhindern. Ist aber im Endeffekt auch nur ein Aufhübschen der Stats und macht einen halt nicht zum besseren Spieler. Irgendwann wurde mir klar, dass das auch nicht der richtige Weg ist. Das konnte nicht das Ende sein.

Der sechste Tipp ist einer der am schwierigsten umsetzbaren aber dennoch einer der wichtigsten: Lerne wieder auf Stats zu pfeifen! Das ist wohl eher was für Spieler, die sich der meisten ihrer Fehler und Stärken bereits bewusst sind und andere Wege suchen sich zu verbessern. Aber Fakt ist, dass man durch starke Fokussierung auf Dinge, die eigentlich keine Aussage über den echten Gefechtsablauf haben nur abgelenkt wird. Man will unbedingt gewisse Stats bzw. die eigenen Ansprüche erfüllen und übersieht dabei vieles, was wichtiger sein könnte um sich zu verbessern. Eure Stats helfen euch nicht zu sehen, was ihr besser machen könnt. Sie dienen nur dazu euch und anderen zu zeigen, ob ihr euch verbessert und ob ihr zu viel falsch macht. Könnt ihr beides nicht mehr an euren Stats ablesen, dann ignoriert sie besser. Gerade auf einzelnen Panzern mit wenig Gefechten ist viel zu viel Glück bei der Sache um sich ein echtes Bild machen zu können. Bewertet die Gefechte einzeln, nicht was sie alle zusammen für Stats geben.

Um meinen Spielspaß weiter zu erhalten suchte ich mir wieder neue Leute. Ich versuchte es ein wenig mit aktivem Clanleben bei AS4P (später ALL1N) aber dort hatten sie die gleichen Probleme und Vorurteile wie ich, wollten aber meist nicht daran arbeiten sondern labten sich noch darin. Da wurden dann halt ohne Ende Credits in Teammodi gefarmt, nur um damit dann in OP Panzern mit Goldspam seine Stats im Random zu pushen. Wie wenig die Leute draufhatten und wie verkümmert das Teamplay war, erkannte ich erst beim „Versuch“ einer CW Kampagne. Während BLUTE einfach aus Mangel an Erfahrung versagt hatte, aber die Spieler dort halt zum größten Teil erwachsen genug waren um das zu erkennen und zu akzeptieren (kann BLUTE als Funclan nur empfehlen, aber erwartet nix gigantisches) versagte AS4P aus Egoismus, mangelndem Teamplay und zu hohen Ansprüchen an die Teammitglieder. Fehler wurden fast ausschließlich auf andere geschoben. Der Clan zerbrach fast komplett daran. Da kam wieder Tipp zwei zum Tragen: wichtiger als gute Mitspieler allgemein ist ehrliche Kritik untereinander. Aber nicht, wenn das nur dazu dient die Schuld auf andere zu schieben. Ich bin damals noch mit dem einen oder anderen da zusammengerasselt. Da hab ich lieber wieder das Weite gesucht.

Ich hab dann noch ein kurzes Abenteuer bei 322 dazwischen gehauen. Das ist ein gehobener Funclan für gute Randomplatoons. Leider setzen die vorwiegend auf stille Kommunikation und autonomes Gameplay. Aber das hatte ich grad erst versucht dauerhaft hinter mir zu lassen. War leider nix für mich. Wer gut spielt und auf Teamspeak verzichten kann, der ist dort goldrichtig. Aber erwartet auch dort nicht mehr als gute Platoonpartner.

Das lehrreichste an dieser Phase war, dass ich bemerkte, dass die Stats meiner Mitspieler genau so wenig Aussagekraft haben wie die meinen. Denn ich hatte über die Jahre immer wieder Spieler auf meine Freundesliste getan, mit denen ich gerne und erfolgreich Platoon fuhr. Deren Stats wichen von meinen meist gewaltig ab. Aber im Platoon sind Stats noch einmal viel, viel, viel, viel, viiiiiel unwichtiger als eh schon. Stimmt die Chemie, kann man einem schwachen Spieler zu Höchstleistungen verhelfen. Stimmt die Chemie nicht, dann kannste auch mit zwei Superunikums im Platoon fahren und verlieren. Im schlimmsten Falle sehen dich deine eigenen Zugpartner als Konkurrenz an.

Daher verließ ich auch 322 schnell wieder und gründete mit ein paar Leuten von meiner Freundesliste NOTHX. Seither konzentriere ich mich nicht mehr darauf besonders gute, sondern passende Spieler zu meiner Spielweise zu finden. Dass die nicht perfekt ist, war und ist mir klar. Aber daran kann man am besten arbeiten, wenn man Leute findet, die ähnlich spielen oder gut mit der eigenen Spielweise harmonieren. Auch im Random versuchte ich, ab da, die Spieler zu erkennen, die ähnlich wie ich spielen bzw. deren Taktiken für mich Sinn ergeben und mit diesen zu spielen.

Der siebte Tipp: Erkenne deine eigene Spielweise und was sie - positiv wie negativ - ausmacht. Versuche Spieler und Situationen zu finden, mit denen dies zu deinem Vorteil wird. Das ist schon fast das I-Tüpfelchen. Sei ehrlich zu deinen Schwächen und such dir Leute, die diese ausgleichen können oder mit denen du an den gleichen Fehlern arbeiten kannst. Opfere keinen Spaß nur um „das Richtige“ zu tun. Suche dir Möglichkeiten wie der Spaß zur richtigen Option wird! Es gibt kein schwarz-weißes „richtig oder falsch“ im Spiel. Es gibt unendlich Variationen, wie man zum Sieg kommt. Finde für dich den richtigen Kompromiss zwischen Spaß und Aufwand. Ab einem gewissen Level wird es so extrem hart weiter an seinen Fehlern zu arbeiten, dass es viel effektiver wird seine Stärken auszubauen und die Fehler einfach zu akzeptieren. Der eine, wie ganz am Anfang gesagt, der erreicht diesen Punkt früher, der andere später. Wer das nicht akzeptiert wird sich sehr stark frustrieren, weil er seine eigenen Erwartungen nicht mehr erfüllen kann.

Wichtig ist, dass man sich darauf erst konzentriert, wenn man die meisten seiner Fehler ausgebügelt oder akzeptiert hat. Verbaut man sich seine Chancen noch zu oft durch eigene Fehler, oder schiebt die Schuld auf andere, dann helfen einem auch die Stärken nicht. Aber akzeptiert man seine letzten Fehler als seinen eigenen Spielstil und ärgerst sich nicht mehr unentwegt, dann kommt wieder viel mehr Spaß auf.

Ich hab das für mich irgendwann zwischen 35.000 und 40.000 Gefechten festgestellt. Ich merkte ganz deutlich, dass noch Spiel nach oben ist, wenn ich meine Spielweise drastisch ändere. Ich bin auch in der Lage mich ne ganze Spur weit anzupassen, was manchmal nötig ist im Random. Aber das war und ist nicht der Weg den ich gehen will. Mein Spielstil wird mich halt nie zu Superunikum machen. Deal with it! Hauptsache ich habe meinen Spaß!

Von diesem Zeitpunkt an sah ich mir Tutorials, Replays und Livestreams von Superunicums aus einem anderen Blickwinkel an. Was nicht zu meinem Spielstil passt oder mich sogar behindern würde, das ignoriere ich seither. Ich suche nach Situationen, Positionen und Entscheidungen, die in mein Spiel passen. Es macht keinen Sinn ein bestimmtes Unikum von seiner Spielweise zu kopieren. Man muss es wie Bruce-Lee machen. Erkenne dich selbst, erkenne die Möglichkeiten und nutze alles was dir gefällt. Halte nicht an Traditionen, Moralvorstellungen oder allgemeiner Meinung fest. Richtig ist, was funktioniert!

Zunächst fiel mir auf, dass die meisten dieser wirklich talentierten Spieler keinerlei Hilfen benutzen. Möglichst wenig Autoaim und möglichst wenig Mods. Ich erkannte darin die Vorteile für mein aggressives Spiel. Mein erster Schritt war also mich von immer mehr Mods zu verabschieden und immer weniger auf Autoaim zu vertrauen und so oft wie möglich, auch um Ecken und aus voller Fahrt, selber zu zielen. Als zweites viel mir auf, dass obwohl ich eine sehr gute Mapawareness habe und die Spieler oft richtig einschätzte die Unikums ihren Geist "befreien" in dem sie viel weniger auf Spieler sondern mehr auf die Möglichkeiten der Panzer, ihrer und der der Gegner, und die Positionierung achten. Also erstmal WEG MIT XVM. Und siehe da, ich wurde öfter am Anfang überrascht, wo denn bestimmte Panzer auftauchten, habe aber meine Panzer viel besser eingesetzt und vor allem immer dort eingesetzt wo ich den Panzer am sinnvollsten sehe.

Während meines Aufenthaltes bei AS4P führte WG auch die neuen Richtlinien zum Fairplay ein und es gab plötzlich verbotene Mods auf dem EU Server, mit dem dauerhaften Damoklesschwert des Permabanns über den Köpfen aller Moduser. Durch dieses Risiko und den grade erst kennengelernten Statsfetischismus bis Statsfanatismus und seine negativen Auswirkungen entschied ich mich ab Ende 2016 komplett auf alle Mods zu verzichten. Das war nach über 2 Jahren mit XVM ne gewaltige Umstellung und meine Stats brachen für 1-2 Monate auch ein. Aber danach ging es umso steiler vorwärts.

Mein Fokus wechselte von den Spielern und ihren Stats zu den Panzern, den Positionierungen, den Karten und den Gefechtsabläufen. Besser gesagt, ich konzentrierte mich mehr auf das was im aktuellen Gefecht passiert, als auf die Dinge, die durch vorherige Gefechte geschaffen wurden. Jede zusätzliche Information lenkt ab. Und wer sich ablenken lässt, der spielt schlechter als er könnte. Das war bei mir mit Mods anscheinend der Fall.

Nun ist nicht jeder direkt mit XVM überfordert und einige können sicherlich Nutzen daraus ziehen. Ich denke vor allem im mittleren Spielersegment zwischen 1000 und 2000 WN8 lässt sich durch Beobachtung besserer Spieler einiges dazulernen. Daher rate ich jetzt nicht allgemein von Mods oder XVM ab, ich rate auch hier wieder zu vernünftiger Selbstreflexion.

Achter Tipp: bei allen deinen Mods, vor allem XVM, solltest du dich stehts fragen, ob diese wirklich hilfreich sind und deinen Lernprozess unterstützen! Wie gesagt, alles an Information, dass du nicht direkt verarbeiten und bewerten kannst lenkt dich ab! Unikumgameplay abzuliefern und gleichzeitig noch alle Mods im Auge zu behalten ist anstrengender als nur Unikumgameplay abzuliefern! Wenn man ein gewisses Level erreicht hat, dann sind eh die meisten Spieler schwächer als man selbst und man spielt eh immer so, als ob der Gegner wüsste was er tut. Wenn nicht, läuft man Gefahr sich durch falsche Einschätzung zu Fehlern hinreißen zu lassen. Geht man stumpf davon aus, dass die Gegner das richtige tun, dann sind ihre Stats egal!

Ähnlich nur genau andersrum ist das bei schwachen Spielern. In dem Moment, wenn ihr ein Unikum anders als Gegner behandelt als andere Spieler, erhöht ihr den Einfluss des Unikums. Ob ihr es fokussiert oder wegyodeln wollt, ob ihr besonders vorsichtig spielt, vor ihm abhaut und und und. Das alles sind Entscheidungen, die erstmal nichts mit dem Gefechtsablauf zu tun haben und mit denen ein Unikum rechnet! So bescheuert das klingt, am wenigsten Vorteil gebt ihr dem Unikum, wenn ihr es wie jeden anderen Spieler bekämpft. Dazu mal eine ganz logische Betrachtung: Unikums sind am besten darin Schaden zu vermeiden. Wenn du ein Unikum fokussierst, dann konzentrierst du dich auf den Gegner, der am schwersten auszuschalten ist. Das bevorteilt alle Gegner um das Unikum. Manchmal ist der Fokus auf mich so schlecht und offensichtlich, dass ich das richtig taktisch nutzen kann.

Mit anderen Mods, die euch das Spiel erleichtern sollen ist es ähnlich. Es gibt keine Möglichkeit, wie Mods Spielmechaniken aushebeln. Alles was auf dem Server berechnet wird bleibt von Mods unangetastet. Also was ändern Mods genau? Eure Eingabe- und Anzeigemöglichkeiten. Nur ist alles, was ihr eingebt Übung und alles was Mods für euch eingeben oder anzeigen fehlende Übung. Das bedeutet, je mehr ihr von Mods erledigen lasst, desto schlechter werdet ihr als Spieler. Auch hier können Mods eure Stats kurzweilig beeinflussen im Vergleich zum Spielen ohne Mods. Aber bei einem Spiel indem man tausende Gefechte fährt ist das größte Gut die eigene Erfahrung. Nehmt euch das nicht nur aus Bequemlichkeit weg! Übung macht den Meister, nicht Faulenzen. Seid ihr am Anfang oder mitten drin im Lernprozess mögen euch diese „Stützräder“ wohl helfen zu lernen. Aber jeder erreicht irgendwann den Punkt an dem die Stützräder mehr behindern als helfen! Habt ihr jemals wen bei der TourdeFrance mit Stützrädern fahren sehen?

Damit bin ich ziemlich am Ende angelangt. Seit ich diese Tipps möglichst ehrlich anwende habe ich mehr Spaß und bin erfolgreicher im Spiel. Das wichtigste für mich ist die Motivation und den Spaß zu erhalten. Danach kommt der Sieg und alles andere. Ich habe akzeptiert meinen Zenit erreicht zu haben und suche nun nur nach Wegen meine Version des Spiels mit möglichst viel Spaß umzusetzen. Dafür setze ich mir ganz kleine Etappenziele und versuche möglichst wenig zu tryharden. Tryharden hat jetzt nicht viel mit Setups oder Panzerwahl zu tun, tryharden nehme ich wörtlich: etwas hart versuchen. Da steckt das Krampfhafte schon mit drin. Das will ich nicht. Für meine Erfolge setze ich inzwischen mehr auf Kontinuität und Zufall. Irgendwann hab ich wieder nen Erfolgserlebnis und freu mich. Ich habe nicht mehr den Anspruch irgendwas in WoT zu erzwingen.

Dinge wie Grinden, Missionen, Gunmarks, WN8 etc... kommen halt oder kommen nicht. Meine Recent WN8 springt zwischen 2000 und 4500 hin und her. Je nachdem was ich grad für nen Blödsinn anstelle. Und ich stelle gerne viel Blödsinn an. Ganz selten hab ich auch mal wieder Lust auf tryharden. Aber nur zur Abwechslung, nicht als Dauerzustand!

Wer Probleme hat sich zu motivieren sollte sich zwei Fragen stellen:
1. Habe ich Ziele? Was sind meine Ziele?! Was die Zwischenerfolge? -> Schaffe dir selbst Erfolge und Motivationen. Setze dir neue Ziele. Regelmäßig!
2. Sind meine Ziele/Ansprüche zu hoch um sie kurzfristig zu erreichen? -> Dann setzt dir passendere/leichtere Ziele. Zur Not begnüge dich mit dem was du hast!

Neunter Tipp: Bei alledem nie vergessen, dass jeder Druck nur aus dir selbst heraus entsteht. Du verlierst absolut NICHTS im Leben, wenn du hier mal ne Pause machst. Wenn du mal ne Belohnung nicht bekommst oder verpasst oder wenn dir andere in WoT auf die Fresse geben. Glücklich wird der, der versteht zu verzichten und sich an den kleinen Dingen erfreuen kann. Auch in WoT.

Dieser Thread soll vor allen Dingen zeigen, dass der Lernprozess in WoT aufgrund all seiner Komplexität ne langwierige Sache ist. Das kann frustrieren. Und nur, weil man spontan kaum bis keine Ergebnisse erzielt oder in seinen Stats sieht, sollte man noch lange nicht aufgeben. Solange ihr den Wunsch habt besser in WoT abzuschneiden, als ihr aktuell tut, solltet ihr auch versuchen euch zu verbessern. Jeder macht Fehler und jeder kann immer was lernen. Egal wo ihr grad steht. Fragt euch nur immer, woran ihr mehr Spaß habt und ob sich der Aufwand wirklich lohnt.

Nur, wer nicht an seinen Fehlern arbeiten will, der braucht sich auch über nichts beschweren!

Ich fasse die Tipps hier jetzt nochmal kurz zusammen und notiere grob dazu ab wann und warum diese für mich persönlich wirklich hilfreich waren. Aber das ist nur ein Beispiel. Jeder muss selber erkennen oder erfragen wo er steht und was der beste nächste Schritt ist. Ergänzungsvorschläge sind auch gerne gesehen. Lasst uns gemeinsam profitieren.

1. Spieler, die besser werden wollen, sollten erstmal weniger auf Schaden/Stats sondern grundsätzlich auf Sieg fahren. Hab ich von anfang an getan und war ein großer Vorteil. Wenn ihr euer Spiel auf Sieg umorientiert, kann es sein, dass andere Stats erst einmal einbrechen. Nehmt das hin und lasst davon nicht runterziehen. Der Erfolg kommt!

2. Egal wie viel man spielt oder wie gut man spielt, man sollte sich gleichgesinnte Spieler suchen um gemeinsame Gefechte zu bestreiten und gemeinsam besser zu werden. Hat bei mir etwa 6000 Gefechte gedauert, war ein großer Fehler. Man braucht nicht oft oder immer mit anderen fahren. Aber so lernt man einfach am schnellsten.

3. Kritik ist wichtig, aber nur hilfreich, wenn sie ehrlich und ungeschönt ist. Seid immer ehrlich zu euren Mitspielern und sucht euch ehrliche Kritiker. Ist fließend, gab immer ehrliche Kritiker, aber seit etwa 20000 Spielen trenne ich mich von unehrlicher Kritik, manchmal nehme ich Rücksicht um Platoonpartnern den Spielspaß nicht zu versauen, aber grobe Fehler lasse ich nicht unangesprochen, egal wer sie macht.

4. Immer erreichbare Ziele stecken um sich zu motivieren und dazu am besten Pläne machen, wie man diese Ziele mit möglichst wenig Aufwand erreicht. Irgendwann fing ich an meinen Account zu planen, seither ein konstanter Prozess, immer wenn mir Motavtion fehlt denke ich mir neue Ziele aus, Planung und Erfolge gehen Hand in Hand.

5. Setzt euch auch beim Lernen erreichbare Ziele. Wisst ihr nicht, was als nächstes sinnvoll ist, dann lasst euch beraten. Als Autodidakt hab ich viel Zeit verschwendet und mehr über ausprobieren und das Wiki als über Beratung gelernt, ich bin zum Beispiel viel zu spät ins Forum gekommen. Lernziele hab ich mir immer gesteckt, sobald ich die alten vergessen habe. Heute lerne ich nicht mehr wirklich neu, ich aktualisiere mein Wissen und probiere aus.

6. Lernt wieder auf eure Stats zu pfeifen! Das tue ich seit etwa 2 Jahren bzw. seit etwas über 30.000 Gefechten. Ich kontrolliere meine Stats zwar regelmäßig, habe aber keine festen Ziele, Superunikum hab ich mir abgeschminkt, zu viel Aufwand um für mich Spaß zu bedeuten oder anders gesagt, mir fehlt das Talent um das ohne extremes Tryharden zu schaffen.

7. Erkennt eure eigene Spielweise und was sie - positiv wie negativ - ausmacht. Versucht Spieler und Situationen zu finden, mit denen dies zu eurem Vorteil wird. Das habe ich schon immer versucht, seit ich mit anderen Spielern spiele. In meinem Noobclan war ich der Mann für Scouts. Allerdings ist meine eigene Einschätzung mit den Jahren immer exakter geworden, je mehr verschiedene Panzer, Taktiken und Platoonpartner ich ausprobiert habe. So ab 25.000 Spielen würd ich sagen konnte ich mich selbst vernünftig einschätzen. Das entwickle ich stehts weiter und ändert sich auch mit dem Spiel/Meta. Zur Zeit ist mein größtes Defizit Erfahrung in reinen 10er Gefechten.

8. Bei allen Mods, vor allem XVM, stehts hinterfragen, ob diese wirklich hilfreich sind und den Lernprozess unterstützen! Einen echten Vorteil hatte ich im Nachhinein betrachtet zwischen etwa 10000 und 20000 Spielen, bei meiner Entwicklung vom Gelbling zum Grünling, davor gabs quasi keine Vorteile nur Schnickschnack, danach wurden die Mods mit jedem bisschen, dass ich besser wurde hinderlicher. Heute will ich keine Mods mehr haben!

9. Bei alledem nie vergessen, dass jeder Druck nur aus dir selbst heraus entsteht. Du verlierst absolut NICHTS im Leben, wenn du hier mal ne Pause machst. Das sollte jeder von Zeit zu Zeit mal versuchen, einfach auf WoT oder gewisse Belohnungen pfeifen. Es braucht einen kleinen Ruck, aber dann folgt Erleichterung. Ich rate allen so oft wie möglich bewusst auf Dinge zu verzichten und wenn es nur Kleinigkeiten sind. Verzichtet man oft genug, fällt es immer leichter und man kann sich dem “Zwang” durch z.B. Marathons wesentlich leichter entziehen.

Und jetzt füge ich noch einen letzten Punkt hinzu, der vorher noch überhaupt nicht angesprochen wurde, weil ich finde, dass es eigentlich ne Selbsverständlichkeit sein sollte.

10. Vertraut in die Spielmechaniken, die Teams und den Willen aller zu siegen!

In WoT hat fast jeder irgendwann mal seinen Aluhut auf. Mancher öfter mancher seltener. Aber ob manipuliert oder nicht, Vorurteile oder nicht, wenn man dem Spiel vertraut und nach seiner Theorie arbeitet, dann wird man belohnt! Daran glaube ich fest. Darum werde ich demnächst einen Thread zum WoT Wiki eröffnen um dort gezielt Fragen zu den Mechaniken und zum Wiki zu beantworten. Das möchte ich aus diesem Thread erstmal möglichst fernhalten.

Außerdem glaube ich fest daran, dass die Mehrheit der Spieler bewusst oder unbewusst auf den Sieg im einzelnen Gefecht hinkämpft. Auch darauf vertraue ich und setze jedes Gefecht von neuem darauf. Ich werde lieber regelmäßig mal enttäuscht und nehme dafür jedes bisschen Teamplay mit das sich anbietet, als mich meinen Teams von anfang an zu verweigern und so jedes Gefecht gegenseitigen Frust zu erzeugen.

Wer sich ehrlich verbessern und siegen will, der muss zunächst alle Aluhüte, denen er sich bewusst ist, von sich werfen. Akzeptiere, dass ähnliche oder nahezu gleiche Grundbedingungen für alle herrschen, auch beim RNG. Du darfst nicht aufgeben und musst zu deinen Fehlern stehen. Akzeptiere deine Teams, akzeptiere deine Gegner und alle Ungerechtigkeiten. Akzeptiere Glück des Gegners und eigenes Pech. Versuche das Positivste aus möglichst vielen deiner Teams zu holen. Wie sagt man so schön? Immer auf das Beste hoffen und mit dem Schlimmsten rechnen. Den ersten Teil davon vergessen die meisten WoT Spieler leider.

Den Thread hier möchte ich mit euch zusammen nutzen um möglichst vielen Spielern, die sich hierher verirren zu helfen. Erstmal zu erkennen wo sie stehen, dann was die besten Schritte zur Verbesserung oder für neue Motivation wären und wie man das am besten umsetzt.

Dafür lade ich natürlich alle ein über meine Ratschläge zu diskutieren und evtl. noch etwas anzupassen. Dies soll auch keine Selbstdarstellung sein, auch wenn es teilweise so klingt. Ich habe einen sehr langwierigen Lernverlauf gehabt und hatte mit vielen typischen Problemen zu kämpfen. Und mir wurde mehrfach zugetragen, dass so eine Darstellung doch sehr interessant und lehreich sein könnte.

Für alle die, die Hilfe suchen oder anbieten wollen:

Dieser Thread wird bestimmt sehr umfangreich. Darum bitte ich euch keine direkten Fragen zu Spielmechaniken zu stellen und eure Anliegen möglichst aussagekräftig zu formulieren. Dieser Thread soll Hilfe zum Besserwerden und eigenständigen Lernen sein und nicht viel mehr. Ich bitte darum Offtopic und inhaltslose Kommentare zu vermeiden. Jeder ist willkommen, der besser werden will oder Ratschläge hat. Ich will die Erklärungen und Hilfen bei weitem nicht alleine stemmen.

Ich stelle mir hier Replayanalysen, Statsdiskussionen, Problemdiskussionen, Motivationsvorschläge oder auch einfach nur eigene Beispiele und Betrachtungen zum Thema vor. Was immer euch einfällt! Dieser Thread soll Anlaufstelle für all jene werden, die in ihrer Entwicklung stagnieren, keine Motivation finden, aufgegeben haben oder schlicht überfordert sind besser zu werden. Unabhängig davon wie gut sie sind!

Ich denke, wenn sich alle benehmen und ich ein paar mal die Mods durch den Thread jage, wird sich das alles von alleine finden. Aber grad am Anfang reisst euch bitte am Riemen. Ich würde den Thread gerne dauerhaft gestalten. Der zum Wiki folgt wenn ich Zeit habe und wird dann hier statt diesem Abstaz verlinkt. Anregungen wie ich die Formatierung etwas übersichtlicher gestalte nehme ich gerne entgegen. War erstmal genug Arbeit die Bruchstücke alle zu einem Posting in einem Format zusammen zu fügen.

Das hier ist mein zweiter Thread, den ich bisher im Forum erstelle. Ich bin noch Noob was das angeht. ;)
 

 

Für den Punkt Druck. Manchmal reicht es auch einfach totale stupide Aktionen im Random zu fahren oder Panzer zu fahren die groben Schwachsinn beim Fahren zulassen, das hilft die Spannung abzubauen.

 

 

 

 



Evil_Friedel #36 Posted 29 March 2019 - 02:03 AM

    Lieutenant Сolonel

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View PostShalashaska_666, on 28 March 2019 - 10:50 PM, said:

Für den Punkt Druck. Manchmal reicht es auch einfach totale stupide Aktionen im Random zu fahren oder Panzer zu fahren die groben Schwachsinn beim Fahren zulassen, das hilft die Spannung abzubauen.

Danke, dass du dich auch einbringen willst. Jedoch weiss ich jetzt nicht so recht wo ich deinen Tipp zuordnen soll. Schwachsinn ist ja nicht unbedingt das, was man im Kopf hat, wenn man grad versucht sich zu verbessern. Außerdem hättest du wirklich nicht den kompletten Text vom Startpost zitieren müssen. Da muss man ja schon wieder ewig scrollen. Wär nett, wenn du das rauseditieren könntest.

 

PS:

 

Wenn das hier ein Mod liest, bitte löschen!



Nemenyi #37 Posted 29 March 2019 - 08:14 AM

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Mein vierter Tipp um besser zu werden lautet, dass man sich immer erreichbare Ziele stecken sollte um sich zu motivieren und dazu am besten Pläne macht wie man diese Ziele mit möglichst wenig Aufwand erreicht.

Meine Ziele waren in den letzten Jahren die Panzer aus den persönlichen Missionen zu bekommen. Jetzt, wo das Obj260 und Obj279 da sind, fehlt mir ein Ziel.

Bei den persönlichen Missionen habe ich z.B. gelernt, besser Lights zu fahren. Klappt nicht immer, aber es wird besser.

Allerdings fehlt mir jetzt ein handfestes Ziel. Any ideas?

Edited by Nemenyi, 29 March 2019 - 08:14 AM.


MrGSI #38 Posted 29 March 2019 - 05:50 PM

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@Nemenyi

Hast du schon alle Aufträge mit Nebenbedingungen abgeschlossen? Wäre zumindest kurzfristig ein neues Ziel.



LarsJohannson #39 Posted 31 March 2019 - 07:59 AM

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Selbstreflexion die zur Selbstkritik wird.

 

Selbstkritik Nummer 1:

M-44

Malinovka, Ablaufpunkt Nord.

Begegnungsgefecht

Also wirklich gute Rahmenbedingungen.

 

"Kein Gegner zu sehen. Eigentlich müsstest du hier weg..."

Edit: Während dieser Überlegung taucht ein beschädigter M-6 auf, der sich diagonal auf uns zu bewegt. Lampe ist aus.

"Den M-6 auf 250m  schaffst du noch, dann sofort abhauen."

"Abgefeuert - Abschuss"

"Beinahe gleichzeitig ist auch noch ein 0-i Exp. aufgetaucht, gleiche Entfernung, etwas links, ich muss die Lafette nicht drehen..."

"Wenn ich mich jetzt bewege um zu verschwinden, sieht er mich, also bleiben und feuern."

"Nachladezeit noch 6 Sekunden."

"Ich habe ihn sauber eingezielt, kann ihn nicht verfehlen."

"150m Entfernung."

"Noch 4 Sekunden"

"Die Lampe ist nicht an."

 

Exitus.

Rausgenommen hat mich ein KV-1S im Hintergrund, der sogar noch Zeit hatte, mit HE auf mich zu schießen.

 

Fazit:

Es gibt Situationen, da kann man aus verschiedenen Gründen nicht mehr flüchten. Also ist stehenbleiben und schießen richtig.

Manchmal sollte man aber seinem Bauchgefühl (Summe der Erfahrungen) folgen: "Kein Gegner zu sehen. Eigentlich müsstest du hier weg..."

Oft eine schwierige Entscheidung, die im Kräftefeld der Vernunft, des Vertrauens auf das Team, der Tarnung, des Sichtschutzes an der eigenen Position und der Technik (sechster Sinn) gefällt werden muss.

 

Heute habe ich mir das Replay dreimal angesehen und ich weiß nicht, ob ich in der selben Situation tatsächlich meinem Bauchgefühl folgen würde.

Erst in der Lafettenansicht (normalerweise bin ich ja in der Arty-Visiersicht) habe ich gesehen, dass sich das Team auf meine Position zurückzieht, was auf der MiniMap so klar nicht erkennbar war. Meine Stellung wurde dadurch heiß. 

 

Das Team hat bereits in der frühen Phase des Gefechts schwere Fehler begangen, deswegen möchte ich das Replay nicht zeigen. 

Mir geht es um meine Entscheidung, ausweichen (als keine Gegner zu sehen waren) oder bleiben?

 

Prinzipiell gilt:

"Behalte deine Kanone im Spiel, du wirst noch gebraucht." - Ja, schtümmt.

Wenn ich fahre / flüchte, verliere ich meinen Sichtschutz (Bäume), meinen Tarnschutz und kann nicht schießen.

In meinem Fall wäre es vernünftiger gewesen, rechtzeitig zu verlegen.

 

Edit: Situationsbeschreibung ergänzt.


Edited by LarsJohannson, 01 April 2019 - 05:39 AM.


RostNroll #40 Posted 31 March 2019 - 08:49 AM

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View PostLarsJohannson, on 31 March 2019 - 07:59 AM, said:

Erst in der Lafettenansicht (normalerweise bin ich ja in der Arty-Visiersicht) habe ich gesehen, dass sich das Team auf meine Position zurückzieht, was auf der MiniMap so klar nicht erkennbar war. Meine Stellung wurde dadurch heiß. 

 

...ich selber habe die Minimap mittlerweile richtig groß gezoomt! 

Obwohl ich mich manchmal leider immer noch im Eifer des Gefechtes nur auf die Gunview konzentriere und die MM dabei aus den Augen verliere (oft mit entsprechenden Folgen), ist das Geschehen nun doch sehr viel besser zu überblicken, auch die Bewegungsrichtung der "offenen" Fahrzeuge.







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